Von Hygienekonzepten und einem kommunalen Flickenteppich

mlzUmfrage zu Sportstätten

Für die Sportvereine ist die Öffnung der Hallen und Plätze von großer Bedeutung. Ein Ergebnis unserer Umfrage unter Städten und Gemeinden ist, dass längst nicht alle gleich agieren.

Schwerte

, 28.05.2020, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von einer Rückkehr zur Normalität ist in diesen Tagen häufig die Rede – für die Sportvereine ist in dieser Hinsicht von großer Bedeutung, dass die Sporthallen und -plätze wieder für den Trainingsbetrieb genutzt werden können.

Strenge Corona-bedingte Einschränkungen

Von der Stadt Schwerte kam am Mittwochnachmittag die Mitteilung, dass nach Pfingsten die Vereine wieder in die Hallen können – von ein paar Ausnahmen abgesehen und unter strengen Corona-bedingten Einschränkungen. In welchem Maße die Vereine davon Gebrauch machen werden, bleibt abzuwarten.

Bei den Sportplätzen gab es Unterschiede in unserer Stadt – letztlich eine Folge der damals doch überraschenden Ankündigung der NRW-Landesregierung, ab dem 11. Mai kontaktfreien Sport unter freiem Himmel wieder zu erlauben.

Einige Vereine legten sofort los, andere hielten mit dem Hinweis auf die umfangreichen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen die Füße noch still und öffneten ihre Sportplatzanlagen noch nicht.

Redaktionelle Umfrage unter fast 60 Kommunen

Doch wie sieht es in den Städten und Gemeinden der Umgebung konkret aus? Bei einer Umfrage der Redaktion unter Pressestellen von fast 60 Kommunen im Ruhrgebiet und Münsterland kam heraus, dass ein Flickenteppich von Normen und Maßnahmen in den Städten und Gemeinden herrscht.

Die Redaktion wollte wissen, ob und seit wann Sportplätze und Sporthallen bereits geöffnet haben oder ab wann eine Öffnung geplant ist. Außerdem haben wir danach gefragt, ob ein Hygienekonzept der Vereine eine Bedingung für die Öffnung der kommunalen Sportstätten ist.

Sportplätze nur in vier Kommunen noch dicht

Die Auswertung ergab: In mehr als drei Vierteln der befragten Kommunen haben die Sportplätze bereits vollumfänglich wieder geöffnet.

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Nur in vier Kommunen haben sie weiterhin geschlossen: Selm, Datteln, Stadtlohn und Legden. In fünf weiteren Städten haben nur ein Teil der Sportplätze oder die Plätze nur für einen Teil der Sportarten geöffnet. Vier Kommunen antworteten nicht.

Die Öffnungsdaten fallen schubweise aus: Etwa ein Viertel gab an, bereits mit dem 8. Mai geöffnet zu haben. Ein zweites Viertel öffnete mit dem 11. Mai, das dritte Viertel mit dem 18. Mai. 13 Städte und Gemeinden machten hierzu keine Angaben.

Einige Hallen sind nur für Schulen geöffnet

Bei den Sporthallen ist der Riegel noch häufiger vor der Tür: Nur etwas mehr als die Hälfte (Stand 26. Mai) der Kommunen hatte ihre Hallen auch für Vereinssport geöffnet. Einige haben sie nur für Schulen geöffnet. Viele Kommunen haben angekündigt, bis zum Monatsende die Hallen geschlossen zu halten und weitere Lockerungen abzuwarten.

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Zu hören ist auch immer wieder, dass Vereine trotz Erlaubnis auf das Training verzichten – die Sportstätten dürfen also öffnen, werden aber nicht genutzt. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass die überwiegende Mehrheit der Verwaltungen ein Hygienekonzept von den Sportvereinen fordern, ehe sie die Anlagen freigeben.

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