Titelverteidiger Holzpfosten starten mit breiter Brust

Saisonstart der Futsalliga West

Wenn am kommenden Samstag die neue Futsal-Saison beginnt, gehen die Holzpfosten Schwerte als Titelverteidiger in der Regionalliga West an den Start. Im Vorjahr wurden sie erstmals Westdeutscher Meister. Den Titel verteidigen? Das wird schwer, denn die Futsalliga West dürfte so stark besetzt sein wie nie zuvor.

SCHWERTE

, 31.08.2016, 18:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Titelverteidiger Holzpfosten starten mit breiter Brust

Das Futsal-Team der Holzpfosten für die Saison 2016/17: Trainer Daniel Ramon Saballs, Phillip Oldenburg, Martin Baumdick, Justin Leyk, Nils Klems, Ruslan Seleznov, Lukas Beßlich, Adjany Ibeme, Torwarttrainer Daniel Weimar (hinten v.li.), Florian Kliegel, Alexander Bahr, David Graudejus, Dennis Pahl, Dean Bajram, Marc Nebgen, Tino Ruggio (vorne v.li.). Auf dem Foto fehlen: Stephan Kleine, Sandro Jurado Garcia, Basti Bolst, Cendrim Jashari, Patrick Kulinski und Daniel Otto.

Auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft wurden die Holzpfosten, nach zwei Endspielteilnahmen zuvor, im Viertelfinale der vergangenen Saison vom derzeit besten deutschen Team, den Hamburg Panthers, gestoppt. "Das Ziel ist wieder Platz eins oder zwei in der Liga zu erreichen, um sich erneut für die Endrunde der Deutschen Meisterschaft zu qualifizieren", gibt Daniel Ramon Saballs die Marschroute vor. Der Mülheimer mit spanischen Eltern führt die "Pfosten" als neuer Trainer in die Spielzeit.

Der ehemalige Teamchef Daniel Otto steht nur noch als dritter Torwart zur Verfügung. Und Nils Klems, der bisher den Großteil des Trainings geleitet hatte, kann sich ganz auf sein Spiel konzentrieren. Mit Daniel Weimar hat Ramon Saballs auch gleich einen Torwarttrainer mitgebracht.

Kein Zweifel, die Schwerter wollen wieder angreifen. Dafür wurde auch erneut am Kader gefeilt. Mit 20 Mann, davon drei Torhütern, gehen die Holzpfosten in die Saison. "Wir haben den Kader breiter aufgestellt. Es gibt immer Ausfälle", weiß der Trainer. Damit wird auch der Konkurrenzkampf erhöht. "Acht Spieler bilden den festen Stamm", verrät er. Die restlichen Akteure werden von Spiel zu Spiel benannt.

Auch Nebgen für Deutschland?

Zum Stamm gehören natürlich die drei Auswahlspieler. Neben Nils Klems und Sandro Jurado Garcia wurde nun auch Marc Nebgen zum Lehrgang für die ersten offiziellen Länderspiele Ende Oktober eingeladen. "Endlich gibt es auch eine Nationalmannschaft", freut sich Ramon Saballs über die Weiterentwicklung des Futsals in Deutschland.

Die Hamburg Panthers haben als Deutscher Meister zudem jüngst im UEFA-Futsal-Cup erneut die erste Runde überstanden. Aber könnten die Schwerter durch die Weiterentwicklung des Sports in Deutschland nicht auch künftig auf der Strecke bleiben? "Da muss man eben mitwachsen", bleibt der Holzpfosten-Coach entspannt.

Ist denn der Traum vom deutschen Meistertitel noch realistisch? So weit will Ramon Saballs noch nicht blicken. Erst steht die Liga an. Und die ist noch einen Tick stärker geworden, glaubt er. Münster habe sich verstärkt und auch Uerdingen hat internationale Verstärkung aus dem Iran und den Niederlanden geholt, berichtet er. Auch die Aufsteiger Düsseldorf und Alemannia Aachen werden das Feld beleben.

Als Hauptkonkurrenten um die ersten beiden Plätze sieht er aber Köln und Sennestadt. Sennestadt hatten die "Pfosten" doch gerade erst im ersten FLVW-Supercup mit 7:0 geschlagen. "Da hat alles gepasst", will der Trainer dieses Spiel gar nicht so hoch hängen. Man bleibt auf dem Teppich.

Eine erste Standortbestimmung wird die Partie am Samstag (16.30 Uhr, Alfred-Berg-Sporthalle, Im Bohlgarten) gegen den SC Bayer 05 Uerdingen sein. "Da wissen wir gleich, wo die Reise hingeht. Wir werden mit einer breiten Brust in das Spiel gehen und wollen gleich ein Ausrufezeichen setzen", so der Trainer des Titelverteidigers.

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