HVE Villigst-Ergste oder HSG Schwerte/Westhofen - wer triumphiert im Derby?

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Die deutsche Nationalmannschaft spielt am Samstagabend gegen Kroatien bei der EM. Doch den Schwerter Handballfreund zieht ein anderes Spiel viel mehr in den Bann: Es ist Derbyzeit!

Schwerte

, 17.01.2020, 20:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor dem Duell zwischen der HVE Villigst-Ergste und der HSG Schwerte/Westhofen zum Abschluss der Landesliga-Hinrunde am Samstag um 20 Uhr in der Gänsewinkel-Sporthalle an der Grünstraße haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Derby zusammengetragen.

? Wie ist die Ausgangslage?

Es spielt der Spitzenreiter gegen den Tabellenfünften. Mit der starken Bilanz von 22:2-Punkten (elf Siege, eine Niederlage) führt die HVE das Landesliga-Klassement an. Bis vor ein paar Wochen war die HSG dank einer Serie von acht Siegen hintereinander auf Tuchfühlung, doch zuletzt gab es drei Niederlagen am Stück. So steht die HSG mit 16:8-Zählern auf besagtem Rang fünf.

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? Ist die HVE aufgrund dieser Tabellenkonstellation in der Favoritenrolle?

Es ist nicht allzu überraschend, dass die Antworten der beiden Trainer auf diese Frage unterschiedlich ausfallen. Während der Villigst-Ergster Coach Thorsten Stange auf die besondere Konstellation eines Lokalderbys verweist und sich nicht in der Favoritenrolle sieht, sagt sein HSG-Pendant Mischa Quass: „Aufgrund des Saisonverlaufes und unter personellen Gesichtspunkten ist es nicht von der Hand zu weisen, dass wir nur Außenseiter sind.“

? Wie sind die personellen Voraussetzungen?

Beide Trainer können nicht die Bestbesetzung ins Rennen schicken. Die HVE-Verantwortlichen schmerzt der Ausfall von Johannes Stolina. Der Rechtsaußen, ein absoluter Leistungsträger des Tabellenführers, muss wegen einer Schulterverletzung pausieren – möglicherweise auch längerfristig.

Auch wenn Neuzugang Nilas Praest und Linksaußen Jan Ludwig angeschlagen sind, kann HVE-Trainer Stange ansonsten aber aus dem Vollen schöpfen.

Davon kann seitens der HSG nicht die Rede sein. Mit Tim Decker ist ein zentraler Deckungsspieler schon seit Wochen wegen einer Knieverletzung raus, im Derby fällt laut Quass auch der erkrankte Dominik Thäsler aus. Rumänien-Student Sönke Braß steckt mitten in einer Klausurphase und wird auch nicht dabei sein – im Gegensatz zu Alexandr Denissov, den Quass rechtzeitig zum Derby aus dem Urlaub zurückerwartet.

Zudem seien Stammtorwart Daniel Evangelou und Rechtsaußen Tim Gurol angeschlagen, so der Trainer – wobei davon auszugehen ist, dass die Aussicht, im Derby dabei zu sein, den Heilungsprozess beschleunigen wird.

? Trotz der erwähnten Personalprobleme und trotz der erwähnten drei Niederlagen in Folge: Gibt es auch etwas, das im Derby für die HSG spricht?

Ja - für das Team von Trainer Mischa Quass dient das Derby der Vorsaison im Gänsewinkel als Mutmacher. Vor knapp zehn Monaten war die HSG die „abgezocktere“ Mannschaft und gewann mit 33:27.

? Ist dieses Spiel noch in den Köpfen der HVE Villigst-Ergste?

„Wir sind gewarnt“, sagt Thorsten Stange, fügt aber auch hinzu, dass dieses Spiel unter einem besonderen Stern gestanden habe.

„Damals waren wir gerade aus dem Titelrennen ausgeschieden, waren nicht fokussiert und sind untergegangen. Das wird uns ganz sicher nicht nochmal passieren“, sagt der HVE-Trainer, der insgesamt aber weit davon entfernt ist, große Töne zu spucken – genauso wenig wie Mischa Quass.

? Unter Abwägung aller Vorzeichen: Wer wird gewinnen?

An dieser Stelle halten wir uns mal vornehm zurück und verweisen auf den Samstagabend: Ab 20 Uhr fällt die Entscheidung auf dem Parkett der Gänsewinkel-Halle.

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