Volleyballverein wollte spielen - dann schritt das Ordnungsamt ein

mlzCoronavirus

Ab Sonntag herrschte in Schwerte Fußball- und Handballverbot. Aktiv wurde das Ordnungsamt der Stadt Schwerte bei den Volleyballern.

Schwerte

, 12.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Corona hat zugeschlagen. Das Virus legt große Teile des Sportgeschehens im Kreis Unna – und damit auch in Schwerte – vorerst lahm. „In Kontaktsportarten sind sämtliche Veranstaltungen sowie der komplette Spiel- und Trainingsbetrieb untersagt“, heißt es unter Punkt 5 der Allgemeinverfügung, die der Kreis Unna am Samstagmittag offiziell als Folge der erhöhten Infektionszahlen veröffentlicht hat.

In Kraft getreten ist diese Verfügung, die bis inklusive 25. Oktober gilt, am Sonntag um 0 Uhr. Mit anderen Worten: Das Sportgeschehen des Samstags konnte noch ganz normal über die Bühne gehen, während am Sonntag der Ball ruhte – kein Fußball auf Schwerter Boden, kein Handball, aber auch kein Volleyball.

Kontaktsport oder nicht?

Dabei waren die Verantwortlichen des Volleyballvereins Schwerte (VVS) noch bis Samstag davon ausgegangen, die für Sonntag um 17 Uhr geplante Oberliga-Partie gegen den TV Werne austragen zu können, weil sie sich als Nicht-Kontaktsportart wähnten, die von den Corona-bedingten Einschränkungen nicht betroffen ist.

Aber dann kam am Samstagmittag eine Nachricht vom Ordnungsamt: Mit der Begründung, dass im Wettkampf der Mindestabstand von anderthalb Metern nicht eingehalten werden kann, wurde Volleyball nun doch zu einem Kontaktsport erklärt, auf den besagter Punkt 5 der Allgemeinverfügung des Kreises zutrifft.

Auch andere Sportarten betroffen

Damit wurde das VVS-Team ebenso ausgebremst wie die Oberliga-Handballerinnen der HSG Schwerte/Westhofen und ihre männlichen Landesliga-Kollegen, die normalerweise ebenfalls am Sonntag am Ball gewesen wären.

Jetzt lesen

Heftige Auswirkungen hatten die Kreis-Maßnahmen auf die Schwerter Fußballer, für die großteils Heimspiele auf dem Plan standen: Das Bezirksliga-Trio VfL Schwerte, ETuS/DJK Schwerte und Geisecker SV wurde ebenso in die Zuschauerrolle gezwungen wie die beiden A-Ligisten SG Eintracht Ergste und Holzpfosten Schwerte 05 im Kreis Iserlohn sowie der VfB Westhofen in der Dortmunder Kreisliga A.

Am Ball waren dagegen am Sonntag Landesligist SC Berchum/Garenfeld, Bezirksligist SC Hennen und A-Ligist TuS Holzen-Sommerberg. Dessen Sportplätze liegen auf Hagener, Iserlohner und Dortmunder Stadtgebiet – so drastische Maßnahmen wie der Kreis Unna haben diese Nachbarkommunen (noch) nicht ergriffen.

Lesen Sie jetzt