Eine Chance, die sich der Geisecker SV nicht entgehen lassen sollte

mlzKommentar

Der Geisecker SV bekommt vielleicht die Möglichkeit, als Nachrücker in die Landesliga aufzusteigen. Aber wollen die Geisecker überhaupt? Sie sollten die Chance nutzen, meint unser Autor.

Geisecke

, 07.06.2020, 17:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drehen wir die Zeit mal drei Monate zurück. Corona spielte in unserem Leben allenfalls eine Nebenrolle und sportartübergreifend war die Saison 2019/20 in vollem Gange. Auch im Amateurfußball, auch in der Bezirksliga 6.

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Aus Schwerter Sicht schien es eine eher eintönige Saison zu werden. Der SC Berchum/Garenfeld schien im Aufstiegsrennen ebenso das Nachsehen zu haben wie der Tabellendritte Geisecker SV, der den Aufstieg sowieso nicht als Saisonziel ins Auge gefasst hatte.

Und für die anderen drei Teams des heimischen Quintetts plätscherte die Saison so dahin.

Plötzlich ergibt sich ein anderes Bild

Dann kam Corona. Und mit dem Abbruch der Saison, der mit dem Verbandstags-Votum in Kürze endgültig vollzogen sein wird, ergibt sich im Hinblick auf die Spielzeit 2020/21 plötzlich ein ganz anderes Bild.

Berchum/Garenfeld profitiert von der Verbands-Entscheidung, auch die Hinrundenmeister mit einem Ticket für die höhere Spielklasse zu bestücken und darf seit ein paar Wochen für die Landesliga planen.

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Und seit ein paar Tagen beschäftigt man sich auch in Geisecke mit dem Gedanken, in der nächsten Saison eine Liga höher spielen zu dürfen.

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So kann aus einer eher durchwachsenen Saison in Windeseile plötzlich eine herausragende Spielzeit werden – gleich zwei Landesliga-Aufsteiger aus dem Bereich des Schwerter Stadtsportverbands wären ein echtes Brett.

Es ist noch Zurückhaltung geboten

Ohne in die Rolle eines Spielverderbers schlüpfen zu wollen, ist im Geisecker Fall allerdings noch Zurückhaltung geboten.

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Denn möglicherweise lösen sich die Aufstiegsträume der „Kleeblätter“ genauso schnell in Luft auf wie sie gekommen sind. Nämlich dann, wenn die Verbandsfürsten beschließen sollten, dass als Nachrücker für frei gewordene Landesliga-Plätze aus dem Kreis der Bezirksligisten nur Vizemeister in Frage kommen und keine Drittplatzierten. Das kann so kommen, muss aber nicht ein – man weiß es nicht.

Bezirksliga: Kurze Wege und Lokalduelle

Sollte man sich aber für die Quotientenregel (Punkte geteilt durch Spiele) ohne Berücksichtigung des Tabellenplatzes entscheiden, wären die Geisecker dick im Geschäft – und müssten eine grundsätzliche Entscheidung fällen, ob sie denn überhaupt aufsteigen wollen. Denn die These, dass der Klub in einer Bezirksliga mit kurzen Wegen und Lokalduellen besser aufgehoben ist, ist nicht von der Hand zu weisen.

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Andererseits: Kann man sich in sportlicher Hinsicht so eine Chance durch die Lappen gehen zu lassen? Wohl kaum.

Vielleicht müssen die Geisecker diese Entscheidung gar nicht fällen. Wenn aber doch, sollten sie zugreifen.

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