Warum Bennet Buchmüller vor den Wochenenden der Wahrheit steht

Bobsport

Bennet Buchmüller will für Deutschland beim Bob-Weltcup mitfahren. Dafür muss sich der Schwerter gegen die nationale Elite durchsetzen. Wie die Qualifikation dafür abläuft.

Schwerte

, 30.10.2019, 19:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Warum Bennet Buchmüller vor den Wochenenden der Wahrheit steht

Um jede hundertstel Sekunde wird im Eiskanal gekämpft: Für Bobfahrer Bennet Buchmüller geht es in die heiße Phase der Saison. © Privat

Es ist Herbst, es ist Ende Oktober – und damit ist die Zeit angebrochen, in der Vorbereitung auf die neue Bobsaison in ihre heiße Phase gegangen ist.

Das gilt auch für den Schwerter Bennet Buchmüller. Am Königsee und in Altenberg hat der 26-jährige Pilot mit seinen Teamkollegen die letzten Wochen verbracht, um sich möglichst gut auf die zwei „Wochenende der Wahrheit“ vorzubereiten. „Selektionsrennen“ heißt das Zauberwort für die nationale Elite der Sportart. Zur Erklärung: An zwei Wochenenden im November (9./10. November in Altenberg und 15./16. November am Königssee) entscheidet sich, wer die deutschen Farben im Weltcup vertreten darf. Aus dem Abschneiden in diesen vier Rennen (pro Wochenende je ein Zweier- und ein Viererbobrennen) ergibt sich nach einem ausgeklügelten Punktesystem ein Ranking, mit dem die entscheidende Frage beantwortet wird: Wer darf außer dem amtierenden Doppel-Weltmeister Francesco Friedrich, der gesetzt ist, für Deutschland beim Weltcup mitfahren?

Zwei weitere Tickets sind zu vergeben, eines davon würde Buchmüller nur allzu gerne ergattern. „Ich sehe mich in der Außenseiterrolle. Aber das Ziel ist nicht unerreichbar“, meint Buchmüller in dem Wissen, dass die Konkurrenz groß ist – Deutschland ist eben eine Bob-Nation. Namen wie Nico Walther (Olympia-Silbermedaillengewinner 2018 im Viererbob) und Johannes Lochner (Viererbob-Weltmeister 2017) klingen wie Musik in den Ohren des Bob-Kenners – da ist Buchmüller trotz des Gewinns der Junioren-Weltmeisterschaft im Viererbob 2017 ein vergleichsweise unbeschriebenes Blatt.

Aber weil er im Sommer nahezu verletzungsfrei durchtrainieren konnte, sieht er sich in der Lage, „vier gute Rennen“ hinzulegen – in der Hoffnung, dass dies dann dazu reicht, am letzten November-Wochenende im amerikanischen Park City in seinen Schlitten steigen zu dürfen. Denn dies wäre gleichbedeutend mit einem Startplatz für den Weltcup, der mit diesem Rennen in den USA beginnt. Sieben weitere Weltcups folgen dann noch – Bennet Buchmüller hat den großen Wunsch dabei zu sein.

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