Der Trainer weiß, was er am SC Hennen hat - und umgekehrt

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Der aktuelle Spielbetrieb ruht und niemand kann derzeit seriös sagen, wann und wie es weitergeht. Dennoch treiben die Vereine die Planungen für die kommende Saison voran. Auch der SC Hennen.

Hennen

, 06.04.2020, 17:54 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die „Zebras“ liegen im aktuell eingefrorenen Tableau der Bezirksliga 6 nach 20 von 30 absolvierten Spieltagen auf Rang zwölf mit neun Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

Die Planungen laufen auf eine weitere Bezirksliga-Saison hinaus.

Holger Stemmann bleibt auch zur Saison 2020/2021 der Trainer. Diese Personalie konnte der Verein bereits Anfang Februar festzurren. Er wird damit in seine zweite Saison in Hennen gehen.

Zusage des Trainers war eher eine Formsache

Für Stemmann war die Zusage keine allzu schwierige Entscheidung. „Es war eher eine Formsache. Wir haben hier vor der Saison gemeinsam etwas angestoßen und sind damit noch nicht fertig“, meinte Stemmann zu seiner Verlängerung.

Verein und Trainer liegen auf einer Wellenlänge. „Ich denke, wir wissen gegenseitig, was wir aneinander haben“, berichtet der 48-jährige Coach.

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Auch mit Co-Trainer Christian Manza und Torwart-Trainer Oliver Meuser konnte man sich auf eine weitere Zusammenarbeit einigen. An Bord bleibt auch Betreuer Richard „Ricky“ Bohn. Kontinuität ist zudem beim Unterbau gewährleistet, denn Kevin Lehmann wir bei der Zweitvertretung ebenfalls in sein zweites Trainerjahr gehen. Unterstützt wird er auch weiterhin von Dennis Jansen.

Großteil des aktuellen Kaders bleibt

Längst haben die Hennener Verantwortlichen die Gespräche mit dem aktuellen Kader für die nächste Saison vorangetrieben. „Der Kader wird zum Großteil zusammenbleiben“, berichtet Fußball-Chef Marco Vorländer.

Nach zwei unrühmlichen Spielzeiten hatte der SC Hennen im vergangenen Sommer einen erneuten Umbruch gewagt. Spieler aus dem eigenen „Stall“ sollten eine hohe Identifikation mit dem Verein sicherstellen. „Der im Sommer eingeschlagene Weg war in jedem Fall richtig. Diesen Weg wollen wir fortführen“, sagt Marco Vorländer.

Talente sollen ihre Chance bekommen

So werden eigene Talente erneut ihre Chance erhalten. Der eine oder andere Spieler schlägt vielleicht auch erst in zweiten Jahr ein. „Es laufen auch aussichtsreiche Gespräche mit externen Neuzugängen“, so Vorländer weiter.

Doch diese sind gar nicht so leicht. „Wir können uns ja momentan nicht mit fünf Leuten zusammensetzen“, berichtet er. So müssen die Gespräche überwiegend am Telefon geführt werden.

Holger Stemmann (re.) und Christian Manza bilden in Hennen ein eingespieltes Trainerteam. Beide werden auch in der nächsten Saison die Geschicke der „Zebras“ leiten.

Holger Stemmann (re.) und Christian Manza bilden in Hennen ein eingespieltes Trainerteam. Beide werden auch in der nächsten Saison die Geschicke der „Zebras“ leiten. © Bernd Paulitschke

Mit Hassan Boulakhrif hat ein sehr wichtiger Leistungsträger schon früh sein Bleiben im Naturstadion signalisiert. Ein sehr erfreuliches Zeichen, denn „Hase“ war von einigen Vereinen umworbenen. „Hassan schätzt das familiäre Umfeld in Hennen und hat dafür auch höherklassige Angebote abgelehnt“, berichtet Vorländer.

Boulakhrif hat auch schon vor seiner Zeit in Hennen unter Holger Stemmann trainiert und gespielt.

Auch der Kapitän bleibt an Bord

Auch der Kapitän Jan Loos bleibt an Bord. Er ist nach seinem Comeback längst das Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainerteam. Seit Jahren galt er im defensiven Mittelfeld als eine Art Lebensversicherung für den SC Hennen.

Auch Hauke Reimann hat sich nach seiner Rückkehr zum Führungsspieler entwickelt und ist kaum noch aus dem Team wegzudenken. Er bleibt ebenso wie Marcel Rudzinski, der ebenfalls ein Hennen Urgestein ist und einen wichtigen Baustein auf dem Flügel darstellt.

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Mit Haris Elezovic bleibt ein wichtiger Spieler für die Zentrale, den der Sportliche Leiter Marvin Horn als ein „Mentalitätsmonster“ beschreibt. Vor der Saison war Dominik Essmann aus Langschede zu den „Zebras“ gestoßen. Er hat sich schnell integriert, fehlt aber in der Rückrunde aufgrund einer Knieverletzung. Essmann möchte in der nächsten Saison wieder richtig angreifen.

Zusage der Torhüter Drews und Krause

Mit Torwart Stefan Drews hat ein weiterer erfahrener Spieler sein Bleiben für die Saison 2020/21 zugesagt. Auch Torhüter Jonas Krause, der zuletzt regelmäßig zwischen den Pfosten stand, bleibt.

Planen kann Trainer Stemmann auch weiter mit Abwehrspieler Vincent Kemper, der in der Winterpause vom Landesligisten Borussia Dröschede kam. Aufgerückt in die erste Mannschaft war in dieser Saison Marcel Kordt. Der „Junge aus dem Dorf“ zeigte seine Torgefahr auch in der Bezirksliga und will diese auch in der nächsten Saison beweisen.

Talente mit Entwicklungspotenzial

Zahlreiche Talente, die aus der eigenen Jugend kamen bleiben weiter am Ball und haben noch weiteres Entwicklungspotenzial. Spieler wie Joshua Quardt, Mohamed Ahrou, Pascal Lison Moritz Hupach, Luca Bühren und Nick Weinrich machten bereits viel Freude und sollen konsequent gefördert werden.

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In diesen Bereich fällt auch Moritz Batze, der in der aktuellen Saison von Verletzungen geplagt gewesen ist. Er will im Sommer endlich richtig durchstarten.

Weitere Gespräche mit Spielern sollen in Kürze zum Abschluss gebracht werden. Kürzer treten werden dagegen mit Michael Weigelt und Nils Krawczyk zwei erfahrene Akteure. Neuzugänge sind in der Pipeline.

Anforderungsprofil: Jung und lernwillig

„Wir werden den Kader mit jungen und lernwilligen Spielern, aber auch mit zwei bis drei erfahrenen Spielern, verstärken“, so Marco Vorländer. Vor allem im offensiven Bereich will sich der SC Hennen sich noch verstärken.

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