Sommer kämpft um Bob-Anschieber-Platz

Starke Konkurrenz

Im Sommer hatte Bob-Anschieber Matthias Sommer noch ein klares Reiseziel für dieses Jahr: Lanzarote. Allerdings nicht zur Entspannung. Nein, die Reise ins Trainingslager würde nämlich gleichbedeutend für die Teilnahme an der ersten Weltcup-Hälfte sein. Sommer war auf der Kanarischen Insel.

SCHWERTE

, 18.10.2017, 15:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für Matthias Sommer, hier beim Athletiktraining in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle im Juli, kämpft um einen Platz im Bob des Weltmeisterpiloten Johannes Lochner.

Für Matthias Sommer, hier beim Athletiktraining in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle im Juli, kämpft um einen Platz im Bob des Weltmeisterpiloten Johannes Lochner.

Dafür hatte er am 2. September selbst gesorgt. Beim Anschubtest in Oberhof zeigte er eine „zufriedenstellende Leistung“ (Sommer), die ihn in die Top-4 des Anschieberpools brachte. Und der ist beim aktuellen Team-Weltmeister-Piloten Johannes Lochner mit sieben potenziellen Kandidaten gut gefüllt. Lochner und seine Anschieber verabschiedeten sich dann Mitte September nach Lanzarote. „Wir konnten als Team gut zusammen trainieren und hatten perfekte Bedingungen“, berichtet Sommer unter anderem von einer adäquaten Trainingsanlage und physiotherapeutischer Betreuung.

Seitdem kann sich der Schwerter auch aufs nächste Reiseziel freuen: Nordamerika. Da führt ihn der Weltcup mit seiner Mannschaft bald hin. Lake Placid, Park City (beide USA) und Whistler (Kanada). Für Matthias Sommer eine Premiere. Bis dahin pendelt er für optimale Trainingsgrundlagen weiter zwischen Dortmund und Winterberg.

Anschubtest vor Weihnachten

Sommer hat mit dem Anschubtest gezeigt, dass die Olympischen Spiele 2018 kein realitätsferner Traum sind – und dass das nicht gemeinsame Training mit seiner Mannschaft kein Nachteil sein muss. Trotzdem gibt er sich zurückhaltend: „Bei uns Männern ist noch alles offen. Was das Bisherige wert war, wird man erst über den Winter verteilt sehen“, meint Sommer und gibt zu, dass somit vorerst auch noch Anspannung überwiege.

Lochner ist als Pilot bei der deutschen Mannschaft in Südkorea gesetzt. Für seine sieben Anschieber geht es darum, einen der drei begehrten Plätze zu ergattern. So richtig wichtig wird dann der zweite Anschubtest kurz vor Weihnachten. Dann geht es für Matthias Sommer um das nächste große, das für Sportler wohl größte Reiseziel: Olympia in Pyeongchang.

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