Eine Europameisterin träumt von den Olympischen Spielen 2024

Taekwondo

Sie hatte nur noch diese eine Chance, doch die hat sie genutzt. Überglücklich kehrte Taekwondo-Kämpferin Laura Goebel von den Junioren-Europameisterschaften aus Dublin zurück.

Westhofen

, 04.12.2019, 17:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Europameisterin träumt von den Olympischen Spielen 2024

Laura Goebel (re.) und ihr Trainer Carlos Esteves. © Laura Goebel

Im Gepäck hatte Goebel die Goldmedaille für den Titelgewinn in der Klasse bis 55 Kilogramm.

„Endlich hat es mal mit einer anderen Medaille geklappt“, sagte die 16-jährige Westhofenerin, die für das TKD Center Iserlohn startet. Bislang waren es stets Auszeichnungen aus Bronze, die sie erhalten hatte. Zweimal holte sie diese bei Europameisterschaften, einmal bei einer Weltmeisterschaft. Nun bei ihrem letzten Turnierauftritt im Nachwuchsbereich, lief es besser.

Im ersten Kampf an die Grenzen gegangen

„Der erste Kampf ist natürlich immer der schwierigste“, weiß Laura Goebel aus langjähriger Erfahrung. Dort traf sie auf die Mitfavoritin Elisa Toivonen aus Finnland, gegen die sie schon häufiger gekämpft hatte. „Sie attackiert früh und versucht, mich aus dem Konzept zu bringen“, erläutert sie. Doch Goebel war gut vorbereitet, zog die festgelegte Taktik durch und siegte am Ende klar mit 21:11. Dennoch räumte ihr Heimtrainer Carlos Esteves ein, dass sie an die Grenzen gehen musste.

Souveräner lief es in den folgenden Kämpfen. Im Viertelfinale besiegte sie die Spanierin Anastasia Ignatyev mit 10:1. In der Vorschlussrunde hielt sie die Italienerin Linda Cecchi mit 7:5 nieder, und schließlich folgte ein 10:0 im Finale gegen Gaida Al Halwani, ebenfalls eine Kämpferin aus Italien. „Das war schon ein Statement“, war Coach Esteves stolz auf seinen Schützling.

Ab Januar bei den Senioren am Start

Für Laura Goebel war Dublin der überaus gelungene Abschluss im Nachwuchsbereich. In der kommenden Woche wird sie 17 Jahre alt, und da sie im Dezember 2020 18 wird, muss sie ab Beginn des neuen Jahres schon bei den Senioren starten. „Das ist schon ein wenig blöd, wenn man so spät Geburtstag hat, aber ich muss es so nehmen, wie es ist“, schätzt Goebel die Lage realistisch ein.

Ihr Nahziel ist es, auf Weltranglistenturnieren zu punkten, um sich auch künftig für die großen Meisterschaften zu qualifizieren und auch beim Worldcup zu starten.

Fernziel bleibt aber die Teilnahme an den Olympischen Spielen. „2020 kommt da wohl noch etwas zu früh, aber 2024 möchte ich gerne dabei sein“, sagt Laura Goebel, die in ihrem Verein mit Helena Fromm ein prominentes Vorbild hat.

Trainer Carlos Esteves als Erfolgsgarant

Die holte 2012 in London Olympia-Bronze. Mit ihr tauscht sich Goebel gerne aus, auch wenn sie aktuell in Polen lebt und daher nicht mehr so häufig in Iserlohn ist. Auch hier war Carlos Esteves als Trainer der Erfolgsgarant.

Im Nationalteam wird dagegen bei den Senioren künftig eine neue Trainerin für sie zuständig sein, doch mit guten Leistungen will sich Laura Goebel möglichst sofort nachhaltig in Erinnerung bringen und ihre Taekwondo-Karriere vorantreiben.

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