Mit diesen Erwartungen gehen HSG Schwerte/Westhofen und HVE Villigst-Ergste in die Saison

mlzFrauenhandball

Der Auftakt in die Saison 2019/20 steht vor der Tür, auch für die Handballerinnen der HSG Schwerte/Westhofen und der HVE Villigst-Ergste. Am kommenden Samstag geht es los.

Schwerte

, 09.09.2019, 18:32 Uhr / Lesedauer: 3 min

HSG Schwerte/Westhofen (Verbandsliga)

In der Vorsaison haben sie erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert. Eine solche Zitterpartie soll sich für die Verbandsliga-Handballerinnen der HSG Schwerte/Westhofen nicht wiederholen.

Letztlich war es sogar der siebte Platz in der Abschlusstabelle – sieht auf dem Papier gar nicht so schlecht aus. In Wirklichkeit stand der Klassenerhalt aber auf des Messers Schneide, denn selbst die letzte und entscheidende Partie war bis weit in die zweite Halbzeit eine enge Kiste.

Am Ende aber durfte gejubelt werden – die Verbandsliga-Zugehörigkeit war gesichert. Dirk Hille, der die Mannschaft im Laufe der Hinrunde von Peter Hengstenberg übernommen hatte, hatte seine Mission erfüllt. Gehen musste Hille trotzdem. Er hat Platz gemacht für den HSG-„Multitrainer“ Mischa Quass, der neben den Landesliga-Herren und der weiblichen Oberliga-A-Jugend nun auch noch das Frauenteam übernommen hat. Auch wenn sich Quass nicht um diesen dritten Trainerjob gerissen hat – vor dem Hintergrund der engen Verzahnung zwischen A-Jugend und der „Ersten“ macht diese Personalie durchaus Sinn.

Sieben A-Jugendliche, zudem auch noch Jungjahrgänge, gehören zum Verbandsliga-Kader. „Aber sie werden nicht immer alle zum Einsatz kommen. Denn natürlich müssen wir dosieren und gucken, dass es nicht zu viel wird“, sagt Quass.

Die Integration der Nachwuchskräfte habe schon gut funktioniert, sagt der Trainer. An der Seite erfahrener Spielerinnen wie Franziska Alissa, Cynthia Hengstenberg oder Lea Tietz sollen sich die Talente weiterentwickeln und an ihren Aufgaben wachsen.

Und was ist möglich mit diesem neu zusammengesetzten Team? „Wir wollen eine ruhige Saison spielen, in der wir uns keine Sorgen um den Klassenerhalt machen müssen. Dazu sollten wir auch in der Lage sein“, sagt Quass. Das Potenzial für eine Platzierung im sicheren Mittelfeld sei definitiv vorhanden, meint der Trainer. Das Problem sieht er eher darin, dass es den Spielerinnen nicht gelingt, dieses Potenzial konstant abzurufen. „Wir haben in der Vorbereitung richtig starke Leistung gezeigt, wie beim Turniersieg in Hohenlimburg. Aber wird haben auch Testspiel dabei gehabt, in denen wir selbst gegen Landesliga-Mannschaften nicht gut ausgesehen haben“, so der Coach, der dem Projekt „Saison ohne Zittern“ insgesamt aber positiv entgegensieht.

HVE Villigst-Ergste (Landesliga)

Es wird höchste Zeit, den Status einer Fahrstuhlmannschaft abzulegen, sagt Dino Tönnies. Was der Trainer der Handballerinnen der HVE Villigst-Ergste damit meint: Nach dem Aufstieg in die Landesliga will er sich mit seinen Schützlingen in dieser Spielklasse etablieren.

„Unser oberstes Ziel ist es, die Liga zu halten. Und ich glaube, dass wir gute Chancen haben, dass uns dies auch gelingt“, sagt der HVE-Trainer. Seine Zuversicht bezieht der Trainer zum einen aus der vergangenen Spielzeit – wer so souverän und ungeschlagen mit 50:2-Punkten durch die Bezirksliga marschiert, muss sich auch vor den Herausforderungen in der höheren Spielklasse nicht bange machen.

Mit diesen Erwartungen gehen HSG Schwerte/Westhofen und HVE Villigst-Ergste in die Saison

Mit diesem Team gehen die Frauen der HVE Villigst-Ergste in die Landesligasaison 2019/20: Co-Trainer Jonas Kneer, Julia Angel, Lisa Albrecht, Ronja Kaup, Lena Schröer, Karoline Kurthen, Jasmin Schiprowski (hi.v.li.), Torwarttrainer Matthias Krabs, Malin Lueg, Katharina Batschurin, Jana Kastner, Lesley Schwederski, Sophie Stainert, Daphne Schöps, Nina Großheider, Caro Abrahams und Trainer Dino Tönnies. Zum erweiterten Kader gehören darüber hinaus Gianna Köster, Chiara Droll und Anna Schaffer, die zunächst in der zweiten Mannschaft spielen. © Bernd Paulitschke

Zum anderen scheint die Mannschaft in personeller Hinsicht noch stärker aufgestellt zu sein als in der Aufstiegssaison. Zwar sind mit Spielmacherin Steffi Kathol, die nur noch in der „Zweiten“ spielen will, und Torhüterin Jenny Fuchs (hat aufgehört) zwei erfahrene Kräfte nicht mehr dabei, doch auf der anderen Seite gibt es auch ein paar viel versprechende Neuzugänge: Mit Karoline Kurthen hat eine verbandsligaerfahrene Linkshänderin aus Riemke den Weg zur HVE gefunden, vom Nachbarn HSG Schwerte/Westhofen ist Katharina Batschurin gekommen und Lisa Albrecht und Julia Angel rücken aus der eigenen A-Jugend auf. Hinzu kommt mit Lesley Schwederski eine neue Torhüterin, die schon im Pokalspiel am vergangenen Samstag (28:22 gegen den HTV Hemer) ihr Können zwischen den Pfosten demonstriert hat.

Zuwachs gibt es auch im Trainerteam, denn künftig wird Dino Tönnies von Jons Kneer als Co-Trainer unterstützt, während sich Matthias Krabs ums Torwarttraining kümmert. Auch in dieser Hinsicht sind die HVE-Frauen also gut aufgestellt. Und weil auch die Vorbereitungsphase mit einigen achtbaren Testspiel-Resultaten auch gegen gleich- und höherklassige Mannschaften positiv verlaufen ist, scheint die HVE Villigst-Ergste für die am Samstag beginnende Landesliga-Saison gerüstet zu sein.

Lesen Sie jetzt