Anpfiff wider Willen - FCN gegen Davaria am Mittwoch

Fußball-Kreispokal

Ein Spiel das zu diesem Zeitpunkt keiner will: Kurz vor dem Halbfinale im Fußball-Kreispokal am Mittwochabend gegen den Landesligisten Davaria Davensberg hat Andre Alter, Co-Trainer des FC Nordkirchen, immer noch kein Verständnis für diese Ansetzung.

NORDKIRCHEN

von Von Daniel Schlecht und Florian Groeger

, 04.10.2011, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nordkirchens Dennis Närdemann (r.), damals noch im Trikot des SV Herbern, weiß wie es ist den Pokal zu gewinnen. Nordkirchens Daniel Eroglu (l.) muss am Mittwoch allerdings passen.

Nordkirchens Dennis Närdemann (r.), damals noch im Trikot des SV Herbern, weiß wie es ist den Pokal zu gewinnen. Nordkirchens Daniel Eroglu (l.) muss am Mittwoch allerdings passen.

Für ihn ist es vor allem unverständlich, dass der Kreis stur bleibt, obwohl beide Vereine sich einig waren und das Spiel verlegen wollten. „Es ist ja auch so, dass bis zum Finale noch mehr als ein halbes Jahr Zeit ist. Ich bin da richtig stinkig drüber. Eigentlich hätten wir uns absprechen müssen und wären beide nicht angetreten“, schimpft der Nordkirchener Co-Trainer, stellt aber auch klar: „Wir können uns bis Mittwochabend um 19 Uhr noch über die Angelegenheit aufregen, dann zählt aber nur das Spiel.“ Dieses sieht Alter von der Papierform her als vorgezogenes Finale. „Wenn wir schon spielen müssen, dann wollen wir natürlich auch gewinnen“, stellt der Coach klar.

Er weiß allerdings noch nicht, was er für ein Team auf dem Platz haben wird, denn neben den sicheren Ausfällen von Sebastian Hänsel, Rene Moltrecht, Daniel Eroglu, Kai Wintjes und Nils Venneker stehen noch Fragezeichen hinter Tino „Mollo“ Grote und Max Frömbsdorff. Dafür werden wohl einige Akteure der Reserve im Kader stehen. Bei der Davaria fehlt nur Serdar Atalan sicher. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Michel Eising. Auch Davensberg-Trainer Ismail Atalan ist unzufrieden mit der Ansetzung des Spiels und begründet dies mit den schlechten Lichtverhältnissen am Nordkirchener Aschenplatz. „Der Untergrund ist für Nordkirchen ein leichter Vorteil, sie trainieren darauf und kennen die Verhältnisse. Wir haben seit über einem Jahr keine Asche mehr gesehen. Allerdings gleichen wir das durch unsere Qualität wieder aus.“ Einen weiteren Seitenhieb Richtung Verband kann sich Atalan nicht verkneifen. „Erst spielen wir gegen Herbern, jetzt gegen Nordkirchen. Solche Partien darf es eigentlich erst im Finale geben. Man sollte das System der Auslosung überdenken, denn so wird der Pokal uninteressant.“

Dass Atalan auf seinen ehemaligen Trainer Heiko Ueding trifft, gerät dadurch fast zur Nebensache. „Das ist ein komisches Gefühl. Früher haben wir zusammen über Trainingsmethoden gesprochen, jetzt sind wir Gegner. Trotzdem ist es für mich ein normales Spiel“, erklärte Atalan. Ein Spiel, das gegen den Willen beider Teams angepfiffen wird.

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