Spendenaktion: Geisterspieltickets können den Sportvereinen helfen

Geisterspieltickets

Eine virtuelle Bratwurst, ein virtuelles Stadionticket und ein digitales Bier - Geisterspieltickets sind in Corona-Zeiten in Mode. Die Einrichtung eines Accounts ist extrem einfach.

Schwerte

, 20.04.2020, 11:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit der Aktion „Geisterspieltickets“ kann den finanziell gebeutelten Sportvereinen geholfen werden.

Mit der Aktion „Geisterspieltickets“ kann den finanziell gebeutelten Sportvereinen geholfen werden. © dpa

Unter geisterspieltickets.ruhrnachrichten.de können Vereine ab sofort Tickets für Spiele, die es wegen der Corona-Krise nicht gibt, verkaufen, um ausbleibende Einnahmen zu kompensieren. Wie funktioniert das und was ist dabei zu beachten? Nicht wirklich viel.

? Warum verkaufen die Vereine „Geisterspieltickets“?

Die Auswirkungen des Coronavirus könnten Sportvereinen ihre Existenz kosten. Ob Fußball oder andere Sportarten - alle trifft dasselbe Schicksal: Angesichts fehlender Zuschauereinnahmen und wegbrechender Sponsorenbeiträge droht Klubs und Organisationen der Ruin. Schließlich müssen laufende Kosten weiter gedeckt werden. Sich solidarisch zeigende Fans kaufen also Tickets für Begegnungen, die gar nicht stattfinden.

? Wie können auch kleine Vereine davon profitieren?

Nicht alle Vereine verfügen über die technische Expertise, um derartige Aktionen ins Leben zu rufen und in die Tat umzusetzen. Deshalb haben wir einen eigens für Geisterspieltickets programmierten Online-Shop eingerichtet. In nicht einmal fünf Minuten können Vereinsverantwortliche einen Account einrichten und loslegen.

? Was haben die Vereine davon?

Die Klubs können auf der Seite einen eigenen Shop erstellen, Preise für Tickets, Bier, Bratwurst und einen Kasten Bier festlegen und diese dann virtuell verkaufen.

? Welche Kosten kommen auf die Vereine zu?

Wir stellen unseren Shop ohne ein Risiko oder Fixkosten zur Verfügung. Außerdem verzichten wir auf die sonst üblichen Einrichtungs- oder Systemgebühren. Lediglich vom Umsatz des Shops behalten wir 20 Prozent für die PayPal-Gebühren und die Betriebskosten dieser Plattform ein.

Solle am Ende etwas von dem Geld übrig bleiben, spenden wir es an die #WeKickCorona-Aktion der Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich. Am Ende des Monats rechnen wir ab und die Vereine bekommen das restliche Geld, also 80 Prozent des Umsatzes, ausgezahlt.

Da es keine echte Gegenleistung für die virtuellen Tickets, Bratwürste etc gibt, fallen für Vereine auch keine weiteren Steuern an. Die Einnahme fällt - sofern der Verein gemeinnützig ist - in den ideellen Bereich.

? Wie kann ich mich anmelden?

Die Einrichtung erfolgt auf der Website geisterspieltickets.ruhrnachrichten.de und dauert nur wenige Minuten. Im Login-Bereich sieht der Verein eine Live-Statistik über die Verkäufe der virtuellen Waren. Im „Kassenbuch“ kann der Verein jede Transaktion nachverfolgen.

? Gilt das Angebot nur für Fußballklubs?

Nein, der Geisterspielticket-Shop ist sportartübergreifend offen für alle Vereine.

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