0:3-Niederlage gegen Königsborn – der PSV Bork steht am Abgrund

Fußball-Kreisliga A

Zehn Punkte Rückstand hat der PSV jetzt auf die Nichtabstiegsplätze. Und von hinten kommt jetzt Niederaden mit großen Schritten und macht dem PSV den möglichen Relegationsplatz streitig.

Bork

, 24.03.2019, 21:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schon gegen Frömern im Februar hatte der PSV Bork den Einheitskreis gebildet. Doch eine Einheit auf dem Platz ist der PSV derzeit nicht.

Schon gegen Frömern im Februar hatte der PSV Bork den Einheitskreis gebildet. Doch eine Einheit auf dem Platz ist der PSV derzeit nicht. © Patrick Fleckmann

Viel geredet wurde nach der klaren 0:3-Niederlage nicht in der Borker Kabine. „Alle waren geknickt, keiner hat einen Ton gesagt“, sagte PSV-Trainer Markus Kuhn. Nach der Niederlage von Königsborn am Sonntagnachmittag verdichten sich nun die Anzeichen, der Borks Fußballer in die B-Liga absteigen müssen.

Kreisliga A2 Unna/Hamm

Königsborner SV – PSV Bork

3:0 (0:0)

Kuhn verließ am Sonntag die Kabine, nachdem er alle abgeklatscht hatte. Eine Analyse, eine Ansprache gab es Sonntag nicht mehr. „Man muss die Jungs dann auch mal alleine lassen. Ich kenne es selbst von meiner Zeit als Spieler: Wenn man da dann noch Sprüche kriegt...“, sagte Kuhn. Erst unter der Woche muss er die achte Pleite in Serie in den Trainingseinheiten mit seiner Elf aufarbeiten.

Borks Trainer nahm die schon 16. Saisonniederlage im Telefon-Interview sportlich fair hin. Als 20 Minuten vor Schluss das 2:0 fiel, sei das verdient gewesen. Bork war die schlechtere Mannschaft an diesem Fußballnachmittag, an dem für den PSV schief lief, was nur schief gehen konnte. Der Rückstand auf Rang 13 beträgt jetzt zehn Punkte. Und dann zog auch noch Ligaschlusslicht TuS Niederaden nach Punkten gleich. Rutscht der PSV hinter den Konkurrenten, knickt sogar der letzte Strohhalm, an den Bork sich klammert, einer möglichen Relegation ab.

„Wir haben die entscheidenden Fehler gemacht“, sagte Kuhn zum Spiel. Ein Fehlpass führte nach der Pause zum Rückstand, ehe verletzungsbedingte Wechsel den PSV weiter schwächten. Als das 0:2 dann wieder nach einem Ballverlust fiel, machte der PSV auf. Trainersohn Marian Kuhn ging mit seinen zwei Metern Körperlänge vorne in den Strafraum, bekam sogar noch eine Gelegenheit. Doch alles in allem waren drei Tormöglichkeiten zu wenig.

Markus Kuhn bleibt trotz der festgefahrenen Lage optimistisch: „Solange es theoretisch noch möglich ist, glaube ich dran. Das hat man im Fußball schon oft genug erlebt.“ Borks primäres Ziel muss jetzt aber erstmal sein, Niederaden (15.) hinter sich zu lassen. Dass Rang 13 noch einholbar ist, scheint seit Sonntag nicht mehr wahrscheinlich.

PSV Bork: Stember - Böcker, Knappmann, Kuhn, Ojo, Schickentanz, Brüggemann, Osmani (38. Schubert, 70. Zander), David (55. Durczak), Grund, Fischmann

Tore: 1:0 Bremkes (51.), 2:0 Schiller (72.), 3:0 Bah (90.)

Rote Karte: (90./Königsborn)

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