Durchwachsener Abschluss - aber den Europacup-Triumph kann Bennet Buchmüller keiner nehmen

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Als „ziemlich durchwachsen“ bezeichnete der Schwerter Bob-Pilot Bennet Buchmüller sein Europacup-Wochenende am Königssee - ganz anders, als es eine Woche vorher in Winterberg der Fall war.

Schwerte

, 22.12.2019, 18:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Wochenend-Ergebnisse im Zweier-Rennen am Freitag sowie den beiden Vierer-Konkurrenzen am Samstag und Sonntag am Königssee stellten keinen leistungsmäßigen Ausreißer dar – weder in die eine noch in die andere Richtung.

Ein Pleiten-Pech-und-Pannen-Rennen

Das hatte am Wochenende davor noch ganz anders ausgesehen. Denn in Winterberg erlebte Buchmüller beide Extreme: Nach einem Pleiten-Pech-und-Pannen-Rennen im Zweier triumphierte Buchmüller zwei Tage später im Vierer und stand mit seinem Team ganz oben auf dem Treppchen.

Der Reihe nach: Los ging das Wochenende in Winterberg für Buchmüller mit einem skurrilen und total verkorksten Lauf mit dem Zweierbob, was maßgeblich mit seinem Arbeitsgerät zu tun hatte. Ungewollt habe die Klapp-Mechanik des Sitzes ausgelöst, sodass Buchmüller beim Anstieg nicht in seine normale Position kam und den Schlitten zunächst nicht steuern konnte.

Mehr schlecht als recht ging es dann den Eiskanal der Veltins-Eisarena herunter. Mit 2,70 Sekunden Rückstand auf den Führenden war Buchmüller dann als 28. im Ziel – aber immerhin wohlbehalten, was angesichts der kuriosen Situation beim Einstieg nicht selbstverständlich war.

Schneefall: „Da kann man nichts machen“

Vom Glück verfolgt war Buchmüller auch im ersten der beiden Winterberger Viererbob-Rennen nicht. Nach einem guten ersten Lauf und Platz vier fiel der Schwerter mit seinem Team noch auf den neunten Platz zurück. „Da hatten wir einfach Pech mit dem Wetter. Als wir an der Reihe waren, fing es an zu schneien – da kann man nichts machen, aber das gehört nun mal zu unserem Sport dazu“, stellte Buchmüller fest.

Gleichbleibende Bedingungen herrschten dann aber am vergangenen Sonntag, als Buchmüllers große Stunde schlug. Nach dem ersten Durchgang auf Platz drei liegend, gelangen Buchmüller und seinem Team ein fehlerfreier zweiter Lauf. Und weil die vor ihm liegende Konkurrenz im den Gefallen tat und sich Fahrfehler erlaubte, durfte sich der 27-Jährige feiern lassen – fünf Tage nach seinem Geburtstag hatte er sich selbst ein nachträgliches Geschenk beschert.

Bennet Buchmüller: „Eine coole Sache“

„Einen Europacup zu gewinnen, ist schon eine coole Sache, zumal das Rennen richtig gut besetzt war. Es war wichtig für uns, dass wir die Möglichkeit genutzt haben“, ordnete Buchmüller seinen Erfolg ein.

Den Rückenwind dieses Sieges wollte der Schwerter auch im letzten Europacup des Kalenderjahres nutzen. Doch so richtig wollte ihm dies am Königssee nicht gelingen. Dort startete Buchmüller im Zweier mit einem neu konzipierten BMW-Testschlitten. „Der fuhr sich richtig gut, aber von der Zeit waren wir doch etwas hinterher“, meinte Buchmüller zum 13. Platz mit 72 Hundertstel Rückstand zum Sieger.

Keine fehlerfreie Fahrt zum Abschluss

Im Vierer ging es dann am Samstag richtig knapp zu. Die Winzigkeit von drei Hundertstel Sekunden lag Buchmüller als Drittplatzierter hinter seinem siegreichen deutschen Teamkollegen Jonas Jannusch.

Dieser gewann auch das gestrige Rennen zum Abschluss des Bob-Wochenendes am Königssee. Nach dem ersten Lauf saß Buchmüller ihm noch als Zweiter im Nacken und hatte sich für den zweiten Lauf vorgenommen, ganz nach vorne zu fahren.

Dies gelang dann aber nicht. „Wir sind nicht so richtig auf Geschwindigkeit gekommen“, musste Buchmüller feststellen. Weil es zudem keine fehlerfreie Fahrt war, fiel er noch auf den sechsten Rang zurück – nicht ganz der gewünschte Abschluss des Jahres für den Schwerter Bob-Piloten, der sich nun erstmals auf ein paar ruhigere Tage in der Heimat freut.

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