Wer holt den Handball-Weltpokal? Dies meinen die heimischen Trainer und Spieler

mlzHandball-Weltmeisterschaft

Mit der Partie zwischen Deutschland und der koreanischen Auswahl in Berlin beginnt am Donnerstag die Weltmeisterschaft 2019 in Deutschland und Dänemark. Auch Handball-Schwerte fiebert mit.

Schwerte

, 09.01.2019, 19:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer wird Weltmeister und wie stehen die Chancen der deutschen Mannschaft? Wir haben uns in der heimischen Handballszene bei Trainern und Spielern umgehört.

Thorsten Stange (Trainer der HVE Villigst-Ergste): „Um vorauszusagen, wer Weltmeister wird, fehlt mir ein bisschen der komplette Überblick. Da bin ich eher auf die Deutschen fokussiert – und da behaupte ich mal: Weltmeister werden sie nicht. Bei den letzten beiden Testspielen fand ich sie noch nicht in WM-Form. Die Entscheidung, Tobias Reichmann zuhause zu lassen, wirft bei mir ein paar Fragezeichen auf.“

Mischa Quass (Trainer der HSG Schwerte/Westhofen): „Wie die Deutschen abschneiden werden, das ist eine schwere Frage. Die letzten Auftritte waren ganz ordentlich. Ich glaube, die Mannschaft hat mittlerweile besser zusammengefunden, nachdem es bei der EM ja ziemlich bitter war. Ich sehe Deutschland nicht in der Mega-Favoritenrolle, andere Nationen scheinen da stärker. Für die Hauptrunde sollte es reichen.“

Dirk Hille (Trainer der Verbandsliga-Frauen der HSG Schwerte/Westhofen): „Weltmeister? Da gibt es breites Feld. Ich sehe bestimmt zehn Kandidaten, die es schaffen können. Für die Deutschen spricht der Heimvorteil. Wenn sie Glück haben, können sie das Halbfinale schaffen. Für den Titel sehe ich für Frankreich, Kroatien oder Spanien die besten Chancen. Auch die Skandinavier muss man auf der Rechnung haben.“

Dirk Lohse (Schwerter Handballtrainer, zurzeit vereinslos): „Ich denke, dass die üblichen Verdächtigen wie Frankreich oder Dänemark die Favoriten sind. Bei Deutschland wird es darauf ankommen, ob der Teamgeist und die Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Trainer stimmen. Dann kann man in heimischer Umgebung weit kommen – dann ist das Halbfinale möglich. Ich glaube aber nicht an den ganz großen Wurf wie 2007.“

Dino Tönnies (Trainer der Bezirksliga-Frauen der HVE Villigst-Ergste): „Weltmeister zu werden, wird für die Deutschen schwierig – da muss man eher Frankreich, Dänemark oder Spanien auf der Rechnung haben. Aber mit der eigenen Kulisse im Rücken ist das Halbfinale drin – auch deshalb, weil wir wohl das stärkste Torwartgespann haben. Wenn wir einen guten Lauf kommen, ist einiges möglich.“

Hendrik Hollatz (Kapitän der HVE Villigst-Ergste): „Deutschland kommt mindestens ins Halbfinale – aber nicht, weil sie im Rückraum stark besetzt sind. Ich bin optimistisch, dass es über den Teamgeist geht, und auch der Heimvorteil wird eine Rolle spielen. Weltmeister? Die üblichen Verdächtigen: Dänemark, Spanien und wohl auch Frankreich. Die spielen zwar ohne Karabatic, haben aber extrem viele junge und gute Leute.“

Nico Paukstadt (Rückraumspieler der HSG Schwerte/Westhofen): „Von den Leistungen in den letzten beiden Vorbereitungsspielen war ich ein bisschen enttäuscht, auch wenn sie gegen Argentinien eine gute Abwehr gestellt haben. Die Hauptrunde werden sie erreichen, wenn es gut läuft noch ein bisschen mehr. Aber ich glaube nicht, dass sie Weltmeister werden. Frankreich, Dänemark oder Spanien sind stärker.“

Toni Mrcela (Rückraumspieler der HSG Schwerte/Westhofen): „Ich würde es Kroatien gönnen, dass sie weit kommen, glaube aber nicht recht daran. Sie gehören zu den Top 6, aber an die richtig Guten kommen sie nicht heran. Das Gleiche gilt für die Deutschen. Frankreich und Dänemark sind stärker besetzt. Wenn Deutschland und Kroatien aufeinandertreffen sollten? Ich habe beide Staatsbürgerschaften, aber dann bin doch für Kroatien.“

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