Ende einer Serie, Packung im Topspiel, Spiel gedreht und ein defensivstarker Spitzenreiter

Fußball-Bezirksliga

ETuS/DJK Schwerte und SC Berchum/Garenfeld sind die großen Sieger des 13. Bezirksliga. Für den Geisecker SV gilt das Gegenteil. Und im Lokalduell gab‘s keinen Sieger.

Schwerte

, 03.11.2019, 20:30 Uhr / Lesedauer: 5 min
Ende einer Serie, Packung im Topspiel, Spiel gedreht und ein defensivstarker Spitzenreiter

Fußball kann manchmal weh tun. Das bekommt hier Hennens michael Weigelt im Duell gegen Kai Hintzke (VfL Schwerte) zu spüren. Im Lokalduell trennten sich die „Zebras“ vom VfL mit einem 2:2-Unentschieden. © Bernd Paulitschke

SC Hennen - VfL Schwerte 2:2 (1:0)

Die Durststrecke des SC Hennen ist zu Ende. Das Stemmann-Team holte nach sechs Schlappen am Stück gegen den VfL Schwerte vor 200 Zuschauern einen Punkt beim 2:2.

Dabei konnten sich die Blau-Weißen mal wieder auf ihren Torjäger Yannis Schwate verlassen. Der spielende Co-Trainer wurde zur Pause eingewechselt und sicherte seinen Farben mit seinem Saisontreffern elf und zwölf nach einem zweimaligen Rückstand wenigstens noch einen Punkt. Dieser Tausch war auch dringend notwendig, denn der VfL ließ zunächst in den Aktionen nach vorne jegliche Durchschlagskraft vermissen.

Den Hennenern wurde Treffer Nummer eins auf dem Silbertablett präsentiert: Schwertes Kapitän Robin Heuft leistete sich nach 39 Minuten einen fatalen Querschläger genau auf Michael Weigelt, der nicht lange fackelte und den Ball aus über 20 Metern unhaltbar für VfL-Torwart David Graudejus ins Tor hämmerte.

Das war auch so ziemlich die einzige gute Aktion, die die Zuschauer in der ersten Halbzeit von den Sitzen riss. Eine verunglückte Flanke von Tim Birnkraut, die sich noch auf die Latte senkte (14.), war da für die Schwerter noch die beste „Chance“.

Mit Schwarze kam dann mehr Schwung in die Partie. Zunächst scheiterte Till Nicolaßen noch an Hennens Keeper Jonas Krause (55.), Sekunden später konnte Krause dann aber auch nichts mehr machen. Schwarze traf nach einem Doppelpass mit Sofoklis Ioannidis zum 1:1.

Und der VfL blieb am Ball und gab sich mit dem Ausgleich nicht zufrieden. Doch das nächste Tor fiel auf der anderen Seite: Weigelt wurde hart an der Abseitsgrenze auf die Reise geschickt und schloss an den Pfosten ab. Beim Abpraller half wieder ein VfLer, denn der eben erst eingewechselte Mert Aslan beförderte den Ball zum 2:2 ins eigene Tor.

Aber das war noch nicht das Ende, denn ein weiterer Joker hatte am 2:2 maßgeblichen Anteil. Amir Khan war fünf Minuten auf dem Feld, als er am zweiten Pfosten Schwarze bediente, der dann am höchsten stieg und einnickte.

Das war´s dann, denn in der fast sechsminütigen Nachspielzeit passierte auf beiden Seiten nicht mehr allzu viel.

Hennen: Jonas Krause, Haris Elezovic, Joshua Quardt, Marcel Kordt (67. Dominik Essmann), Luca Bühren (68. Nick Weinrich), Michael Weigelt, Nils Krawczyk, Julian Wanzke (81. Moritz Hupach), Hassan Boulakhrif, Kevin Rudzinski (46. Mohamed Ahraou), Jan Loos.

Schwerte: David Graudejus, Nicolas Ortiz (73. Mert Aslan), David Sprungk (46. Yannis Schwarze), Robin Heuft, Till Nicolaßen (80. Amir Khan), Kai Hintzke, Tim Birnkraut, Sebastian Kozlowski, Sofoklis Ioannidis, Nils Berg, Gianluca Zocco (46. Lukas Beßlich).

Tore: 1:0 Weigelt (39.), 1:1 Schwarze (63.), 2:1 Eigentor Aslan (76.), 2:2 Schwarze (85.).

ETuS/DJK Schwerte - VfB Schwelm 3:2 (1:0)

Es lief bereits die sechste Minute der Nachspielzeit. Sämtliche Spieler waren bei einem Eckball der Gäste im Schwerter Strafraum. Doch der letzte Schuss des Spiels ging knapp drüber. Und so hatte der ETuS/DJK Schwerte mit 3:2 gegen den VfB Schwelm gewonnen. Es war eine Partie, die erst in der zweiten Hälfte richtig Fahrt aufgenommen hatte.

Den besseren Start in die Partie hatte Schwelm. Lukas Hedtheyer musste bereits nach acht Minuten mit einer Parade sein Team vor einem Rückstand bewahren. Erst danach kamen die Schwerter ins Spiel. Yannik Körner flankte auf Dennis Frohn, der per Kopf etwas überraschend zur Führung traf (17.).

Danach zeigten beide Teams ein zerfahrenes Spiel mit leichtem Übergewicht für die Gastgeber. Die beste Möglichkeit hatten aber die Schwelmer, die aus drei Metern den Ball nicht ins leere Tor brachten. Frohns Heber im Gegenzug landete am Aluminium.

Ende einer Serie, Packung im Topspiel, Spiel gedreht und ein defensivstarker Spitzenreiter

Yannik Körner (li.) kam mit dem ETuS/DJK Schwerte zu einem 3:2-Sieg gegen Schwelm. © Bernd Paulitschke

Nach der Pause legte Schwelm wieder stark los. 120 Sekunden nach Wiederanpfiff rettete noch ein Abwehrbein für die Schwerter. In der 55. Minute war es dann soweit: Schwelm traf per Kopf zum verdienten Ausgleich.

Nun ging es hin und her mit Chancen auf beiden Seiten. Schwelm traf den Pfosten, Jasmin Smajlovic scheiterte freistehend. Hedtheyer stand anschließend mehrfach den Schwelmern im Weg. Trainer Andrè Haberschuss vermutete: „Das Spiel endet nicht 1:1.“ Und damit sollte er Recht behalten.

Denn in der 82. Minute ging Schwelm in Führung – und dies nicht unverdient. Aber ETuS/DJK hatte einen starken „Fluppe“ Frohn in seinen Reihen. 60 Sekunden nach dem Gegentreffer glich er erneut per Kopf aus. Und damit nicht genug. Der eingewechselte Serkan Arslan ließ sich bei einem 20-Meter-Freistoß nicht zweimal bitten und traf in den Winkel – 3:2. (85.) – der ETuS/DJK hatte die Partie gedreht und brachte den vierten sieg in Folge nach Hause.

Schwerte: Lukas Hedtheyer, Yücel Balta, Yannik Körner, Mijo Martinovic (66. Serkan Arslan), Jasmin Smajlovic, Nouri Bah, Marcel Neumann, Kevin Kinach, Dennis Frohn (90. Branko Vodsevic), Dennis Cela, Felipe Ferreira (66. Kadir Yilmaz).

Tore: 1:0 Frohn (17.), 1:1 (55.), 1:2 (82.), 2:2 Frohn (83.), 3:2 Arslan (85.).

Rot-Weiß Lüdenscheid - Geisecker SV 4:0 (0:0)

Eine Halbzeit lang hielt der Geisecker SV im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten in Lüdenscheid ein torloses Unentschieden. Doch schon direkt nach Wiederanpfiff sorgten die heimstarken Lüdenscheider mit einem Doppelschlag für den Knockout der Geisecker, die am Ende mit 0:4 unterlagen.

„Dabei hatten wir in der Halbzeit noch extra auf diese Situationen hingewiesen“, ärgerte sich Trainer Thomas Wotzlawski. Lüdenscheid spielte sich zweimal über Außen durch und vollendete durch Scheerer und Finke zum vorentscheidenden 2:0 – keine fünf Minuten waren im zweiten Spielabschnitt zu diesem Zeitpunkt absolviert.

Vielleicht wäre es anders gelaufen, wenn die „Kleeblätter“ in Führung gegangen wären. Julian Hüser hatte die Möglichkeit dazu, doch als der Gäste-Anhang den Torschrei schon auf den Lippen hatte, wurde sein Flachschuss noch von der Linie gekratzt.

Mehr vom Spiel hatten aber von Beginn an die Platzherren. Allerdings schafften es die Geisecker weitgehend, den Gegner vom Tor wegzuhalten, sodass sich der Titelaspirant kaum Torchancen herausspielte.

Das änderte sich mit Beginn des zweiten Spielabschnitts jedoch rapide. Mit dem schnellen 0:2 als „Rucksack“ hatte Geisecke kaum noch etwas entgegenzusetzen und musste sich mit der zweiten Saisonniederlage abfinden – eine Pleite, nach der es zumindest in dieser Höhe zur Halbzeit noch nicht ausgesehen hatte. „Aber man muss schon sagen, dass es am Ende verdient war. Wir hatten zu viele Ausfälle auf dem Platz“, stellte Trainer Thomas Wotzlawski fest.

Geisecke: Tim Helmdach, Mathis Leuer (69. Oguzhan Kutlu), Florian Ruß, Patrick Filla, Julian Hüser, Linus Scheen (78. Dennis Huck), Lukas Schäfer (73. Cangün Akgün), Marius Manecki, Jonas Hudek (59. Mert Yildirim), Gökhan Hizarci, Florian Kliegel.

Tore: 1:0 (74.), 2:0 (49.), 3:0 (64.), 4:0 (80.).

SC Berchum/Garenfeld - FSV Gevelsberg 3:0 (1:0)

Auch im 13. Saisonspiel bleibt Berchum/Garenfeld ungeschlagen, denn gegen den FSV Gevelsberg gab es einen verdienten 3:0-Heimsieg. Zeitgleich trafen mit Lüdenscheid gegen Geisecke und Kalthof gegen Türkiyemspor die restlichen Aufstiegskonkurrenten aufeinander. Durch den Heimsieg bleibt der Sportclub punktgleich vor Lüdenscheid an der Spitze, erspielte sich auf den Dritten aus Geisecke aber ein Vier-Punkte-Polster.

Zum Spiel im Waldstadion: Die Gastgeber waren von Beginn an tonangebend, doch die erste gute Chance gab es erst nach 19 Minuten, als Becker von der rechten Seite über das Tor schoss. In der 22. Minute dann die Doppelchance zur SC-Führung: Erst hielt FSV-Keeper Hamann stark gegen Neynaber, ehe Amstutz die anschließende Ecke freistehend über das Gehäuse schoss.

Ende einer Serie, Packung im Topspiel, Spiel gedreht und ein defensivstarker Spitzenreiter

Nicolas Külpmann wird in dieser Szene gefoult. Den fälligen Elfmeter versenkte der Stürmer des SC Berchum/Garenfeld selbst zum zwischenzeitlichen 2:0. © Bernd Paulitschke

Nach mehr als einer halben Stunde Spielzeit konnte sich die Kampmann-Elf auf ihren Toptorjäger verlassen: Eine zu kurz geratene Kopfballabwehr schoss Külpmann aus 16 Metern ins rechte Eck ein – 1:0 (34.). Bereits zur Pause hätten die Platzherren mit 2:0 führen müssen: Becker schoss beim Konter lieber selber auf das Tor, als querzulegen (41.), ehe ein Külpmann-Kopfball kurz vor der Linie und dem einschussbereiten Amstutz geklärt werden konnte (44.).

In der zweiten Halbzeit verwaltete der Sportclub die Führung und war in der Offensive nicht mehr zielstrebig genug. Und der Achte aus Gevelsberg? Von ihm war offensiv kaum etwas zusehen, da gute Konterchancen schlecht zu Ende gespielt wurden.

Mit seinem zweiten Treffer des Tages beruhigte Külpmann die Nerven des SC-Anhangs, als er einen selbst herausgeholten Foulelfmeter sicher zum 2:0 verwandelte (80.). Den schönsten Angriff des Tages vollendete Amstutz auf Becker-Zuspiel zum verdienten 3:0-Endstand (82.).

Berchum/Garenfeld: Dominik Hollmann, Luca Becker, Justin Amstutz (88. Georgios Ntontos), Thomas Koblitz (84. Daniel Huber), Nicolas Külpmann, Vladimir Kunz, Alexander Rüster, Daniel Wanderer, Christian Deuerling (88. Leander Koeser), Patrick Pietrzinksi (66. Jerome Nickel), Tobias Neynaber.

Tore: 1:0 Külpmann (34.), 2:0 Külpmann (80., Foulelfmeter), 3:0 Amstutz (82.).

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