Startschuss einer Tennissaison, wie es sie noch nie gegeben hat

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Die Tennis-Sommersaison 2020 ist keine Saison wie jede andere. Als „Übergangssaison“ hat der Westfälische Tennisverband (WTV) die Spielzeit tituliert – Corona lässt grüßen.

Schwerte

, 12.06.2020, 19:15 Uhr / Lesedauer: 3 min

Dahinter verbirgt sich die Entscheidung, die die Verbandsführung Anfang Mai getroffen hatte. Danach konnten die Vereine frei entscheiden, ob sie ihre gemeldeten Mannschaften in den Spielbetrieb schicken oder ob sie darauf verzichten. Die Abstiegsregel setzte der Verband aus.

58 Prozent der Mannschaften wollen spielen

Die Auswertung der Rückmeldungen brachte das Ergebnis, dass 58 Prozent der 4560 auf WTV-Ebene gemeldeten Erwachsenen-Teams die Saison spielen wollen. Aus dem Schwerter Raum gehen an den Start: Vom TC Rot-Weiß Schwerte die erste und zweite Herrenmannschaft, die Herren 30 und 40 sowie nicht weniger als vier Damenmannschaften.

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Die TSG Westhofen schickt eine erste und zweite Herrenmannschaft ins Rennen, für die TG Westhofen werden die Herren 40, Herren 60 und im Doppel die Herren 70 aufschlagen.

Und die SG Eintracht Ergste stellt eine Herren 30-Mannschaft, deren Saison allerdings erst nach den den Sommerferien beginnt.

Der TC Hennen hat alle Mannschaften, die gemeldet waren, wegen der Corona-bedingten Beschränkungen zurückgezogen.

Herren 30 des TC Rot-Weiß sind entspannter als sonst

Für die anderen Klubs geht es dagegen ab diesem Wochenende um Punkte.

Als klassenhöchste und sportlich hochwertigste Mannschaft sind die Herren 30 des TC Rot-Weiß Schwerte am Start.

„Entspannter als sonst“ gehe man in die Saison, sagt Mannschaftsführer Hendrik Neebe, der mit seinen Teamkollegen immerhin schon zum dritten Mal in Folge um Westfalenliga-Punkte aufschlägt.

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Dass die Anspannung in diesem Jahr nicht ganz so groß ist, begründet Neebe einleuchtend: „Mit dem Aufstieg werden wir nichts zu tun haben – da sind andere Mannschaften stärker besetzt. Und absteigen können wir auch nicht“, sagt der Kapitän des Schwerter Teams.

Zum Auftakt hängen die Trauben hoch

Gleich zum Auftakt hängen die Trauben für die „30er“ des TC Rot-Weiß hoch. Gegen den Nachbarn TC Halden, der am Samstag ab 13 Uhr auf der Anlage in Schwerte-Ost, Am Hohlen Weg, erwartet wird, gab es im Vorjahr zwar einen 5:4-Sieg.

„Aber Halden hat sich enorm verstärkt, unter anderem mit einem Franzosen an Nummer eins“, weiß Neebe.

Einen Neuzugang im Vergleich zum vergangenen Sommer haben aber auch die Schwerter zu bieten: Kai Förster, über den guten Kontakt zu Oliver Manz und Sebastian Vollmers auf den TC Rot-Weiß aufmerksam geworden, ist vom sauerländischen TC Siedlinghausen gewechselt und steht im Ranking des Schwerter Teams an Position vier hinter Oliver Manz, Benjamin Thiel und Sebastian Vollmers.

Kaum Qualitätsunterschiede von fünf bis zehn

„An den Positionen fünf bis zehn haben wir dann kaum Qualitätsunterschiede“, meint Neebe, „hier soll jeder Spieler im Laufe der Saison zu seinen Einsätzen kommen.“

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Stefan Plümer, Dennis Krüsmann, Hendrik Neebe, Moritz Pinner, Andreas Ernst und – im Falle eines personellen Engpasses – Thomas Gralki (Neuzugang vom TC Gelsenkirchen-Ückendorf) bilden den Rest des Teams, für das nach dem Auftakt am Samstag gegen Halden noch vier weitere Partien beim Hörder TC (20. Juni) sowie nach den Sommerferien beim TSC Hansa Dortmund (22. August), gegen den TC Rot-Weiß Salzkotten (29. August) und beim SV Münster (5. September) auf dem Spielplan stehen.

Drei Rot-Weiß-Teams mit Aufstiegsambitionen

Ebenfalls Heimrecht haben die erste Herren- und die erste Damenmannschaft des TC Rot-Weiß zum Saisonauftakt. Gegen den TC Lendringsen wollen die Herren am Sonntag ab 9 Uhr genauso einen positiven Start in die Kreisligasaison hinlegen wie die Damen ab 14.30 Uhr in der Südwestfalenliga gegen den siegerländischen TC Gottfried von Cramm.

Beide Mannschaften sind nach Aussage von Cheftrainer Oliver Manz durchaus ambitioniert unterwegs. „Natürlich kann man immer mal einen schlechten Tag haben – und dann kann es auch schnell schwierig werden mit dem Aufstieg. Aber grundsätzlich gucken beide Mannschaften auf jeden Fall nach oben, genauso wie die zweite Damenmannschaft in der Bezirksliga“, sagt Manz.

Neuformierte Mannschaft der TSG Westhofen

Mit der Empfehlung, als einzige Herrenmannschaft im Schwerter Raum in einer überkreislichen Spielklasse aufzuschlagen, startet das neuformierte Team der TSG Westhofen in die Spielzeit der Bezirksklasse.

Emil Gmel, hier auf der Stadtmeisterschaft 2018, hat sich mit seinen neuen Teamkollegen der TSG Westhofen einiges vorgenommen.

Emil Gmel, hier auf der Stadtmeisterschaft 2018, hat sich mit seinen neuen Teamkollegen der TSG Westhofen einiges vorgenommen. © Bernd Paulitschke

Eine sportliche Zielsetzung seitens der Vereinsführung habe man bewusst nicht ausgegeben, sagt TSG-Vorsitzender Lutz Gmel. „Aber ich weiß, dass die Jungs sich etwas vorgenommen haben.“

Saisonstart gegen Warstein am Sonntagmorgen

Bis auf wenige Ausnahmen setzt sich die TSG-Mannschaft aus Spielern zusammen, die im vorigen Jahr noch nicht für die Westhofener am Ball waren. „Da ist im Winter viel über persönliche Kontakte gelaufen. Wir unterstützen die neuen Spieler beim Training – und die Spielklasse war sicherlich auch ein Grund, warum sie zu uns gekommen sind“, meint der Vereinsvorsitzende.

Erster Saisongegner ist der TC Warstein, der am Sonntag ab 10 Uhr auf der Westhofener Anlage Auf der Hofestatt erwartet wird.

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