Capelle siegt mit letztem Aufgebot – Die Ergebnisse

Fußball: Kreisliga A

Der SC Capelle hat am Ostermontag drei wichtige Punkte im Abstiegskampf gesammelt. Die Gastgeber, die ohne ihre Trainer Martin Ritz an der Seitenlinie auskommen mussten, besiegten den SV Rinkerode mit 1:0 (0:0). Der PSV Bork verlor derweil nach dem gewonnenen Meisterschaftstitel bei der SG Massen, GS Cappenberg spielte Remis.

SELM

, 14.04.2017, 17:12 Uhr / Lesedauer: 4 min
Die Mannschaft des SC Capelle versammelte sich nach dem Treffer zum 1:0 gegen den SV Rinkerode in der 80. Minute jubelnd um Alexander Sudholt. Sven Kroner (3. v. r.) bereitete das Tor vor.

Die Mannschaft des SC Capelle versammelte sich nach dem Treffer zum 1:0 gegen den SV Rinkerode in der 80. Minute jubelnd um Alexander Sudholt. Sven Kroner (3. v. r.) bereitete das Tor vor.

Fußball: Kreisliga A2 Unna /Hamm GS Cappenberg - RW Unna 1:1 (0:1)

Fußball-Kreisligist GS Cappenberg hat durch eine Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt noch ein 1:1-Unentschieden gegen Rot-Weiß Unna am Ostermontag erreicht. Angreifer Tim Jesella traf kurz nach seiner Einwechslung und bewahrte seine Farben so vor der zweiten Heimpleite in Folge.

„Momentan ist einfach nicht mehr drin für uns. Wir müssen im Spiel über den Kampf kommen, das ist uns in der zweiten Halbzeit gegen einen starken Gegner auch gut gelungen“, sagte Spielertrainer Patrick Osmolski nach dem Abpfiff.

Wie auch im letzten Heimspiel am Kohuesholz, dem 0:1 gegen Oberaden, musste der Gastgeber erneut auf einige Stammkräfte verzichten und so musste Patrick Osmolski erneut rotieren und selbst von Beginn an auflaufen. „Die Rotation ist im Moment einfach nicht umgänglich. Die Abläufe fehlen somit in unserem Spiel“, sagte Osmolski und beschrieb, was die ersten 45 Minuten im eigenen Spiel fehlte.

Cappenberg war verunsichert, kam viel zu selten zu einem geordneten Spielaufbau und lud die Gäste durch leichte Fehler zu Torgelegenheiten ein. RW-Angreifer Oliver König brachte Unna mit einem sehenswerten Distanzschuss von der rechten Strafraumkante folgerichtig mit 1:0 in Führung. „Der Schuss war klasse und absolut unhaltbar. Wir waren aber in der Situation in Überzahl und müssen das besser verteidigen“, sagte Mittelfeldmann Daniel Eroglu über den Gegentreffer. Verdient ging es mit der Führung im Rücken für Unna in die Pause, überlegen waren die Gäste den Cappenbergern dennoch nicht. Unna lebte selbst viel von den Fehlern der Grün-Schwarzen.

Erster Abschluss sitzt

Mit Beginn der zweiten Halbzeit zeigte Cappenberg aber wieder sein gewohntes Gesicht in Heimspielen und agierte deutlich verbessert und gefährlicher im Angriff. Der erst zehn Minuten zuvor eingewechselte Tim Jesella traf mit seiner ersten Aktion im gegnerischen Strafraum nach einem Eckstoß prompt zum 1:1-Ausgleich (67.). Viel mehr passierte aber nicht, sodass Cappenberg mit einem Punkt zufrieden sein kann – für das Derby gegen Bork am nächsten Spieltag aber noch Luft nach oben hat. 

TEAM UND TORE GSC: Grenigloh - Hügemann, Eroglu, Heisler (71. Gerhmann), Drees, Wißmann, Pestinger (46. Stasch), Stiens, Osmolski, Böcker, Schwartz (57. Jesella)Tore: 0:1 König (25.), 1:1 Jesella (67.)

SG Massen – PSV Bork 8:5 (4:2)

„Ich sage mal so: Es war Ostern und wir haben den Gastgebern aus Massen einen riesengroßen Korb voller Eier geschenkt. Unsere Leistung war wirklich schlecht und wir haben die zu oft eingeladen“, sagte Ingo Grodowski nach der Niederlage. Die Borker sind es nicht unbedingt gewohnt, zu verlieren - vor allem nicht als Meister. „Klar, ich war auf dem ganzen Weg nach Hause nach dem Spiel schon ziemlich angefressen. Aber nach und nach habe ich mich beruhigt und die Freude über den Meistertitel ist wieder größer als diese blöde Niederlage gegen die SG Massen“, sagte Trainer Grodowski.

Bereits früh geriet der PSV in Rückstand – in der zweiten Minute. Sieben Minuten später egalisierte Kapitän Phillip Grodowski die Massener Führung. Doch die SG reagierte prompt und zog bis zur 34. Minute auf 4:1 davon; das Spiel war gelaufen. In Hälfte zwei setzte sich das Schauspiel bis zum 8:5-Endstand fort.

„Wir haben viel rotiert. Aber ich erwarte trotzdem von der Manschaft 100 Prozent. Da war zu viel Verunsicherung drin. Vielleicht haben wir auch zu viel gefeiert. Ich war ja selbst beim Osterfeuer. Doch damit ist jetzt Schluss – es wird sich wieder auf den Fußball konzentriert“, sagte Grodowski. 

TEAM UND TORE PSV: Klöpper - Herter, Lammers, Radtke, Kuhn, Westrup (46. Köppeler), Preuß (46. Buccini), Durczak, Schuster, P. Grodowski, Fischmann (54. Audehm)Tore: 1:0 Duve (2.), 1:1 P. Grodowski (9.), 2:1 Rustemeier (12.), 3:1 Jans (20.), 4:1 Jans (34.), 4:2 Schuster (41.), 5:2 Dunker (51.), 5:3 Lammers (52.), 6:3 Pilzecker (58.), 6:4 Audehm (60.), 7:4 Kurrat (84.), 8:4 Jans (86.), 8:5 P. Grodowski (90.)

Kreisliga A2 Münster SC Capelle - SV Rinkerode 1:0 (0:0)

Capelle war die schwächere Mannschaft. Rinkerode drückte von Beginn an auf das Tor der Gastgeber, war über einen größeren Zeitraum in Ballbesitz. „Wir warten geduldig auf das 1:0“, witzelten daher die Gäste-Fans am Rand.

Doch Capelle kämpfte, kam mutiger aus der Pause. „Den Sieg haben wir uns hart erarbeitet. Wir standen hier heute mit dem letzten Aufgebot auf dem Platz“, sagte Capelles Co-Trainer Benedikt Reckmann nach der Partie. Er stand dabei selbst nicht die 90 Minuten lang an der Seitenlinie – sondern im Tor. „Eigentlich ist es ja meine Aufgabe, unseren Trainer am Rand zu unterstützen. Wir waren aber so wenige, dass ich ins Tor musste“, sagte er.

Alexander Sudholt war es dann, der den Capellern in der 80. Minute die Erlösung brachte. Nach einer abgewehrten Rinkeroder-Ecke landete ein langer Ball auf der rechten Seite bei SCC-Routinier Sven Kroner. Der setzte sich gegen seinen einzigen Bewacher durch, hob kurz den Kopf, bemerkte Sudholt in der Mitte und legte quer. Sudholt hatte danach leichtes Spiel: Aus ungefähr 20 Metern lief er alleine auf den Rinkeroder Schlussmann Benjamin Dautanac zu und schob den Ball rechts an ihm vorbei.

„Auf der einen Seite war der Sieg schon unverdient. Rinkerode hat einfach viel mehr Druck gemacht das gesamte Spiel über. Auf der anderen Seite haben wir aber nie aufgegeben“, sagte er und fügte hinzu: „Und außerdem haben wir die Punkte ja ganz, ganz nötig. Rinkerode würde zwar vielleicht gerne auf den dritten Platz vorrücken. Aber wir brauchen die Punkte einfach im Abstiegskampf – den nächsten Platz haben wir jetzt fest im Blick.“

Den SC Capelle (13.) trennt jetzt nur noch ein Punkt vom zwölften Platz. Für Aufregung sorgten dann noch zwei Platzverweise. Einer in der 85. Minute – und einer nach dem Schlusspfiff. Zunächst sah SV-Spieler Pierre Koczubik die Ampelkarte, sieben Minuten später war sein Mitspieler Sandro Pietsch dran. Pietsch war in der 90. Minute zusammen mit Marius Artinger verwarnt worden: Artinger zog am Trikot, Peitsch schubste ihn weg. Nach dem Abpfiff hatte Pietsch dann noch Diskussionsbedarf – das gefiel dem Unparteiischen nicht.

TEAM UND TORE SCC: Reckmann, Kleine-Bley, Cillien, Nölken, Streppel, Sudholt, Kroner, Küper (78. Steinhoff), Artinger, Möer (90. Hüser), EckeyTor: 1:0 Sudholt (80.)Gelb-Rot: Koczubik (85./Foulspiel), Pietsch (90.+3/Meckerns)

 

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