ETuS/DJK Schwerte verliert zwei Schiedsrichter an finanzstarken Klub

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Rund zehn Jahre lang haben die Schiedsrichter Andreas Braun und Dennis Joseph für ETuS/DJK Schwerte gepfiffen. Zur neuen Saison werden die beiden Unparteiischen jedoch den Verein wechseln.

Schwerte

, 22.06.2020, 13:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie haben sich dem TuS Bövinghausen angeschlossen. Der finanzkräftige Dortmunder Klub, dessen erste Mannschaft in die Westfalenliga aufgestiegen ist und der in der vergangenen Saison mit der Verpflichtung des Trainer-Promis Thorsten Legat über die Stadtgrenzen hinaus für Schlagzeilen gesorgt hatte, hat neben Braun und Joseph mit Amir Aletic (FC Brünninghausen) und Marius Feldmeier (SF Brackel 61) zwei weitere Schiedsrichter von anderen Vereinen verpflichtet.

„Wollen mal was Neues ausprobieren“

Andreas Braun und Dennis Joseph, die beide in der Westfalenliga pfeifen und in der Oberliga als Assistenten agieren dürfen, verlassen den ETuS/DJK nicht im Streit, wie Braun betont.

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„Wir wollen einfach mal was Neues ausprobieren“, so der Unparteiische. Man habe sich umgehört, welcher Vereine noch Schiedsrichter sucht und sei dann mit Bövinghausen in Kontakt gekommen. „Deren Konzept hat uns zugesagt“, so Braun weiter.

Schulungen mit den Bövinghauser Mannschaften

Geplant ist nach Bövinghauser Angaben, dass die Schiedsrichter Schulungen mit den einzelnen Mannschaften des Vereins durchführen, um eine engere Verbindung zwischen Spielern und Unparteiischen zu schaffen.

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Bei den Schulungen soll es zum einen darum gehen, Spielern Regeländerungen näher zu bringen und verständlich zu machen. Zudem soll allen erklärt werden, wie Spieler sich am besten gegenüber Schiedsrichtern verhalten.

Mit der Verpflichtung von Amir Aletic (l.), Marius Feldmeier (2.vl.), Andreas Braun (M.) und Dennis Joseph (r.) haben Ajan Dzaferoski (2.v.r.) und der TuS Bövinghausen ein ungewöhnliches Neuzugänge-Paket geschnürt.

Mit der Verpflichtung von Amir Aletic (l.), Marius Feldmeier (2.vl.), Andreas Braun (M.) und Dennis Joseph (r.) haben Ajan Dzaferoski (2.v.r.) und der TuS Bövinghausen ein ungewöhnliches Neuzugänge-Paket geschnürt. © TuS Bövinghausen

ETuS/DJK-Vorsitzender bestätigt: Es gab keinen Streit

Und wie reagiert die Vereinsführung des ETuS/DJK Schwerte auf den Weggang ihrer beiden langjährigen Unparteiischen? Vereinsvorsitzender Hans Haberschuss bestätigt, dass es keinen Streit gegeben hat.

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Die beiden hätten ihn darüber informiert, in der nächsten Saison nicht mehr für die „Östlichen“ pfeifen zu wollen. Dass der TuS Bövinghausen der neue Verein der beiden Unparteiischen wird, war Haberschuss nicht bekannt.

Kein finanzieller Verlust durch den Weggang

Ein finanzieller Verlust entsteht dem ETuS/DJK durch Brauns und Josephs Weggang nicht. Denn das Schiedsrichtersoll erfüllen die Schwerter auch ohne die beiden.

Um dieses Soll zu erfüllen, müssen die Vereine einen Unparteiischen pro Seniorenmannschaft stellen, die sie im Spielbetrieb haben. Dies ist im Fall des ETuS/DJK mit seinen zwei Teams und Schiedsrichtern gegeben.

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