Nerven wie Drahtseile: Ein Siebenmetertor lässt die HSG Schwerte/Westhofen in Olpe jubeln

Handball-Landesliga

Mit 28:23 hatten sie schon geführt, um dann mit 28:29 ins Hintertreffen zu geraten. Aber dann glich die HSG Schwerte/Westhofen in Olpe aus und traf dann nochmal - vier Sekunden vor Schluss.

Schwerte

, 27.10.2019, 13:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nerven wie Drahtseile: Ein Siebenmetertor lässt die HSG Schwerte/Westhofen in Olpe jubeln

Tim Gurol, hier im Heimspiel gegen Halingen, verwandelte in Olpe mit der letzten Aktion der Partie einen Siebenmeter zum 30:29-Sieg für die HSG Schwerte/Westhofen. © Bernd Paulitschke

Hut ab, HSG Schwerte/Westhofen! Dank der Nervenstärke von Tim Gurol, der vier Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter verwandelte, kehrten die Schwerter Landesliga-Handballer am Samstag mit einem 30:29-Sieg vom heimstarken und ambitionierten TV Olpe zurück.

Im oberen Tabellendrittel eingenistet

Es war der vierte Sieg in Folge für die Schwerter, die sich mit 8:2-Punkten erst einmal im oberen Tabellendrittel eingenistet haben.

„Natürlich war es am Ende ein glücklicher Sieg für uns. Aber ich denke schon, dass wir letztlich verdient gewonnen haben. Denn über weite Strecken hatten wir das Spiel im Griff“, meinte HSG-Trainer Mischa Quass.

Das spiegelte sich auch im Ergebnis wider, denn als Gurol siebeneinhalb Minuten vor Schluss zum 28:23 für die Gäste traf, schien der Sack schon zu. Doch es folgte ein wahres Zeitstrafenfestival. Nacheinander mussten Mrcela, Gurol, Paukstadt und Braß für jeweils zwei Minuten auf die Bank.

Teilweise in doppelter Unterzahl

So spielten die Sauerländer vier Minuten lang in Überzahl und hatte teilweise sogar zwei Spieler mehr auf dem Parkett. Sie witterten Morgenluft, zwangen die HSG mit einer offenen Deckung zu Ballverlusten und drehten die Partie mit einem 6:0-Lauf zu einer 29:28-Führung – die Schwerter schienen um den Lohn für ihre couragierte Listung gebracht.

Aber die HSG-Mannschaft bewies Comeback-Qualitäten. Ziemlich genau drei Minuten vor Schluss glich Dominik Thäsler in Unterzahl mit seinem einzigen Tor der Partie zum 29:29 aus, und obendrein gab’s eine Zeitstrafe für Olpe.

Gute Laune auf der weiten Rückreise

In Überzahl kamen die Schwerter zu einem Ballgewinn und hatten plötzlich wieder alle Trümpfe in der Hand. Und tatsächlich schafften sie es, Kreisläufer Christoph Kämper freizuspielen, der nur siebenmeterreif gebremst werden konnte. Tim Gurol, der Mitte der ersten Hälfte einen Siebenmeter samt Nachwurf versemmelt, ansonsten aber bis dahin vier Strafwürfe ohne Fehlversuch verwandelt hatte, schritt zur Tat und brachte den Ball vorbei an Olpes Torwart Rumpff zum 30:29-Siegtreffer – gute Laune auf der weiten HSG-Rückreise war garantiert.

TV Olpe - HSG Schwerte/Westhofen 29:30 (14:13)

Schwerte/Westhofen: Daniel Evangelou, Mike Krüner - Tim Gurol (7/5), Nico Paukstadt (3), Alexandr Denissov (5), Toni Mrcela (6), Lennart Schwies, Sönke Braß (4), Tim Schlütz, Dominik Thäsler (1), Niklas Linnemann (1), Christoph Kämper (3).

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