Bork spielt nur Unentschieden – Die Ergebnisse

Fußball: Kreisliga

Der PSV Bork hat auf seinem Weg zur Meisterschaft einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen. Gegen den VfK Weddinghofen spielte der PSV 4:4-Unentschieden, konnte nur einen Punkt zu Hause behalten. Derweil spielten die GS Cappenberg und der SC Capelle in ihren Partien ebenfalls unentschieden, Selm unterlag Albachten mit 0:2.

SELM

, 28.03.2017, 13:24 Uhr / Lesedauer: 5 min
Joel Grodowski war der Mann des Spiels bei den Borkern gegen Weddinghofen. Er schoss alle vier Tore.

Joel Grodowski war der Mann des Spiels bei den Borkern gegen Weddinghofen. Er schoss alle vier Tore.

Kreisliga A2 Unna-Hamm PSV Bork - VfK Weddinghofen 4:4 (2:0)

Der Fußball-Kreisligist PSV Bork hat sich am Sonntagnachmittag ein 4:4-Unentschieden gegen den VfK Weddinghofen erkämpft. Trotz der gerissenen Siegesserie von 18 Spielen bleibt den Borkern ein 18-Punkte-Vorsprung, da der direkte Verfolger SG Massen sein Spiel verlor.

„Wir waren in den ersten zehn Minuten nicht richtig im Spiel“, erklärte Ingo Grodowski, Trainer beim PSV Bork. Nach 17 Minuten traf Joel Grodowski zum ersten Mal für den PSV, was wie ein Befreiungsschlag wirkte. Fortan war Bork deutlich spielbestimmender und hatte mehr Chancen. Joel Grodowski schoss den PSV in der 38. Minute nach Vorarbeit von Daniel Berger zur 2:0 Halbzeitführung. „Wenn man zur Halbzeit 2:0 führt, muss man die drei Punkte halten“, sagte der Borker Stürmer später.

Nach der Halbzeitpause spielte der VfK deutlich offensiver und kam in der 53. Minute durch Antonio Fontana zum 1:2-Anschlusstreffer. Die Antwort des PSV folgte mit dem dritten Treffer von Joel Grodowski in der 60. Minute. Direkt nach dem Wiederanstoß schoss Marcel Müller das zwischenzeitliche 3:2 nach einem Stellungsfehler der Borker Abwehr. „Es waren keine Absprachen vorhanden“, sagte Joel Grodowski.

VfK gleicht aus

20 Minuten vor dem Abpfiff glich der VfK durch einen Lupfer des eingewechselten Brendon Ngo zum 3:3 aus. Nils Rataj brachte den VfK in einer hektischen Schlussphase in der 78. Minute in Führung – bis Joel Grodowski seinen 46. Saisontreffer feierte. Zehn Minuten vor Spielende glich er nach einer starken Einzelleistung mit seinem vierten Tor des Tages zum 4:4-Endstand aus. „Ich erwarte von einigen Spielern mehr“, kritisierte Ingo Grodowski später. Mit dem Punkt war er aber am Ende zufrieden. 

TEAM UND TORE PSV: Haarseim - Buccini, Lammers, Köppeler, Kuhn (77. Durczak), Westrup (90.+4 Bressler), Berger, Audehm, P. Grodowski, Schuster, J.GrodowskiTore: 1:0 J. Grodowski (17.), 2:0 J.Grodowski (38.), 2:1 Fontana (53.), 3:1 J.Grodowski (60.), 3:2 Müller (61.), 3:3 J.Grodowski (78.), 3:4 Rataj (78.), 4:4 J.Grodowski (82.)

TuS Hemmerde - GS Cappenberg 3:3 (3:1)

Nach einem 0:3-Rückstand beim TuS Hemmerde hat GS Cappenberg in der Fußball-Kreisliga A2 Unna-Hamm durch eine Aufholjagd in der zweiten Halbzeit noch einen Punkt gerettet. 

28 Minuten braucht Hemmerde-Angreifer Senad Berisa für seinen Hattrick gegen Cappenberg. Durch zum Teil haarsträubende individuelle Fehler im Defensivverbund ermöglichte Cappenberg den Gastgebern die hohe Führung. Drei Tore besser war Hemmerde allerdings nicht. „Ich bin wirklich super zufrieden. Wir haben eine tolle Moral gezeigt und uns zurückgekämpft. Zuvor lief einfach alles gegen uns“, sagte GSC-Trainer Patrick Osmolski.

Tom Zentgraf leitete noch in der letzten Minute der ersten Halbzeit die Aufholjagd der Gäste mit seinem Anschlusstreffer zum 1:3 ein. Nach dem Wechsel stellte Cappenberg um auf drei Stürmer und warf somit alles nach vorne. Und belohnte sich mit der mutigen Strategie. Kapitän Tobias Schwartz, der einen bärenstarken Auftritt hinlegte, traf nach einer Stunde zum 2:3, ehe David Hügemann zwölf Minuten später mit dem 3:3 den Ausgleichstreffer besorgte. Verdienter Punkt. 

TEAM UND TORE GSC: Grenigloh - L. Hügemann, Eroglu, Jesella (46. D. Hügemann), Stasch (70. Pestinger), Drees, Wißmann (82. Osmolski), Böcker, Drews, Zentgraf, SchwartzTore: 1:0 Berisa (4.), 2:0 Berisa (26.), 3:0 Berisa (32.), 3:1 Zentgraf (45.), 3:2 Schwarz (60.), 3:3 D. Hügemann (72.)

Kreisliga A2 Münster SG Selm - SV Conc. Albachten 0:2 (0:0)

Schulze Weiling kämpfte am Sonntag wie kein Zweiter. Rannte jedem Ball hinterher, warf sich in die Gegner. Er war es dann auch, der Albachtens Weiße Weste, die mittlerweile seit 450 Minuten andauert, mit einem Treffer beschmutzen sollte – schaffte es aber nicht. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff bekam die SG einen Strafstoß zugesprochen. Der Torhüter der Gästemannschaft, Maximilian Jonitz, hatte zuvor Fabian Hillmeister gefoult.

Der Strafstoß spiegelte die 90 Minuten in einem einzigen Augenblick wider. Selm kämpfte, holte sich Chancen – und vergab sie vor dem Tor. Schulze Weiling lief selbstbewusst an, traf den Ball gut, setzte ihn aber flach links an den Pfosten. Für eine Stellungnahme war er nach dem Spiel nicht bereit. Zu Groß ist der Frust nach der Niederlage gegen Albachten.

Dünne Personaldecke

„Wir haben gerade am Anfang gut gespielt. Aber die Personaldecke war bei uns viel zu dünn. Ich musste ja hinterher sogar noch selber spielen“, sagte Selms Co-Trainer Michael Kinne. Er kam in der 84. Minute für Paul Ulrich.

Mark Bördeling selbst war nach der Partie zu einer Einschätzung des Spiels nicht in der Lage. „Mark ist zu sehr erkältet, seine Stimme hat ihn komplett verlassen“, erklärte Kinne, der daraufhin an Bördelings Stelle die Partie zusammenfasste: „Albachten hatte auf jeden Fall viel mehr Spielanteile. Wir haben uns in der ersten Halbzeit aber ein paar gute Chancen herausgearbeitet. Wenn wir dann mit einer Führung in die Halbzeit gegangen wären, hätte es bestimmt anders ausgesehen.“

In der zweiten Hälfte war aber weiterhin Albachten am Drücker. Bis zur 69. Minute hielt Selm dagegen, dann passierte es. Ecke für Albachten, Gewühl im Strafraum – der Kopfball von Albachtens Fabian Jülkenbeck landete oben rechts im kurzen Eck. Kurz danach schon das 0:2 durch Lukman Atalan, Selm war geschlagen. 

TEAM UND TORE SG: Witthoff - Kollakowski, Tarhan, David, Suer (28. Ulrich, 84. Kinne), Heinrich, Dresken, Kämper (72. Schwegler), Schulze Weiling, Kramzik, VoßschmidtTore: 0:1 Jülkenbeck (69.), 0:2 Atalan (71.)Bes. Vork.: Schulze Weiling verschießt Foulelfmeter (84.)

DJK Wacker Mecklenbeck - SC Capelle 1:1 (0:1)

Aufopferungsvoll und mit viel Kämpferherz agierten die Schwarz-Gelben aus Capelle beim haushohen Favoriten. Mecklenbeck, Herbstmeister und erst ein Mal auf eigenem Rasen geschlagen, kam besonders im ersten Durchgang überhaupt nicht in die Zweikämpfe und überließ den Gästen unerwartete Feldvorteile. „Zu Beginn haben wir sehr gut gestanden und so gut wie nichts zugelassen“, sagte Capelles Trainer Martin Ritz.

Folgerichtig erzielte der Gast die hochverdiente Führung. Oliver Eckey trieb den Ball im Mittelfeld nach vorne und schickte Alexander Sudholt mit einem Steilpass in den Sechzehner der Platzherren. Mecklenbeck war in dieser Situation zu weit aufgerückt und ließen Gästeangreifbar Sudholt sträflich frei, der sechs Minuten vor der Pause sicher zum 1:0 traf. Laut Martin Ritz stand Alexander Sudholt beim Pass von Eckey aber sichtlich im Abseits.

Nach der Pause erhöhte Mecklenbeck das Tempo und machte deutlich mehr Dampf im Spiel nach vorne. Capelle geriet weit in die eigene Hälfte und musste durch Mittelfeldmann Sebastian Hess nach 64 Minuten den 1:1-Ausgleich hinnehmen. Verdient.

Kraft fehlte

„Uns fehlte im weiteren Spielverlauf etwas die Kraft. Mit dem Punkt können wir dennoch gut leben, auch wenn wir die Chancen hatten, das Spiel noch zu gewinnen“, so Ritz weiter. Besonders die vergebenen Konterchancen, bei denen der letzte Pass nicht mehr ankam, hatten Capelle die Chance geboten, mit mehr als einem Punkt zurück zu fahren. Erfreulich war allerdings aufseiten des SCC die Rückkehr von Leon Ruhmöller. Der Abwehrmann stand beinahe ein Jahr nicht mehr auf dem Platz.

TEAM UND TORE SCC: Reckmann - Zimmermann, Cillien, Nölken (76. Kleine Bley), Lachmann, Ruhmöller (69. Möer), Artinger, Eckey, Walter, Küper (82. Kroner), SudholtTore: 0:1 Sudholt (39.), 1:1 Hess (64.)

Kreisliga A2 Recklinghausen Westfalia Vinnum - FC Leusberg 3:4 (3:0)

Frank Bidar war nach dem Spiel „am Boden zerstört“, wie der Trainer des Fußball-Kreisligisten nach der 3:4-Niederlage gegen den FC Leusberg sagte. Vinnum hat eine 3:0-Führung aus der Hand gegeben. „Das muss ich erstmal verarbeiten“, sagte Bidar. 

Weder als Spieler noch als Trainer sei Bidar so etwas schon einmal passiert. „Ich bin deprimiert“, sagte er am Telefon. Pierre Sengün traf zum 3:4 in der Nachspielzeit nach einem Eckball per Kopf. „Der erwischt ihn mit dem Hinterkopf. Das geht eigentlich gar nicht“, sagte Bidar. Doch. Es ging. Der Ball war im Netz – und die Westfalia geschlagen. Erst vier Minuten vor dem regulären Ende erzielte Mehmet Özkaya das 3:3. „Leusberg ist gerannt wie die Hasen, als ging es um ihr Leben“, sagte Bidar, der von einer verdienten Pleite für seine Elf sprach.

Dabei hatte seine Mannschaft in der ersten Halbzeit alles im Griff. Yusuf Demir (21.) und Lars Kuck mit einem Doppelpack (29., 42.) brachten Vinnum in Front. „Wir haben Leusberg keinen Meter gelassen“, sagte Bidar. Doch von der guten Leistung der Gastgeber sprach keiner mehr. Fatih Cengiz verpasste nach dem Seitenwechsel die Entscheidung. „Er hatte zwei Tausendprozentige“, sagte Bidar.

Tore sollten aber nur noch die Gäste schießen. Ein Doppelschlag brachte den abstiegsbedrohten Tabellen-13. wieder mit 2:3 ran. „Wir haben uns dann auf ein Kampfspiel eingelassen, was wir nicht können, weil wir Fußball spielen wollen“, so Bidar. Seine Mannschaft ist nur noch Achter.

TEAM UND TORE Vinnum: Roser - Matuszak, Rosengart, Wendel, Forsmann, Demir, Kuck, Lebsack, Olfens, Stanek, CengizTore: 1:0 Demir (21.), 2:0 Kuck (29.), 3:0 Kuck (42.), 3:1 Ragert (51.), 3:2 El-Batel (53.), 3:3 Özkaya (86.), 3:4 Sengün (90.+3)

 

 

Kreisliga B3 Münster SV Südkirchen - TuS Ascheberg II 2:2 (0:0)

Robert Pentrup hat dem Fußball-B-Ligisten SV Südkirchen ein spätes Remis gegen den Tabellen-13. TuS Ascheberg II gesichert. Pentrup traf in der dritten Minute der Nachspielzeit per Kopf nach einem Freistoß. „Unter dem Strich geht das Unentschieden in Ordnung, auch wenn der Ausgleich sicherlich glücklich war“, sagte Spielertrainer Jens Kalender. Seine Mannschaft habe von der Leistung her nicht an die der vergangenen Woche anknüpfen können, sagte er weiter. „Wir waren zu lethargisch und haben nicht gut verteidigt“, so Kalender.

Die Folge waren zwei Rückstände, zwischen denen Nils Dornhege den Ausgleich erzielt hatte. In der Nachspielzeit war auch Pentrup erfolgreich. 

TEAM UD TORE SVS: Schamann - Pentrup (64. Steffen), N. Dornhege, Bauhaus, M. Dornhege, Muck, Schmidt (58. Göttker), Klomp, R. Schulz, M. Schulz (42. Lütke-Börding), WindmeierTore: 0:1 Wandzioch (64.), 1:1 N. Dornhege (66.), 1:2 Böcker (78.), 2:2 Pentrup (90.+3)

 

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