Coronavirus kostet die TG Selm mehrere tausend Euro

Coronavirus

Keine Platzmiete, kein Verkauf - auch die TG Selm kalkuliert einen vierstelligen Verlust durch das Coronavirus. In Schieflage bringt das die TG nicht, aber der nächste Winter bereitet Sorgen.

Selm

, 29.04.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klaus Uwe Sarg ist noch gelassen angesichts der finanziellen Verluste. Vor allem die tolle Geste vieler Spieler, die auf Rückerstattungen verzichteten, hat der TG Selm geholfen.

Klaus Uwe Sarg ist noch gelassen angesichts der finanziellen Verluste. Vor allem die tolle Geste vieler Spieler, die auf Rückerstattungen verzichteten, hat der TG Selm geholfen. © Weitzel

Weniger Einnahmen durch den Verkauf am Stadionkiosk während der Spiele, keine Eintrittsgelder - das Dilemma der Amateurfußballvereine ist bekannt, auch wenn es sich noch in Grenzen hält, wie die meisten Klubs angeben. Doch wie verhält es sich bei einem Tennisverein? Hier haben die Vereine seit Jahren mit Mitgliederrückgängen zu kämpfen, müssen aber gleichzeitig die Instandhaltungskosten die für Platzanlage aufbringen.

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Klaus Uwe Sarg von der TG Selm hat einen Einblick gegeben. Der Vorsitzende des größten Selmer Tennisclubs erklärt: „Wir haben ein bisschen Glück gehabt, dass die Wintersaison fast vorbei war.“ Etwa 30 bis 50 Tennisstunden über je 15 Euro seien durch die Hallenschließung ausgefallen, schätzt Sarg. Der Schaden beziffert sich hier auf einen mittleren dreistelligen Betrag.

Solidarität vieler Spieler macht Sarg Mut

Froh war Sarg aber, dass die vielen Mitglieder und Abo-Spieler - bis auf eine Gruppe - auf eine Rückerstattung verzichtet hat. „Das wäre ein Verlust gewesen. Das hat uns sehr geholfen“, sagt Sarg, der so in der Vereinskasse kein weiteres Minus von 1.500 bis 2.000 Euro einplanen muss. Ins Geld geht dafür der Verkauf von Getränken im Klubheim. 500 Euro kommen hier monatlich zusammen. Bleibt das Vereinsheim zwei Monate zu, fehlen 1000 Euro.

Die Verluste bezeichnet Sarg trotz alledem als „überschaubar“. Der Verein könne die ausbleibenden Einnahmen schultern. „Für den Verein rechne ich mit ein paar tausend Euro“, sagt Sarg. Die TG Selm sei finanziell aber überlebensfähig und solide aufgestellt.

Ganz andere Sorgen bereitet dem Vereinschef die nächste Hallensaison. Sollte ab September die Halle nicht öffnen dürfen und folglich viele Abos und viele Einzelstunden wegbrechen, stelle sich schon die Frage: Wie geht es dann weiter?

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