Cappenberg verrückt / Selm souverän / Capelle raus

Fußball: Kreispokal

In Cappenberg haben die Zuschauer ein verrücktes Pokalspiel gesehen - mit dem besseren Ende für Grün-Schwarz. Selm zieht mit einigen Spielern von der Bank souverän in die nächste Runde ein. Capelle hingegen ist gegen wenig überzeugende Werner von der Eintracht nur knapp an der nächsten Runde gescheitert.

KREISGEBIET

, 18.09.2014, 23:24 Uhr / Lesedauer: 4 min
Cappenberg verrückt / Selm souverän / Capelle raus

Fußball: Kreispokal

GS Cappenberg - Ottmarsbocholt 4:3 (0:2) Groß war der Jubel nach dem Schlusspfiff am Kohuesholz. Hatten die Hausherren doch ein verrücktes Spiel gewonnen. Danach sah es am Anfang nämlich nicht aus. Es waren keine 15 Minuten gespielt, da führten die Gäste bereits mit 2:0. Zwei Mal hatte die GSC-Abwehr gepennt, beziehungsweise die beiden Torschützen Tobias Welp (4. Minute) und Denis Hölscher (10. Minute) geradezu zum Toreschießen eingeladen. Das Spiel schien fast gelaufen, auch weil die Cappenberger vor allem Hölscher, über den fast jeder Angriff lief, kaum in den Griff bekamen. Es dauerte gut eine halbe Stunde, da befreiten sich die Cappenberger aus der Umklammerung der Gäste. Pascal Ressemann setzte mit einem Fernschuss das erste Ausrufezeichen. Bis zum Wechsel tat sich aber nicht mehr viel. Nach der Pause kam die Osmolski-Elf wie verwandelt aus der Kabine. Während bei Ottmarsbocholt von Minute zu Minute die Beine schwerer wurden, spielte Cappenberg nun tollen Fußball. Die Belohnung sollte nicht lange auf sich warten. Lars Heisig brachte sein Team nach Vorarbeit von Ressemann auf 1:2 heran. Zehn Minuten später war es erneut Ressemann, der Benedikt Stiens bediente. Dieser passte noch einmal quer und Patrick Strecke schob zum Ausgleich rein. Das Spiel war wieder vollkommen offen. Cappenberg war nun am Drücker, wurde aber zunächst vom Schiri ausgebremst, der für zehn Minuten das Spiel wegen eines Gewitters unterbrach.Logemann rettet den Sieg Das Gewitter sollte Cappenberg aber auch nicht mehr stoppen. Direkt nach Wiederbeginn brachte Maximilian Zocher seine Elf das erste Mal in Führung. Jan Lippke hatte sich zuvor toll auf der linken Seite durchgesetzt. Mit dem 4:2 durch Benedikt Stiens, der einen von Tobias Schwartz verschossenen Elfmeter im Nachschuss verwandelte, sollte das Spiel dann eigentlich gelaufen sein. Sollte, denn Ottmarsbocholt kam durch Tobias Welp zwei Minuten vor Schluss noch einmal heran. Und hätte GSC-Keeper Marco Logemann in der Nachspielzeit nicht eine Glanzparade gezeigt, wäre das Spiel wahrscheinlich noch in die Verlängerung gegangen. So aber siegte Cappenberg am Ende hochverdient und trifft nun in der nächsten Runde auf den Sieger der Begegnung Vinnum gegen Lüdinghausen.TEAM UND TORE Cappenberg: Logemann - Lippke, Knop, Kaspareit, Ressemann, Schneider (64. Schwartz), Strecke, Pflug (35. Stiens), Pestinger (68. Wiesmann), Heisig, ZocherTore: 0:1 Welp (4.), 0:2 Hölscher (10.), 1:2 Heisig (56.), 2:2 Strecke (72.), 3:2 Zocher (80.), 4:2 Stiens (82.), 4:3 Welp (88.)

BW Alstedde - SG Selm 2:6 (1:4) Die Selmer begannen forsch und bestimmten bereits von Beginn an die Partie. Nachdem Sebastian Kramzik (10. Minute) und Christian Voßschmidt (13.) noch sehr gute Möglichkeiten ungenutzt ließen, jubelte die Sportgemeinschaft nach gut einer Viertelstunde das erste Mal. Nach einem Freistoß des überragenden Kevin Lehmann war es Sebastian Kramzik, der den Ball mit den Haarspitzen ins Netz beförderte. Alstedde hatte aber eine rasche Antwort parat. Nach 20 Spielminuten war es Zoran Mayanovic, der mit einem Distanzschuss SG-Keeper Lukas Witthoff überwand. "Das war ein Aufsetzer. Da kann unser Torwart nichts machen", sagte SG-Coach Frank Bidar schon während der Partie.Selm spielt munter weiter Vom Ausgleich zeigten sich die Selmer völlig unbeeindruckt, denn nur vier Minuten später erzielte Kramzik die erneute SG-Führung. Nach Flanke von Tobias Tumbrink nahm der Selmer Torjäger, der anstelle von Alexander Schwegler stürmte, den Ball direkt und hämmerte ihn in die Maschen. Die Gäste wurde nun immer dominanter und erspielten sich eine Reihe von Möglichkeiten. Eine halbe Stunde war verstrichen, als Tobias Tumbrink, der in der Halbzeitpause angeschlagen ausgewechselt werden musste, den Treffer zum 3:1 besorgte. Die Vorentscheidung fiel zwei Minuten vor dem Pausenpfiff. Erneut trat Lehmann einen punktgenauen Freistoß in den BWA-Strafraum. Dieses Mal bugsierte BWA-Verteidiger Arkin Ekici den Ball ins eigene Netz. Nach der Pause wechselte Frank Bidar mit Alexander Schwegler noch mehr Offensivkraft ein. Binnen sechs Minuten erhöhte die SG auf 6:1. Ein Eigentor von Rajko Milinkovic (48.) und der Treffer von Schwegler (51.) machten das halbe Dutzend der SG voll. BW betrieb mit dem Tor von Murat Büyükdere (75.) nur noch Ergebniskosmetik. "Das Ergebnis spricht für sich. Heute haben wir gezeigt, dass auch unsere Spieler von der Bank bärenstark sind", freute sich Bidar nach Spielabpfiff.TEAMS UND TORE Alstedde: Schmid - Ruman (55. E. Ekici), Kuhne, A. Ekici, Stojak, Kaya (55. Halilovic), Turan, Büyükdere, Mayanovic, LohietzSelm: Witthoff - Klähr, Göke, Ulrich, Habibivand, Dresken, Tumbrink (46. Schwegler), Kemmann (80. Suer), Kramzik, Lehmann (78. Scharen), VoßschmidtTore: 0:1 Kramzik (16.), 1:1 Mayanovic (20.), 1:2 Kramzik (24.), 1:3 Tumbrink (32.), 1:4 Eigentor A. Ekici (43.), 1:5 Eigentor Milinkovic (48.), 1:6 Schwegler (51.), 2:6 Büyükdere (75.)SC Capelle - Eintracht Werne 0:1 (0:1) Matchwinner gegen die Capeller bei den Evenkämpern war Andreas Pawlik. In der 17. Minute erzielte er den einzigen Treffer der Partie. Im weiteren Spielverlauf hatte die Eintracht nicht eine nennenswerte Torchance mehr. Die ansonsten starke Offensive kam auf dem schwer bespielbaren Ascheplatz in Capelle nicht ins Rollen. Schon im Ligaspiel zum Saisonauftakt, das die Eintracht 3:1 gewann, taten sich die Evenkämper schwer gegen Capelle. So auch jetzt. Die Gäste machte im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein gutes Spiel. "Die Jungs haben gut gekämpft. Aber das knappe Pokal-Aus passt im Moment bei uns ins Bild. Wir betreiben einen großen Aufwand - belohnen uns aber nicht", so Capelles Trainer Martin Ritz. Die Niederlage hat außerdem für den SCC einen bitteren Beigeschmack. Ritz musste schon kurz nach der Pause Marius Artinger und Alexander Reher verletzungsbedingt auswechseln. Ein Einsatz am Sonntag im Auswärtsspiel beim SV Stockum scheint ausgeschlossen. Den Evenkämpern blieb über die gesamten 90 Minuten das Glück einer Spitzenmannschaft treu. Drei Minuten vor dem Abpfiff fehlten Capelle nur drei Zentimeter zur Verlängerung. So knapp strich nämlich Oliver Eckeys Schuss am Winkel vorbei. So blieb es beim 1:0 für die Werner, bei denen erstmals der langzeitverletzte Pierluca Pra auf dem Feld stand. Insgesamt standen Coach Muris Mujkanovic nur 13 Spieler zur Verfügung. Er verzichtete auf eine Auswechslung.TEAMS UND TOR SC Capelle: Gerbe - Steinhoff, Reher (56. Hanuschkiewitz, Krieter, Lachmann, Hische, Winkler, Beckmöller (46. Kroner), Artinger (54. Holthoff), Eckey, PateEintracht Werne: Linke - Ünal, Pra, Scharein, Dominik Obrenovic, Fiebig, Pawlik, Dario Obrenovic, Kaya, Bozaci, Marko MartinovicTor: 0:1 Pawlik (17.)

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