Sportliches Horror-Szenario, über das ein Vereinspräsident nicht nachdenken möchte

mlzFußball-Kreisliga A

Intensiv wie wohl kein anderer Schwerter Verein wünscht sich ein A-Ligist, dass bald wieder gespielt wird. Das hat auch sportliche Gründe - aber nicht ausschließlich.

Westhofen

, 06.11.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aktuell ist ungewiss, wann die Amateur-Fußball-Saison wieder beginnt, und ob sie überhaupt zu Ende gespielt werden kann. 50 Prozent aller Spiele müssen letztlich erreicht werden, um eine Liga mit Auf- und Absteigern werten zu dürfen.

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Jürgen Rump hat eine sportliches Horror-Szenario vor Augen. „Das wäre der Worst Case, über den ich gar nicht nachdenken mag“, sagt Rump. Was Jürgen Rump mit „Worst Case“ meint: Dass die Amateurfußballsaison 2020/21 vorzeitig abgebrochen muss und wegen einer zu geringen Anzahl absolvierter Spiele annulliert wird.

Dies wäre der Fall, wenn aus Corona-Gründen weniger als die Hälfte der Saisonspiele ausgetragen werden können - so hat es der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) vor ein paar Wochen festgelegt.

Jürgen Rump ist Präsident des VfB Westhofen

Rump ist seit etwa anderthalb Jahren der Präsident des VfB Westhofen. Und die die Westhofener sind ambitioniert in der Kreisliga A unterwegs - mit der Zielsetzung am Ende der Saison den Bezirksliga-Aufstieg feiern zu können.

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„Ich hoffe mal, dass sich bis zum 16. November, wenn die Entscheidungsträger aus der Politik ja neu beraten wollen, etwas an den Zahlen tut. Und dass sie dann merken, dass sie an einigen Stellen etwas getan haben, wo sie es besser gelassen hätten“, meint der VfB-Präsident. Die Sportplätze dicht zu machen oder auch die Gastronomie lahm zu legen, ist nach Rumps Ansicht kein gute Idee gewesen.

Vorsichtig optimistisch - wie Manfred Schnieders

So teilt Rump den vorsichtigen Optimismus, den zum Beispiel auch FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders zu einer möglichen Fortsetzung der Saison geäußert hat. Und dann stehen die Chancen auch gut, die sportlichen Ziele verwirklichen zu können, meint der Vereins-Chef.

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„Der Kader ist groß und hat genug Qualität, um erfolgreich zu sein.“ Und trotzdem stellt Rump sogar in Aussicht, dass sich der VfB in der Winterpause verstärken wird. „Wir wollen an dem einen oder anderen Rädchen noch drehen“, sagt Rump, ohne ins Detail gehen zu wollen.

VfB Westhofen ist halbwegs im grünen Bereich

Bei einem flüchtigen Blick auf die Tabelle der Dortmunder Kreisliga A1 scheint dies auch nötig, denn Westhofen ist zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung nur auf Rang fünf zu finden.

Jürgen Rump ist seit etwa anderthalb Jahren der Präsident des VfB Westhofen.

Jürgen Rump ist seit etwa anderthalb Jahren der Präsident des VfB Westhofen. © Bernd Paulitschke

Bei näherem Hinsehen aber wird deutlich, dass die Zwischenbilanz halbwegs im grünen Bereich ist. Denn der VfB hat erst fünf Spiele absolviert (vier Siege, ein Unentschieden) - im Gegensatz zum Beispiel zum Spitzenreiter VfL Hörde, der das Klassement mit der Maximalausbeute von 24 Punkten aus acht Spielen anführt.

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Rump hält den Tabellenführer zwar für eine starke Mannschaft, „aber nicht so stark, dass wir sie nicht schlagen könnte“, sagt Rump und macht dabei den Eindruck, als könne es ihm gar nicht schnell genug gehen, dass wieder um Punkte gespielt wird.

Planungssicherheit gegenüber den Sponsoren

Eine möglichst schnelle Rückkehr in den Trainings- und Spielbetrieb wünscht Jürgen Rump sich aber nicht nur aus sportlichen Gründen. „Wir brauchen Planungssicherheit, auch gegenüber unseren Sponsoren“, sagt er.

Auch dieser Aspekt sei ihm in seiner Funktion als Vereinspräsident wichtig. „Manche Leute denken vielleicht, da in Westhofen kicken sie nur ein bisschen rum. Aber in Wirklichkeit steckt natürlich wesentlich mehr dahinter“, so Rump.

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Ansonsten setzt Rump neben der sportlichen Qualität seiner Spieler auch auf deren hohe Identifikation mit dem Verein - ein Trumpf, der irgendwann auch wieder in den Meisterschaftsspielen stechen soll. Wenn es nach Jürgen Rump geht, so schnell wie möglich.

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