Bülent Kara übernimmt beim SV Hullern - Verein plant Neuausrichtung

mlzFußball: Kreisliga B

Ernst Raschowski ist nicht mehr Trainer des SV Hullern. Auch Saiffo El Batal wird den Verein wohl verlassen. Bülent Kara übernimmt ab Januar. Zudem plant der Verein eine Neuausrichtung.

Hullern

, 30.12.2018, 16:40 Uhr / Lesedauer: 3 min

Wenige Tage vor dem Jahreswechsel präsentiert der SV Hullern einen neuen Trainer: Bülent Kara (42), zuletzt Trainer bei Union Lüdinghausen in der Bezirksliga, übernimmt die Mannschaft in der Kreisliga B. Ernst Raschowski und der Verein gehen nach einem halben Jahr getrennte Wege. Co-Trainer Saiffo El Batal wird den Verein wohl auch verlassen.

Personelle Schwierigkeiten

„Wir haben mit Ernst und Saiffo alles besprochen“, sagt Chris Meyer, Vorstandsmitglied des SV Hullern. Nach der personell schwierigen Hinrunde und dem negativen Höhepunkt im Spiel gegen den SV Schermbeck II, das wegen Personalmangels beim Stand von 0:7 abgebrochen werden musste, plant der Verein eine Neuausrichtung. Das Team soll jünger werden. Zudem will der Verein wieder mehr auf Spieler aus Hullern setzen.

„Es musste etwas passieren“, erklärt Meyer. Mit Raschowski habe sich der Verein einvernehmlich getrennt. „Er ist beruflich häufig eingespannt“, sagt Meyer, der sich bei Raschowski für seinen Einsatz bedankte. „Er hat in einer schwierigen Phase übernommen“, sagt Meyer. Trotz der zwischenzeitlich schwachen Trainingsbeteiligung der Spieler „war er immer zuverlässig und mit vollem Einsatz dabei“.

Im Sommer übernahm Ernst Raschowski kurzfristig in Hullern.

Im Sommer übernahm Ernst Raschowski kurzfristig in Hullern. © Jürgen Patzke

„Das ist alles sauber gelaufen“, sagt Raschowski. Bereits zwei Monate nach seinem Antritt in Hullern habe er den Verein informiert, dass er maximal ein Jahr bleiben wolle. „Hätte der Verein jetzt keinen Trainer gefunden, wäre ich bis zum Sommer geblieben“, sagt er. Vor der Saison habe er kurzfristig zugesagt, „damit die Mannschaft nicht auseinanderbricht“. Den neuen Weg, den der Verein einschlagen will, befürwortet er. „Den Vorschlag haben sie von mir übernommen“, sagt Raschowski. „Jetzt ist der beste Moment für einen Neuanfang. Ich wünsche Hullern viel Erfolg.“

Viel Herzblut investiert

Auch bei El Batal bedankte sich Meyer für den Einsatz. „Er hatte an unseren Erfolgen, wie auch an dem Aufstieg, einen großen Anteil gehabt“, sagt Meyer. Der Co-Trainer habe ein neues Angebot, „das ist allerdings noch nicht zu 100 Prozent fix“, sagt El Batal. Die Entscheidung sei ihm schwer gefallen. „Ich habe in Hullern sehr viel Herzblut investiert“, sagt er. Mit den Trainern Thomas Schaffrinna, der ihm in Hullern den Weg ebnete, Werner Tiedemann und Ernst Raschowski habe er immer gut zusammengearbeitet. „Alle drei haben hier gute Arbeit geleistet“, sagt er.

Raschowski habe zu wenig Handlungsmöglichkeiten gehabt. „Der Kader war zu klein“, sagt El Batal. Er persönlich habe in Hullern keine Perspektive mehr gesehen. Das 0:7 gegen den SVS II und auch das 2:8 gegen Lembeck als direkten Konkurrenten „haben mir ein bisschen die Augen geöffnet“. Die Personalprobleme hätten sich wie ein roter Faden durch die Saison gezogen. Langfristig ist ihm aber klar: „Ich will als Trainer arbeiten.“

Am 4. Januar lernt der neue Trainer Bülent Kara zum ersten Mal die Mannschaft kennen. „Und ich freue mich drauf“, sagt er. Auch wenn er weiß: „Das wird eine Herkulesaufgabe.“

„Hullern ist eine interessante Geschichte“

Ende September gab Kara seinen Abschied bei Union Lüdinghausen (Bezirksliga) bekannt. „Ich hatte viel Stress, weil ich ein mein neues Haus gezogen bin“, sagt er. Da habe es zeitlich einfach nicht mehr gepasst. Als er in der Zeit danach Anrufe von Vereinen erhielt, habe er immer abgelehnt.

Auch Saiffo El Batal (r.) wird den SV Hullern verlassen.

Auch Saiffo El Batal (r.) wird den SV Hullern verlassen. © Manfred Rimkus

Dann meldete sich in der vergangenen Woche Frank Lendermann vom SVH bei ihm, der ihm die Situation in Hullern erklärte. „Wir kennen uns sehr gut“, sagt Kara. Lange habe er danach nicht überlegt. „Hullern ist eine interessante Geschichte“, erklärt der Trainer. Auch wenn ihm klar ist, dass es nicht einfach wird. Aber: „Ich stehe gerne auf dem Platz und habe Lust auf Fußball“, sagt der Inhaber der B-Lizenz.

Einige Spieler wolle er aus Lüdinghausen mitnehmen. Mit 14 bis 16 Spielern aus Hullern plant der Trainer. „Sportlich setzen wir uns vorerst keine Ziele“, sagt Kara. Für ihn ginge es darum, erst mal eine Mannschaft zusammenzustellen. Am 8. Januar startet dann die Vorbereitung auf die Rückrunde.

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