Nur noch bis Saisonende: Marcel dos Santos und Kamal Hafhaf machen Schluss beim SC Hennen

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Einen Nachfolger für das Trainergespann gibt es bei den „Zebras“ noch nicht. Klar ist dagegen, dass Hafhaf zur neuen Spielzeit als Sportlicher Leiter beim VfL Schwerte einsteigt.

Schwerte

, 04.02.2019, 16:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim Fußball-Bezirksligisten SC Hennen endet am Ende der Saison die Zeit des Trainergespanns Marcel dos Santos/Kamal Hafhaf. Während dos Santos für die Spielzeit 2019/20 noch kein neues Betätigungsfeld hat, steigt Hafhaf als Sportlicher Leiter beim VfL Schwerte ein.

Der Reihe nach: „In einem guten Gespräch haben sich Trainer und Vorstand darauf verständigt, die Zusammenarbeit im Sommer zu beenden“, heißt es in der Pressemitteilung der Vereinsführung, die am Montagmittag in unserem elektronischen Briefkasten landete.

Eine Trennung im Guten

Wie alle Beteiligten glaubhaft versichern, vollzieht sich die Trennung im Guten. „Trainer, Mannschaft und der Vorstand haben sich alle das Ziel gesetzt, eine vernünftige Rückrunde zu spielen, um dann freundschaftlich auseinanderzugehen“, sagt der Hennener Fußballvorstand Marco Vorländer. Marcel dos Santos stößt ins selbe Horn: „Wer meint, dass wir die Rückrunde jetzt abschenken, der kennt Kamal und mich nicht. Wir werden mit aller Macht versuchen, unter die ersten Fünf zu kommen.“

Einen Nachfolger kann Vorländer noch nicht präsentieren. „Wir führen zurzeit Gespräche, aber es ist noch nichts offiziell“, so Vorländer. Eine Lösung aus den eigenen Reihen strebt die Hennener Vereinsführung offenbar nicht an. Vorländer beschreibt das Anforderungsprofil: „Wir suchen einen Externen, der gut ausgebildet ist und der gut mit jungen Leuten umgehen kann.“

Dos Santos und Hafhaf stehen seit Oktober 2017 an der Seitenlinie der „Zebras“. Seinerzeit hatten sie die Nachfolge von Kevin Hines angetreten. Es folgte „die schwerste Zeit der Fußballabteilung des SC Hennen in den letzten Jahren“, wie Vorländer sagt. Damit meint er die Rückrunde 2017/18, die mit dem sang- und klanglosen Abstieg aus der Landesliga endete. Er sei den beiden Trainern dankbar, so Vorländer, „dass sie sich nie unterkriegen ließen und dass sie in dieser Zeit nie an Rücktritt gedacht haben“.

„Es ist alles sauber gelaufen“

Am Saisonende aber trennen sich die Wege. Nach einem ordentlichen Saisonstart habe sich ab Ende Oktober ein Abwärtstrend eingestellt, der laut Vorländer unter anderem auf eine schlechte Trainingsbeteiligung und zahlreiche verletzte und kranke Spieler zurückzuführen sei. Und ab Sommer hätten Trainer und Vereinsführung dann eben unterschiedliche Pläne, wie auch dos Santos bestätigt: „Der Verein verfolgt einen anderen Plan, mit dem wir uns nicht identifizieren können. Da ist es dann die logische Konsequenz, dass man sich trennt. Es ist alles sauber gelaufen“, sagt der Coach.

Die nächste Saison lasse er locker auf sich zukommen. „Wenn sich etwas ergibt, ist es okay. Wenn nicht, kümmere ich mich um meine Trainerausbildung“, so der B-Lizenzinhaber.

Das gute Netzwerk als Plus für Hafhaf

Einen anderen Weg geht sein bisheriger Co-Trainer Kamal Hafhaf, den es zu seinem Stammverein zieht. „Sein gutes Netzwerk zu Spielern aus dem heimischen Raum“, nennt Bernd Arnhold das große Plus, über das Hafhaf aus seiner Sicht verfügt. Der VfL-Wirtschaftsratsvorsitzende bestätigte Hafhafs Engagement am Montagnachmittag offiziell. „Ich denke, dass wir mit Kamal Hafhaf sowie Dominik Buchwald als Trainer und Yannis Schwarze als Co-Trainer ein dynamisches Team haben, mit dem es beim VfL in die richtige Richtung geht“, meint Arnhold.

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