Die nächsten Siege für die HSG Schwerte/Westhofen und die HVE Villigst-Ergste

Handball-Landesliga

Das Hinspiel gegen Evingsen hatte die HSG noch verloren. Nun aber gab es am Erfolg nichts zu deuteln. Und Villigst-Ergste gewann beim TuS Volmetal, wo es in den Vorjahren wenig zu holen gab.

Schwerte

, 10.02.2019, 16:41 Uhr / Lesedauer: 3 min
Die nächsten Siege für die HSG Schwerte/Westhofen und die HVE Villigst-Ergste

Während Tim Decker hier für die HSG Schwerte/Westhofen gegen Evingsen frei zum Wurf kommt, dreht Dominik Thäsler im Hintergrund schon ab. Decker steuerte einen Treffer zum ungefährdeten 34:25-Erfolg bei. © Manuela Schwerte

HSG Schwerte/Westhofen - Turnerschaft Evingsen 34:25 (16:12)

Die Serientäter haben wieder zugeschlagen: Mit 34:25 gewann die HSG Schwerte/Westhofen in der FBG-Sporthalle ihr Landesligaspiel gegen abstiegsbedrohte Evingser souverän. Es war der achte Sieg in Folge für die HSG, die sich nun auf die Herausforderung am kommenden Sonntag beim verlustpunktfreien Spitzenreiter in Schwelm freut.

Nach einer Gedenkminute für „Günni“ Wichard, in der vergangenen Woche gestorbener langjähriger Betreuer, wurde am Samstag mit zunehmender Spieldauer klar, dass die HSG-Anhänger eine Wiederholung der Hinspielniederlage nicht befürchten mussten – auch wenn es keine Handballfeinkost war, die sie geboten bekamen. „Es war über weite Strecken ein zähes Spiel“, meinte auch Trainer Mischa Quass.

Das lag vor allem daran, dass die Schwerter vor allem in der ersten Halbzeit mit ihren Torchancen wucherten. So blieben die Gäste bis kurz vor der Pause auf Tuchfühlung, als der Ex-Schwerter Benni Hell (6) auf 11:13 verkürzte (27.). Dank der Treffer durch Yaltzis, Denissov und Linnemann waren es dann zum Seitenwechsel aber halbwegs komfortable vier Tore Vorsprung für die Schwerter.

In trockenen Tüchern war der Heimsieg zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, denn auch nach Wiederanpfiff waren die Gäste aus Altena zunächst ein zäher Widersacher, der beim 19:20 (42.) den Anschluss wiederhergestellt hatte.

Doch mit dem Selbstbewusstsein von elf Siegen aus den vergangenen zwölf Spielen ließen die Gastgeber nichts anbrennen. Vor allem Niklas Linnemann erwies sich nun als treffsicher – nicht zuletzt wegen seiner Tore setzten sich die Ruhrstädter vorentscheidend auf 27:21 ab und brachten diesen Vorsprung souverän und ungefährdet ins Ziel. „Auch solche Spiele musst du gewinnen“, stellte Trainer Quass abschließend fest.

Schwerte/Westhofen: Daniel Evangelou, Mike Krüner - Dominik Yaltzis (4), Tim Gurol (3/3), Christoph Kämper (1), Nico Paukstadt (1/1), Alexandr Denissov (3), Toni Mrcela (6), Tim Schlütz (3), Dominik Thäsler (5), Tim Decker (1), Niklas Linnemann (7).


TuS Volmetal 2 - HVE Villigst-Ergste 20:26 (12:14)

Es gab ein paar Vorzeichen, die nicht für einen Erfolg der HVE Villigst-Ergste am Samstag beim Volmetal 2 sprachen. Doch auch ohne Trainer Thorsten Stange und die Stammspieler Jannis Mimberg und Philipp Koch, die krankheits- oder verletzungsbedingt nicht dabei waren, gewann die HVE mit 26:20 beim TuS Volmetal – dort, wo es in den vergangenen Jahren für die Villigst-Ergster nichts zu holen gab.

„Der Schlüssel zum Sieg war ein grandioser Kampf in der Abwehr – von der ersten bis zur 60. Minute“, lautete das Fazit des Co-Trainers Oliver Neuhausen. Im Zusammenspiel mit der stabilen Defensivreihe lieferte auch Torwart Maurice Rolfsmeyer eine starke Partie ab.

Und dann war da noch Jonas Mag. Weil sich der Tabellenzweite im gebundenen Angriffsspiel gegen die ebenfalls gut deckenden Gastgeber schwer tat, waren Mags dynamische Aktionen, mit denen er am Ende auf neun Tore kam, ein weiterer Positivfaktor im Spiel des Tabellenzweiten.

Vor allem zu Beginn der Partie trumpfte Mag auf. Nach dem 1:2-Rückstand ging Villigst-Ergste dank eines 5:0-Laufes mit 6:2 in Führung (14.) – Mag hatte zu diesem Zeitpunkt schon viermal getroffen. Doch Volmetal glich zum 11:11 wieder aus (24.), ehe die HVE mit einem dünnen 14:12-Polster in die Kabine ging.

Entscheidend war dann die Phase ab der 36. Minute. Volmetal hatte den Pausenrückstand zwar zum 15:15 egalisiert, doch nun verrammelte Rolfsmeyer für zehn Minuten seinen Kasten. Auf der anderen Seite trafen in dieser Phase Mag und Fabian Bleigel je zweimal zum 19:15 – der dritte Sieg im dritten Rückrundenspiel nahm Konturen an.

Näher als drei Tore ließen die Villigst-Ergster den Gegner in der Folgezeit nicht mehr herankommen und bauten den Vorsprung stattdessen in den Schlussminuten noch aus – auch ohne den Trainer und zwei Leistungsträger.

Villigst-Ergste: Lukas Daszkiewicz, Maurice Rolfsmeyer - Nils Stange (3), Fabian Bleigel (3), Moritz Dommermuth (1/1), Alexander Hänel (1), Marc Licha (1), Louis Marquis (1), Johannes Stolina (4/1), Jonas Mag (9), Felix Ständker (1), Robert Stelzer, Jan Speckmann (2).

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