Capelle und Selm verlieren - Bork schlägt Massen

Fußball: Kreisliga

Weder die SG Selm noch der SC Capelle konnten am 11. Spieltag der Kreisliga A2 Münster etwas positives für ihr Punktekonto tun. In der Parallelstaffel A2 Unna-Hamm hat der PSV Bork seinen Vorsprung auf den Tabellenzweiten durch einen Sieg über die SG Massen verteidigt. Keine Punkte gab es für GS Cappenberg und Vinnum.

SELM

, 23.10.2016, 17:42 Uhr / Lesedauer: 4 min
Die Borker Daniel Berger (l.) und Marvin Schuster feiern den 4:3-Siegtreffer gegen die SG Massen.

Die Borker Daniel Berger (l.) und Marvin Schuster feiern den 4:3-Siegtreffer gegen die SG Massen.

Fußball, Kreisliga A2 Münster SG Selm – BSV Roxel II 1:3 (0:0)

Die SG Selm hat den Lauf des BSV Roxel II nicht aufgehalten. Gegen die Westfalenliga-Reserve verloren die Selmer von Mark Bördeling  mit 1:3. Für Roxel war es das sechste ungeschlagene Spiel in Serie. Bei der SG Selm dagegen endet die „Ungeschlagen-Serie“ schon nach zwei Spielen wieder, sodass die Selmer nach der Niederlage gegen den Tabellendritten auf Rang acht abrutschten.

Dabei hatte Selm gut begonnen, wie Bördeling erklärte: „Wir waren eigentlich gut drin und mussten nach einer Viertelstunde mit 2:0 führen.“ Denn sowohl Alexander Schwegler als auch Christian Voßschmidt vergaben glasklare Chancen. „Danach war es vorbei“, sagte Bördeling, der vor allem die Körpersprache kritisierte: „Wir haben die Aggressivität vermissen lassen und zu viele Zweikämpfe verloren. Und wenn man die nicht gewinnt, gewinnt man auch das Spiel nicht.“ Nur 25 Prozent habe die Quote gewonnener Zweikämpfe Bördelings Schätzung zufolge betragen – zu wenig für die SG Selm.

Tumbrink knickt um

Nachdem Bördeling fünf Minuten nach der Pause Tobias Tumbrink vom Platz nehmen musste, nachdem dieser umgeknickt war, nahm das Unheil seinen Lauf: Gufäb Hatam erzielte das 1:0 (54.), Marvin Lamskemper kurz darauf den zweiten Roxeler Treffer (66.). Zuvor hätte Schwegler allerdings einen Elfmeter kriegen müssen, bemerkte Bördeling. Die Pfeife des Unparteiischen blieb jedoch stumm.

Hoffnung keimte nochmal auf, als Timo Kollakowski den Anschluss herstellte. „Das war in einer Phase von fünf Minuten, in der Roxel Probleme hatte“, sagte Bördeling, der die erste Heimniederlage der Selmer als verdient wertete. An dieser änderten auch nichts mehr, dass Bördeling für Schulze Weiling in der letzten halben Stunde des Spiels in Sebastian Kramzik nochmal einen Stürmer brachte. Nils Schröder (78.) entschied die Partie in der Schlussphase. 

TEAM UND TORE SG: Witthoff - Kollakowski, Dresken, Koch (78. Heinrich), Heidicker, Schulze Weiling (59. Kramzik), Tumbrink (50. Hufnagel), Hillmeister, Atli, Schwegler, Voßschmidt Tore: 0:1 Hatam (54.), 0:2 Lamskemper (66.), 1:2 Kollakowski (70.), 1:3 Schröder (78.)

TuS Hiltrup II – SC Capelle 7:0 (4:0)

Ein Spielbericht folgt in Kürze.

Kreisliga A2 Unna-Hamm  PSV Bork – SG Massen 4:3 (0:1)

In Bork hat der Fußball seine eigenen Regeln. So auch bei dem 4:3-Sieg. Der Gastgeber kam zunächst nicht gut ins Spiel. Massen war die wesentlich bessere Mannschaft – über die ganzen 90 Minuten. „Die ersten 20 Minuten war das Spiel wirklich nicht schön. Es war sehr taktisch.“, sagte Thomas Audehm, der PSV-Trainer Ingo Grodowksi an der Seitenlinie vertrat. Und: „Massen war wirklich gut, das muss man einfach so sagen.“

Doch dann wurde es wieder einmal verrückt in Bork, die Menge tobte. Nach dem 0:1-Gegentreffer in der 40. Minuten, erzielten die Borker erst in der 58. Minute durch einen Kopfball von Jonas Lammers den Asugleich. Massen holte sich keine zwei Minuten später jedoch die Führung wieder zurück – dann kam Marvin Schuster. Mit seinem Doppelpack in der 76. und 83. Minute brachte er, nach Vorarbeit von Tormaschine Joel Grodowski, den PSV mit 3:2 in Führung.

Bemerkenswerte Leistung 

Massen ließ jedoch nicht nach und feierte den 3:3-Ausgleichstreffer in der 90. Minute wie den Gewinn des Europapokals. Zwei Minuten später zeigten dann die Borker, wie man den Gewinn der Championsleague feiert: Und Berger zeigte, wie man dort die Tore schießt. Daniel Berger legte sich den Ball aus großer Distanz zum Tor zurecht, hob kurz den Blick und visierte die lange Ecke an. Er schoss, der Ball flatterte auf den rechten Pfosten zu und beschrieb dabei eine sanfte Kurve. Unhaltbar zappelte er schließlich im Netz – und für die Borker gab es kein Halten mehr. Weder für die Zuschauer, noch für die Mannschaft.

Der Sieg war eine bemerkenswerte Leistung gegen sehr starke Massener. „So ein Tor macht man nur ein Mal in zehn Jahren“, sagte Berger. „Aber das macht uns Borker eben aus. Wir geben nie auf und wollen immer den Sieg“, sagte er.

 Marvin K. Hoffmann Bork: Haarseim - Herter, Lammers, Köppeler (68. Bressler), Durczak, Westrup, Audehm (86.), P. Grodowski, Schuster, J. Grodowski (90.+3 Fehse), Berger Tore: 0:1 Pilzecker (40.), 1:1 Lammers (58.), 1:2 Pilzecker (60.), 2:2 Schuster (76.), 3:2 Schuster (83.), 3:3 Beyer (90.), 4:3 Berger (90.+2)

 

RW Unna – GS Cappenberg 1:0 (1:0)

„Wir hätten bis zum nächsten Tag spielen können und hätten trotzdem kein Tor mehr gemacht – das war eine schlechte Leistung“, sagte GSC-Trainer Patrick Osmolski und zeigte sich als einsichtiger Verlierer: „Wir haben das Spiel verdient verloren, das muss ich leider so sagen.“ Das größte Problem der Cappenberger war, so Osmolski, die fehlende Wachsamkeit. „Wir waren einfach nie richtig im Spiel drin und hatten total wenige Tormöglichkeiten“, sagte er. Dabei sehe er aber seine Cappenberger als die „eigentlich stärkere Mannschaft“ an.

Bester Spieler war, aus Osmoskis Sicht, der Cappenberger Torwart Philipp Grenigloh. „Der hat einfach klasse gehalten und uns vor Schlimmeren bewahrt. Philipp ruft seine Leistung von Woche zu Woche konstant ab – und die ist immer sehr gut“, sagte Osmolski lobend. „Der Punktverlust tut aber sehr weh. Ich hätte die drei Zähler gerne mitgenommen“, fügte er hinzu.

TEAM UND TORE Cappenberg: Grenigloh - Knop, Drees (46. Holtze), Hügemann, Jesella (35. Hügemann, 82. Pestinger), Stasch, Moltrecht, Wißmann, Stiens, Drews, ZocherTor: 1:0 Scharfe (9.)

Kreisliga A2 Recklinghausen Westfalia Vinnum – SV Hochlar 28 3:4 (2:1)

Westfalia Vinnum hat 3:4 zu Hause gegen den SV Hochlar 28 verloren. Das letzte Tor fiel in der Nachspielzeit. Zuvor hatten die Fußballer um Westfalia-Trainer Frank Bidar sogar 3:1 geführt. „Wir haben alle Gegentore nach Standardsituationen bekommen. Da haben wir dann manchmal dumm verteidigt“, sagte Bidar, der seiner Mannschaft jedoch keinen Vorwurf machen möchte: „Wir mussten sehr viel umstellen und manche Spieler waren einfach noch nicht so weit. Das ist dann halt so – trotzdem ärgerlich.“

In der 75. Minute musste Bidar dann auch noch seinen Defensiv-Routinier, Stefan Olfens, auswechseln. „Wir haben momentan Pech mit Verletzungen. Und dann spielen halt Leute, die noch nicht so weit sind auf unbekannten Positionen“, sagte er. „Wir sind aber richtig gut gestartet“, fügte er hinzu. Zum Verletzungspech der Vinnumer gesellte sich dann noch eine Rote Karte für Daniel Ullrich: Er schoss den Ball weg, weil er sich über einen nicht gegebenen Freistoß aufregte. Vinnum steht nun mit 19 Punkten auf dem siebten Platz, Hochlar klettert mit 22 Punkten auf dem dritten Platz.  

TEAM UND TORE Vinnum: Beckbauer, Diekmann (55. Asemann), Kemmann, Stolzenhoff, Rosowski, Schenkel, Cengiz, Forsmann, Lebsack, Olfens (75. Matuszak), UlrichTore: 1:0 Schenkel, 2:0 Cengiz, 2:1 Matena, 3:1 Schenkel, 3:2 Meyer, 3:3 Meyer, 3:4 MeyerRote Karte: Ullrich (Unsportlichkeit)

Kreisliga B3 Münster SV Südkirchen – Wolbeck II 3:1 (2:0)

Ein Spielbericht folgt in Kürze.

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