Trainer sieht keine sportliche Perspektive und verlässt Schwerter TS

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Für die Basketball-Saison 2020/21 gibt es bei den Korbjägern der Schwerter Turnerschaft offenbar noch einige Fragezeichen.

Schwerte

, 21.07.2020, 16:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der wegen Corona vorzeitig beendeten Saison 2019/20 waren die Basketballer der Schwerter Turnerschaft (STS) nicht weit vom Aufstieg in die Oberliga entfernt. Dass die Turnerschaft-Korbjäger in der kommenden Landesligasaison einen erneuten Anlauf zu nehmen, den Sprung in die höhere Spielklasse zu schaffen, scheint jedoch keine realistische Option zu sein – erst recht nicht, weil Trainer Manuel Boruch der STS nicht mehr zur Verfügung steht.

Keine Strukturen für höhere Ziele

Anfang dieser Woche kontaktierte Boruch den Geschäftsführer der STS-Basketballabteilung, Dietmar Bauer. Was er zu sagen hatte: „Für mich wird es bei der STS nicht weitergehen, weil die Perspektive fehlt. Letztlich muss man feststellen, dass die Strukturen im Verein nicht so sind, dass man höhere sportliche Ziele erreichen könnte“, sagt der 42-Jährige.

Für Landesliga „überqualifizierte“ Neuzugänge

Blicken wir auf die vergangenen Spielzeit zurück. Mit sieben Neuzugängen, die auch schon höherklassig aktiv waren, avancierte die STS zu einem Top-Team der Landesliga.

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Dass die neuen Spieler, allen voran der für Landesliga-Verhältnisse deutlich „überqualifizierte“ US-Boy Antoine Hosley, den Weg zur Schwerter TS gefunden hatten, war maßgeblich auf Boruchs Initiative zurückzuführen – die Tür zur Oberliga schien offen zu stehen.

Als Hosley sich dann im Januar einen Achillessehnenriss zuzog, platzten die Schwerter Aufstiegsträume. „Und mit dem Nichtaufstieg war eigentlich auch schon klar, dass es für mich keine Zukunft bei der STS geben wird“, blickt Boruch zurück.

Über Monate gereifte Entscheidung

Und doch tat sich der Trainer offenbar schwer damit, das Kapitel STS abzuschließen. „Ich bin seit 2008 in Schwerte, deshalb ist es für mich eine schwere Entscheidung. Aber sie ist über Monate gereift. Irgendwann muss man die Zeichen der Zeit erkennen und den Absprung schaffen“, sagt Boruch.

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Wohin es ihn in der neuen Saison verschlägt, sei noch offen, so Boruch. Es sei aber gut möglich, dass er gar nicht als Trainer aktiv sein wird und stattdessen mehr Zeit bei den Spielen seines Sohnes verbringen wird, der für die U10-Jugend des TVE Barop auf Korbjagd geht.

Dietmar Bauer: Projekt ist ihm „etwas entglitten“

Und was sagt der Abteilungsvorstand der STS zu Boruchs Weggang? „Etwas überrascht“ sei er schon von der Entscheidung des Trainers sagt Dietmar Bauer. Sein Eindruck: „Manuel Boruch hat da ein Projekt begonnen, das ihm am Ende vielleicht etwas entglitten ist.“

Ein Projekt mit auswärtigen Spielern, die durch Boruchs Kontakte nach Schwerte gekommen waren und die in der nächsten Saison nicht mehr für die STS auflaufen werden.

„Müssen uns erstmal sortieren“

A propos nächste Saison: Für die Spielzeit 2020/21 gibt es offenbar noch einige Fragezeichen. „Wir müssen uns generell erstmal sortieren und einige Gespräche führen, wie es personell überhaupt aussieht“, sagt Dietmar Bauer.

Gemeldet für die neue Saison, die im November beginnen soll, haben die Schwerter drei Herrenmannschaften – je ein Team in der Landesliga, Bezirksliga und Kreisliga.

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