Auf welchem Platz überwintert der FC Nordkirchen?

Kirchderne spielt Sonntag

Das Thema Abstiegskampf ist für Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen noch lange nicht ad acta gelegt. Durch das 1:1 gegen Verfolger Kirchderne ist Nordkirchen nicht auf einen Abstiegsplatz gerutscht. Das kann aber noch passieren.

NORDKIRCHEN

, 12.12.2016, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schiedsrichter Osman Cenc (r.) zeigt Abseits an, Jonas Wilde (l.) und Raphael Lorenz verstehen das nicht. Sie wollten, dass Nordkirchens Treffer in dieser Situation zählt.

Schiedsrichter Osman Cenc (r.) zeigt Abseits an, Jonas Wilde (l.) und Raphael Lorenz verstehen das nicht. Sie wollten, dass Nordkirchens Treffer in dieser Situation zählt.

Denn Kirchderne spielt kommenden Sonntag (14.30 Uhr, Kunstrasenplatz, Sportanlage Dammwiese, Karl-Kiehm-Weg, Lünen) beim Konkurrenten VfB Lünen – das Kellerduell war abgebrochen worden, weil Eis das Fußballspielen zu einer gefährlichen Schlitterpartie machte. Holt Kirchderne einen Punkt, überwintert Nordkirchen doch im Keller. Das alles lässt Nordkirchens Trainer Peter Wongrowitz kalt. „Wir dürfen uns nicht in die Hose machen“, sagte er, „ob wir hinter oder vor Kirchderne stehen, macht kaum einen Unterschied.“ Tabellen-14. war Nordkirchen noch nie zu so einem späten Zeitpunkt. Es wäre der Tiefpunkt seit dem Aufstieg in die Bezirksliga.

"Viel über den Kampf"

Mut machen ihm die Rückkehrer: Dalibor Mikuljanac kehrt nach Bänderriss zurück. Wongrowitz plant auch mit Jonas Torlop, der noch keine Minute spielte. Und auch in der Tabelle ist alles noch eng beieinander. Kirchderne als 14. und den FC Roj auf Rang sechs trennen nur acht Punkte. „Klar ist es eine schwierige Situation, aber ich sehe keine Mannschaft, die alle in Grund und Boden spielt“, so Wongrowitz, der deshalb froh über den Punktgewinn ist. „Wir haben auswärts gespielt und einen Punkt mitgenommen“, sagte er am Sonntag, „wir müssen den Ernst der Lage erkennen. In dieser Liga geht viel über den Kampf.“

Einen Tag nach dem Spiel machte Wongrowitz den Schiedsrichter mitverantwortlich, dass es für Nordkirchen am Sonntag nicht zu einem Sieg gereicht hat. „Wir haben ein reguläres Tor erzielt, das nicht anerkannt wurde. Es wäre ein Signal gewesen“, meinte er, „Kirchderne war K. o. und wir haben Druck gemacht.“ Unter Kontrolle hatte Schiedsrichter Osman Cenc nicht immer alles.  Ein Beispiel: Jonas Wilde hatte er eine Gelbe Karte gezeigt – und die Rote hinterher, dabei war Wilde noch gar nicht vorbelastet. Das sah er dann auf dem Platz wohl auch ein, blieb einer Antwort auf Nachfrage nach dem Spiel schuldig.

Jetzt blickt Wongrowitz nach vorne: Nach der Winterpause spielt Nordkirchen gegen Kaiserau (11.), Husen-Kurl (16.), VfB Lünen (12.) und Union Lüdinghausen (10.) – alles Teams der unteren Tabellenhälfte. „Wir haben in der Hinrunde drei Punkte geholt. Diesmal wollen wir mehr holen“, sagte Wongrowitz – und das muss sein Team auch.

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