Nach dem Oberliga-Aufstieg des VV Schwerte: „Immer noch Gänsehaut“

Volleyball

Der 9. April war der letzte Arbeitstag für Maik Wlodarsch als Trainer der Volleyball-Damen des VV Schwerte. Und es war sein schönster.

Schwerte

, 29.12.2017, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
In Meschede gelang dem VV Schwerte, hier mit (v.li.) Alina Westerhoff, Magdalena Stolz, Lynn Kosina, Janina Mester und Lea Hagemeister, der finale Coup – nun sind sie Oberliga- statt Verbandsligaspielerinnen.

In Meschede gelang dem VV Schwerte, hier mit (v.li.) Alina Westerhoff, Magdalena Stolz, Lynn Kosina, Janina Mester und Lea Hagemeister, der finale Coup – nun sind sie Oberliga- statt Verbandsligaspielerinnen. © Foto: Michael Dötsch

Denn am letzten Spieltag machten die Schwerterinnen in Meschede den lang ersehnten Aufstieg von der Verbands- in die Oberliga perfekt. RN-Mitarbeiter Leon Weiß blickt mit Kapitänin Magdalena Stolz und ihrer Vertreterin Lea Hagemeister auf den besonderen Moment zurück.

Was kommt euch heute noch in den Kopf, wenn ihr an den 9. April und das Spiel in Meschede zurückdenkt?

Stolz: Wir waren natürlich aufgeregt, aber eher positiv aufgeregt. Meschede hat uns damals geärgert im Spiel. Unser Sieg war aber nicht gefährdet. Den Matchball werde ich niemals vergessen. Ich weiß gar nicht mehr, wer zum Aufschlag ging. Wir waren alle im Tunnel. Total konzen- triert. Das Gefühl, als dann der letzte Punkt fiel, ist unbeschreiblich.

Hagemeister: Was mir als erstes in den Sinn kommt, sind der wahnsinnige Fanbus und die Mega-Stimmung. Wir hatten ja quasi das dritte Jahr in Folge das Ziel aufzusteigen und jetzt war es das erste Mal so zum Greifen nah. Der letzte Punkt hat dann auf jeden Fall erst alle Anspannung fallen lassen und ich kriege da jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an diesen Moment in Meschede denke.

Habt ihr noch Erinnerungen an die Aufstiegsfeier?

Stolz: Als der Bus in Schwerte wieder ankam, sind wir gemeinsam von dort aus in die Keule gegangen. Wir haben gegessen, angestoßen, gelacht, gefeiert und wollten gar nicht, dass der Abend aufhört.

Hagemeister: Schon die Rückfahrt gehörte für mich mit zur Aufstiegsfeier, die war legendär. Maik hat noch eine rührende Abschiedsrede gehalten.

Warum hat es 2016/17 nach langem Warten endlich mit dem Aufstieg geklappt?

Hagemeister: Ich glaube, dass wir einfach unsere Zeit brauchten, um uns in allen Bereichen noch zu verbessern, und 2016/17 haben wir dann wirklich als Team mit Maik und Michel (Anm. d. Red. Co-Trainer Michel Werts) in allen Bereichen funktioniert.

Stolz: Wir sind von Saison zu Saison als Team zusammengewachsen. Aber auch das facettenreiche Training hat zum Aufstieg beigetragen, Maik hat da wirklich gute Arbeit geleistet.

Wie ist euch die Umstellung auf eine neue Liga und einen neuen Trainer gelungen?

Stolz: Veränderungen können gut oder schlecht sein. In unserem Fall sage ich: Die Veränderung trägt Früchte, wir sind in der Oberliga angekommen. Und was viel wichtiger und entsprechend nachhaltiger ist, ist die Stimmung innerhalb des Teams. Es macht Spaß und wir verbringen so gerne viel Zeit miteinander.

Hagemeister: Wir sind bisher wirklich schnell zusammengewachsen und arbeiten fortlaufend daran. Für einige bedeuten die neuen Gesichter auch mehr Konkurrenz auf den jeweiligen Positionen, sodass sicherlich alle noch mehr angefixt sind, sich individuell zu verbessern.

Was ist das Volleyball-Ziel für 2018?

Stolz: Der Klassenerhalt. Darauf kann man dann in den nächsten Jahren aufbauen. Ich freue mich drauf!

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