Handballer legen mehrere Saisonstart- und Staffelvarianten vor

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Nach virtuellen Staffeltagen des Handballverbandes Westfalen sind nun die Vereinsvertreter gefragt, wie die Spielzeit 2020/21 ablaufen soll. Fest steht, dass es viele Absteiger geben wird.

Schwerte

, 19.06.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der einleitende Satz ist mit einem Ausrufezeichen versehen und bringt die Problematik auf den Punkt: „Definitiver Saisonstart ist schwierig!“ heißt es zu Beginn der Ausführungen, die die Verantwortlichen des Handballverbandes Westfalen (HVW) an den Vereinsvertretern geschickt haben.

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Sie sind das Ergebnis der virtuellen Staffeltage, auf denen am Mittwoch und Donnerstag die Weichen für die Saison 2020/21 gestellt worden sind.

Modelle von der Oberliga bis zur Landesliga

Wie sich die Lage rund um das Coronavirus in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird, weiß niemand. Entsprechend schwierig ist die Saisonplanung.

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Die Spieltechniker des HVW haben es trotzdem versucht und verschiedene Modelle für die Spielklassen von der Oberliga bis zur Landesliga ausgearbeitet.

Ergebnis wird dem HVW-Präsidium vorgelegt

Diese Varianten wurden den Vereinsvertretern in dieser Woche vorgestellt. Diese haben nun bis zum kommenden Sonntag die Gelegenheit, ihre favorisierte Variante zu übermitteln.

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Das Ergebnis des Votums der Vereine soll dann schon am Montag dem HVW-Präsidium vorgelegt werden, das bis Ende nächster Woche eine Entscheidung publik machen will, wie die Staffeleinteilung aussehen und nach welchem Modus die Saison ausgetragen werden soll.

Frühester Termin ist der 3./4. Oktober

Was schwebt den Verbands-Verantwortlichen vor?

Klar ist, dass die Saison nicht vor Oktober beginnen wird. Je nachdem, welche Variante eine Mehrheit findet, ist der erste Spieltag für den 3./4. Oktober, das letzte Herbstferien-Wochenende (24./25. Oktober) oder sogar noch eine Woche später vorgesehen.

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Das gilt sowohl für die Frauen-Oberliga, in die die HSG Schwerte/Westhofen aufgestiegen ist, als auch für die Frauen- und Männer-Verbandsliga (jeweils mit den aufgestiegenen Teams der HVE Villigst-Ergste) und der Männer-Landesliga, in der die HSG Schwerte/Westhofen vertreten ist.

Viele Absteiger als Folge der Wildcard-Regelung

Klar ist auch, dass es – unabhängig vom jeweiligen Modell – eine verhältnismäßig hohe Zahl an Absteigern geben wird. Dies ist eine Folge des vermehrten Aufstiegs durch die Wildcard-Regelung, die der Verband nach dem vorzeitigen Ende der Spielzeit 2019/20 beschlossen hatte.

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Die vorgeschlagenen Varianten des HV Westfalen:

Frauen-Oberliga (18 Mannschaften):

Variante 1 (Saisonstart 4.10.). Zwei Vorrunden mit je neun Mannschaften. Dann Meisterrunde mit je fünf Mannschaften (Ergebnismitnahme; Spiele nur gegen die andere Staffel) sowie Play-Down-Runde mit je vier Mannschaften (Ergebnismitnahme; Spiele nur gegen die andere Staffel). Es gibt einen Aufsteiger und vier Absteiger.

Variante 2: Zwei Vorrunden mit je neun Mannschaften. Dann spielen die jeweils vier Besten überkreuz im K.o.-System den Aufsteiger aus. Die Mannschaften von Platz fünf bis neun spielen im K.o.-System fünf Absteiger aus.

Variante 3: Drei Vorrunden zu je sechs Mannschaften. Die jeweils drei Besten spielen in einer 9er-Staffel den Aufsteiger aus (Ergebnismitnahme; Spiele nur gegen Gegner der anderen Gruppen). Die Mannschaften von Platz vier bis sechs der drei Gruppen spielen in einer 9er-Staffel fünf Absteiger aus (Ergebnismitnahme; Spiele nur gegen Gegner der anderen Gruppen).

Frauen Verbandsliga (26 Mannschaften):

Variante 1 (Saisonstart 4.10.): Zwei 13er-Staffeln. Der jeweilige Staffelsieger steigt auf, die jeweils letzten drei Teams steigen ab.

Variante 2 (Saisonstart 4.10.): Eine 12er- und eine 14er-Staffel: Der jeweilige Staffelsieger steigt auf, die letzten drei Teams aus der 12er-Staffel und die letzten vier Teams der 14er-Staffel steigen ab.

Variante 3 (Saisonstart 31.10./1.11.): Eine 8er- und zwei 9er-Staffeln. Der jeweilige Staffelsieger steigt auf, die jeweils letzten Beiden der 8er-Staffeln und die letzten Drei der 9er-Staffel steigen ab.

Männer-Verbandsliga (34 Mannschaften)

Variante 1 (Saisonstart 4.10.): Vier Vorrunden a 2x8 und 2x9 Mannschaften, anschließend zwei Meisterrunden und zwei Play-Down-Runden. Es gibt zwei Aufsteiger und zwölf Absteiger.

Variante 2 (Saisonstart 24./25.10.): Zwei 11er- und eine 12er-Liga. Der jeweilige Staffelsieger steigt auf, aus der 11er-Liga steigen vier und aus der 12er-Liga fünf Mannschaften ab.

Männer-Landesliga (70 Mannschaften):

Variante 1 (Saisonstart 4.10.): Fünf 14er-Staffeln. Der jeweilige Staffelsieger steigt auf, die jeweils letzten fünf Mannschaften steigen ab.

Variante 2 (Saisonstart 24./25.10.): Vier 12er- und zwei 11er-Staffeln. Der Staffelsieger steigt auf, aus den 12er-Staffeln steigen die jeweils letzten fünf Teams, aus den beiden 11er-Staffeln die jeweils letzten vier Teams ab.

„... wenn überhaupt gespielt werden kann“

Und welche Modelle favorisieren die Sportlichen Leiter der beiden heimischen Klubs, Rolf Linnemann (HSG) und Thorsten Gollnik (HVE)? Für die Frauen-Oberliga sei die Variante 1 aus HSG-Sicht das favorisierte Modell, sagt Linnemann. Für das Männerteam der HSG stehe noch ein Abstimmungsgespräche mit dem neuen Trainergespann Nico Paukstadt/Tim Decker aus, so der Sportliche Leiter am Freitag.

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Aus Villigst-Ergster Sicht sei jeweils die Variante 2 die sinnvollste, meint Thorsten Gollnik – um dann noch hinzuzufügen: „Wenn denn überhaupt gespielt werden kann.“

Womit wir wieder beim grundsätzlichen Problem einer Saisonplanung in Corona-Zeiten sind.

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