BV Selm will den ersten Heim-Dreier holen

Kreisliga A

KREISGEBIET Endlich vor eigenem Publikum gewinnen will der BV Selm. Auch SuS Olfen und der PSV Bork sind dringend auf drei Punkte angewiesen. Das Wochenende in der Kreisliga A im Überblick.

09.10.2009, 15:22 Uhr / Lesedauer: 4 min

Personell sieht es bei der Herberner Reserve so aus, dass ausgerechnet gegen Alstedde mit Rocco Wenzel der Denker und Lenker in der Hintermannschaft ausfällt.

Vom Papier her scheint es für die Olfener eine leichte Aufgabe zu werden, aber das sieht SuS-Coach Wolfgang Rödiger anders. „Fortuna hat zuletzt durch gute Ergebnisse überzeugt. Sie verfügen über eine geschlossene Mannschaft“, so Rödiger. Als Ziel gibt er trotzdem drei Punkte vor. „Wir wollen für unseren verletzten Torjäger gewinnen“, erklärt der Trainer.

Dieser Stürmer ist „Pepe“ Klinger, der mit einem Kreuzbandriss die ganze Saison ausfallen wird. Auch der gesperrte Florian Fischer fehlt bis zum 18. Oktober. Für ihn wird entweder Feldspieler Lars Kütemann oder Dirk Götz im Tor stehen. Außerdem fehlen Andre und Fabian Pohlmann, Carsten Prott, Christian Koslowski, Marvin Böttcher, Raphael Kornblum, Andreas Brüse und eventuell Sami Bennis.

: Enttäuscht sind die Selmer über das Ergebnis bei der 0:4-Niederlage gegen Ascheberg in der Vorwoche. Jetzt gegen den Werner SC sollen möglichst drei Punkte her. „Es wird schwer, denn vom Potential her müsste Werne viel weiter oben stehen. Vielleicht sind sie derzeit etwas verunsichert, das wollen wir ausnutzen. Sicherlich wird bei denen der Knoten bald platzen, ich hoffe aber nicht, dass das gegen uns passiert“, erklärt GW-Trainer Egbert Hillmeister. Auf den, von Hillmeister angesprochenen berühmten Knoten der endlich platzen soll, hofft natürlich WSC-Trainer Andreas Zinke: „Die Hoffnung stirbt zuletzt. Es wird aber ein sehr enges Ding gegen Selm“, so Zinke,

Personell sieht es bei den Selmern ganz gut aus. Mit Ali Kassem, der bis zum 18. Oktober gesperrt ist, Mario Pongrac und Michel Kemmann fehlen lediglich drei Spieler. Der WSC muss auf Mathias Anders, David Stammer, Eduard Fuchs, Dennis Fuhrmann und Marcel Kretschmann verzichten. Janis Leenders kehrt in den WSC-Kader zurück.

Nach dem zweiten Saisonsieg in der Vorwoche gegen die Eintracht aus Werne will der BV Selm im Heimspiel gegen Wethmar auch endlich vor eigenem Publikum gewinnen. „Schon gegen Alstedde, Ascheberg und Bork haben wir zu Hause gute Leistungen gezeigt, zum Sieg hat es aber nie gereicht. Jetzt soll endlich der erste Heim-Dreier folgen“, fordert Selms Trainer Jens Kalpein.

Weiter angespannt ist die personelle Situation bei den Selmern. Zu den üblichen Verdächtigen gesellen sich noch Sabri Kaya und Dennis Bawej. Sebastian Richter muss noch ein Spiel wegen einer Sperre aussetzen.

Mit der spielerischen Leistung beim 0:0 in Stockum war PSV-Trainer Frank Bidar nicht zufrieden, daher wird es für das morgige Spiel gegen die Reserve von Union Lüdinghausen auch einige personelle Veränderungen geben, damit das Ziel, die drei Punkte zu Hause zu behalten, nicht in Gefahr gerät. „Trotzdem müssen wir den Gegner mit Vorsicht genießen, nur mit der richtigen Einstellung können wir gewinnen“, warnt Bidar.

Raphael Breetzke ist zwar wieder im Training, ein Einsatz kommt für ihn aber zwei Wochen zu früh. Zudem fehlen Patrick Ratzke und Sebastian Böcker.

Der SC Capelle hat durch das Unentschieden gegen BW Alstedde zuletzt für Aufruhr gesorgt. Nun soll gegen die Eintracht aus Werne, die die letzten vier Spiele verloren hat, das nächste Erfolgserlebnis folgen. „Werne ist ein Gegner aus Augenhöhe. Wir wollen die drei Punkte bei uns behalten, denn nur dann hat das Ergebnis gegen Alstedde einen Wert“, erklärt SCC-Coach Andreas Koletzki. Schonungslos beschreibt Eintrachts Spielertrainer Heiko Schelle vor der Partie in Capelle die Situation: „Das Wasser steht uns bis zum Hals“, findet Schelle deutliche Worte. Wir müssen den Schalter umlegen, sonst sieht es langsam böse aus für uns.“

Hendrik Jäckle, Julian Mertens, Markus Freise und Thomas Brinkert müssen passen. Auch Spielertrainer Andreas Koletzki wird nur an der Seitenlinie stehen können. Die Eintracht wird in den nächsten Wochen ohne Tim Woclawek auskommen müssen, der beruflich verhindert ist. Capelle tritt ohne Jäckle, Mertens, Freise und Brinkert an. Auch Spielertrainer Koletzki steht nur an der Seitenlinie.

„Es macht Spaß“, so SV Stockums Coach Kurt Gumprich. Grund der ausgelassenen Stimmung: Seit sieben Spielen ist die Truppe ungeschlagen. Die Serie soll jetzt auch gegen BW Ottmarsbocholt (15 Uhr) nicht reißen. Aber: BWO ist für Gumprich die große Unbekannte der Liga. „Ich kenne die überhaupt nicht und war auch noch nie dort. Ich weiß aber, dass die recht deutlich aufgestiegen sind. Wir müssen also aufpassen“, sagt Gumprich. Schlüssel zum derzeitigen Erfolg ist die Abwehr. In den vergangenen sieben Partien kassierte die Hintermannschaft nur drei Gegentreffer. „Auch unser Keeper Stefan Benölken ist sehr gut drauf“, lobt der Trainer seinen „Schnapper“.

Das jetzt vor dem Spiel in Ottmarsbocholt ausgerechnet Abwehr-Chef Christian Pälmke fraglich ist, schmeckt Gumprich gar nicht. „Ich hoffe sehr auf ihn“, so Gumprich. Zudem ist der Einsatz von Fabrizio Pate und Daniel Bartel noch nicht sicher. Christoph Barthel ist wieder dabei.

Der TuS Ascheberg kann mit einem Sieg im vorgezogenen Meisterschaftsspiel gegen den VfL Senden vorübergehend die Tabellenspitze erklimmen – zumindest bis Sonntag Nachmittag. „Da denken wir nicht dran“, hält TuS-Coach Reinhard Töller den Ball flach. Vom derzeitigen Tabellenstand (2.) lasse er sich nicht blenden: „So eine Übermannschaft sind wir auch nicht.“ Ascheberg ist neben Tabellenführer Alstedde der einzige Verein, der bislang noch nicht verloren hat.

Hendrik Füchtling und Guido Hermansky können voraussichtlich nicht auflaufen. Kapitän Dominik Hattrup fällt aus.

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