André Zolda: „Ohne Fußball ist es komisch“

Rückkehr zum SuS Olfen

Wegen Verletzungspech hatte André Zolda seine Fußballschuhe schon an den Nagel hängen wollen. Jetzt macht er beim abstiegsbedrohten Fußball-Bezirksligisten SuS Olfen doch erstmal bis zum Sommer weiter. Zoldas Rückkehr macht Hoffnung.

OLFEN

, 20.01.2016, 15:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
André Zolda (l.) ist zurück im Mannschaftstraining des SuS Olfen. Der Mittelfeldspieler will wieder angreifen.

André Zolda (l.) ist zurück im Mannschaftstraining des SuS Olfen. Der Mittelfeldspieler will wieder angreifen.

Olfens Trainer Norbert Sander bezeichnet seinen Mittelfeldspieler André Zolda als "König der Balleroberung". Der schnelle, aggressive Mann in Olfens Zentrale stand am 11. Oktober gegen die TSG Dülmen (1:1) zum letzten Mal auf dem Fußballplatz. "Uns war nicht klar, wie sehr er uns fehlen wird", sagte Sander, "aber er hat uns an allen Ecken und Enden gefehlt."

Immer wieder hatte Zolda Probleme. Nach einem Mittelfußbruch vor zwei Jahren spielte der Olfener Aufstiegsheld mit einer Platte im Fuß. "Wenn ich von der Leiter steige, merke ich abends die Schmerzen", sagt der Maler und Lackierer. "Ich hatte überlegt, aufzuhören", erzählt der 23-Jährige, "die Arbeit ist mir sehr wichtig."

Ominöser Speichelstein

Die Pause nach dem 9. Spieltag hatte Zolda eigentlich wegen anderer Beschwerden eingelegt. Zolda hatte einen Speichelstein in der Speicheldrüse. "Dieser Stein war eigentlich nicht groß, nicht größer als ein Senfkorn", berichtet Zolda. Aber mit gesundheitlichen Folgen: "Der Hals war angeschwollen und ich konnte ihn nicht gut bewegen. Beim Essen war es am schlimmsten", sagt er.

Und die Beschwerden hätten sich durch eine Entzündung noch verschlimmern können. Woher der Speichelstein kam? Unklar. Am 11. Dezember entnahmen Ärzte ihm die lästige Ablagerung daher in einer anderthalbstündigen Operation im Prosper-Hospital in Recklinghausen. Geblieben ist eine gut sichtbare Narbe am Hals.

Inzwischen hat sich Zolda neue Fußballschuhe gekauft. "Norbert hat mich nicht beknien müssen. Der Fußball fehlt mir doch. Ohne Fußball ist es komisch. Wenn ich abends nach Hause komme und nichts mehr mache." Dennoch sei das Gespräch über die Fortsetzung seiner Karriere laut Sander zwei Stunden lang gewesen. Das Ergebnis: Zolda macht weiter - erstmal aber nur bis zum Saisonende. Dann will Zolda wieder in den Körper horchen und gucken, "was die Knochen machen." Ins Training ist er bereits eingestiegen. Den Muskelkater gab es als Begrüßungsgeschenk dazu.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt