Aufstieg ist nicht die Bedingung beim PSV Bork

Fußball

Der PSV geht mit einem fünfköpfigen Trainstab in die neue Saison.

Bork

von Von Sebastian Reith

, 15.02.2018, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der fünfköpfige Trainerstab im Borker Damenbereich für die kommende Saison (v.l.): Dietmar De Sacco, Heinz Herking, Achim Zabel, Michael Bähre und Helmut Ertelt.

Der fünfköpfige Trainerstab im Borker Damenbereich für die kommende Saison (v.l.): Dietmar De Sacco, Heinz Herking, Achim Zabel, Michael Bähre und Helmut Ertelt. © Reith

Neues Trainergespann für Borks Fußballfrauen: Michael Bähre und Achim Zabel übernehmen im Sommer den Job von Markus Kuhn, der zu den Herren abwandert. Zudem wollen die Borker mit einem neuen Übergangskonzept die Mädchen halten, die aus dem B-Junioren-Bereich aufrücken.

Ihre Namen sollen Borks Sportlichem Leiter Jochen Glischinski künftig leichter über die Lippen gehen. Als Glischinski nämlich am Mittwochabend den Damen die neuen Trainer präsentierte, war ihm ein Name entfallen. „Wir haben ein neues Gespann gefunden. Michael Bähre und Achim….“ Glischinski kramte, ein paar Mädels mussten lachen. „…Zabel!“ Glischinski schüttelte wegen des Aussetzers selbst ungläubig den Kopf, böse nahm ihm das niemand. Denn die frische Nachricht war erst in der Vorwoche perfekt worden. Wenn sich beide erstmal etabliert haben und womöglich kommende Saison Borks höchstklassige Mannschaft trainieren, geht an ihren Namen kein Weg mehr vorbei.

Die Geschichte von Achim Zabel (52) und Michael Bähre (52) ist eine vorbildliche. In Waltrop, wo Rivalität zwischen dem VfB und Teutonia herrscht, waren beide ursprünglich Konkurrenten. Bähre traf als Trainer der U13 der Teutonen auf Zabel, der immer VfBler war. Beide schlossen sich nach einigen Jahren jedoch zusammen, die Chemie habe gestimmt. „Wir sehen uns als 50:50-Team. Wir haben die gleichen Gedanken“, sagt Bähre.

Kontakt durch Monno



Trainer und Co-Trainer, eine Hierarchie im Stab, gibt es nicht. Zuletzt trainierten beide die Landesliga-Frauen von Concordia Flaesheim zusammen. Beide kommen unabhängig davon, ob die Borkerinnen den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen oder nicht. „Ihr habt noch ein Ziel: dass ihr den Aufstieg schafft. Und wenn es nicht klappt, interessiert uns das nicht“, sagte Bähre bei seiner Präsentation. Türöffnerin war Borks Kapitänin Maren Monno. Sie spielte einst in Waltrop, kennt beide also gut und stellte den ersten Kontakt her, bevor der Vorstand die Gespräche übernahm. In Bork trainiert Michael Bähre auch erneut seine Tochter Jolina.

Für die derzeitigen B-Juniorinnen, die am Saisonende in den Damenbereich aufrücken, hat der PSV ebenfalls eine Lösung präsentiert: Die Mannschaft wird komplett zu den Damen hochgezogen und soll als U19-Projekt unter dem jetzigen Trainertrio laufen, um den Spielerinnen noch ein Jahr mehr Entwicklungs- und Ausbildungszeit zu gewähren. Die Mannschaft betreuen weiterhin Dietmar De Sacco, Heinz Herking und Helmut Ertelt. „Wir hatten es beim PSV noch nie, dass so ein Schwung hochkommt. Das ist ein goldener Jahrgang“, sagte De Sacco. 16 bis 18 Jahre alt sollen die Spielerinnen ausschließlich sein. Welche Auflagen der Kreis Unna-Hamm bei einem U19-Projekt macht, ist noch nicht klar.

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