Zwei Trainer und ihr Wunsch nach dem Ende eines nervigen Running Gags

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Ein guter Saisonstart ist wichtig – wer sich vor einer neuen Spielzeit mit Fußballtrainern unterhält, bekommt diesen Satz häufig zu hören. Für Thomas Wotzlawski ist er mehr als eine Floskel.

Schwerte

, 09.08.2019, 19:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Trainer des Geisecker SV wünscht sich einen Auftakterfolg am Sonntag gegen den SSV Hagen besonders intensiv herbei. Denn es gilt, einen „Running Gag“ zu beenden.

Den Auftakt dreimal in den Sand gesetzt

„Ich kann es nicht mehr hören“, sagt der Coach der „Kleeblätter“ leicht genervt. In sein viertes Trainerjahr geht Wotzlawski am Buschkampweg, dreimal haben die Geisecker unter seiner Regie den Auftakt in den Sand gesetzt – ein Blick zurück, auch wenn der Trainer nichts davon hält:

12. August 2016: Es war ein Freitagabend. Ein Flutlichtspiel beim SSV Kalthof war die erste Partie mit Wotzlawski an der Seitenlinie. Unter dem Strich stand ein bitteres 0:5. „Die Geisecker hätten wohl noch Stunden spielen können, ohne ein Tor zu schießen“, haben wir damals geschrieben.

Die Hälfte der 14 Spieler, die vor drei Jahren in Kalthof für Geisecke zum Einsatz kamen, stehen auch heute noch im Kader der „Kleeblätter“: Tobias Thiele, Mathis Leuer, Dustin Schütte, Luis Pothmann, Lars Veith, Nico Gerl und Rückkehrer Florian Kliegel.

13. August 2017: Die 1:3- Heimniederlage gegen den Aufsteiger SV Deilinghofen-Sundwig war der zweite Teil der Geisecker Fehlstart-Trilogie. Als 18-jähriger Youngster war Keeper Tim Helmdach der beste Geisecker dieser Partie, nach der Wotzlawski von „einer kompletten Enttäuschung“ sprach.

12. August 2018: Die vorige Saison begann mit dem Derby auf dem Schützenhof – und einer Geisecker 0:4-Pleite beim VfL Schwerte. Mit diesem Ergebnis war Geisecke unter dem Strich noch gut bedient.

Beim ETuS/DJK Schwerte sieht es nicht besser aus

Übrigens: Die Drei-Jahres-Startbilanz des Rivalen aus dem Osten der Stadt, ETuS/DJK Schwerte, liest sich keinen Deut besser als Wotzlawskis Auftakt-Ergebnisse. 0:5 beim SC Berchum/Garenfeld vor drei Jahren, 1:4 bei Türkiyemspor Hagen 2017 und im Vorjahr 1:2 gegen den FSV Gevelsberg – wie Thomas Wotzlawski könnte auch ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss gut damit leben, zum Saisonstart endlich mal wieder nicht als Verlierer vom Feld zu gehen. Damit der „Running Gag“ beendet ist.

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