Daniel Ulrich kämpft nach der Verletzung weiter um sein Comeback - für die SG Selm?

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Am Montag war der Tag seiner Verletzung genau neun Monate her. Und langsam geht es für Daniel Ulrich endlich wieder vorwärts. Ein Comeback bei der SG Selm hat der Stürmer auch schon in Sicht.

von Nico Ebmeier

Selm

, 11.05.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

So richtig kann sich Fußballer Daniel Ulrich immer noch nicht ganz erinnern, was am 4. August 2019 passiert ist. Das Ergebnis ist dafür klar. Der Stürmer der SG Selm riss sich das Kreuzband und den Meniskus beim Spiel gegen Türkspor Dortmund. Jetzt hat er einen klaren Plan, wie und wann es für ihn wieder zurück auf den Fußballplatz geht.

Es war das letzte Freundschaftsspiel, bevor es für die Selmer endlich wieder in der Kreisliga A um die Sache ging. Daniel Ulrich hatte seine Mannschaft mit 13 Toren zum erhofften Wiederaufstieg geschossen und hoffte nun, auch in der A-Liga auf Torejagd zu gehen. Doch daraus wurde nichts.

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„Ich hatte ein Fuß auf dem Ball und mein anderes Bein auf dem Boden“, erinnert sich der Selmer. „Dann traf mich ein Türkspor-Spieler mit seinem Knie an meinem Knie und es machte Knack. Ich wusste sofort, dass das etwas Schlimmeres ist.“

Prellung? Das konnte doch nicht sein!

Sofort ging es an diesem August-Sonntag ins Krankenhaus und dort wurde dem Selmer zunächst nur eine Prellung prognostiziert. „Das konnte aber nicht alles sein“, wusste er sofort. Als Ulrich dann wenig später noch zum MRT-Check ging, war dann doch die Schock-Diagnose klar: Kreuzband- und Meniskusriss.

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Doch es sollte noch schlimmer kommen. Durch eine Schwellung im Knie konnte der Stürmer erst am 5. Oktober, über zwei Monate nach seiner Verletzung, operiert werden und die Ausfallzeit verlängerte sich weiter. Normalerweise hätte Ulrich „nur“ sechs bis acht Monate aussetzen müssen, doch durch die späte Operation kam es noch immer nicht zum Comeback.

Daniel Ulrich ist im Aufbautraining

Mittlerweile ist der Selmer aber schon wieder voll im Aufbauprogramm und war sogar schon wieder bei seiner Mannschaft im Lauftraining. „Ich gehe schon wieder viel Joggen und es wird merklich immer besser“, gibt er sich zuversichtlich. Alle zwei Tage geht er mit seinem Bruder Paul eine Runde Laufen und zwei Mal die Woche zum Physiotherapeuten. Doch das ist durch das Coronavirus schwerer als erwartet.

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„Die Physios haben ja gerade erst wieder aufgemacht und waren die ganze Zeit geschlossen. Das hat mich natürlich auch etwas zurückgeworfen“, sagt der Stürmer. „Da es jetzt aber wieder geht, kann es weiter bergauf gehen.“ Seit dieser Woche dürfe Ulrich auch schon wieder mit Geräten trainieren, Ball- und Sprinttraining seien noch nicht in Sicht. Damit das aber bald auch wieder geht, hat der Stürmer jetzt seinen Physio-Therapeuten gewechselt - von Selm nach Olfen.

SG Selm kam ohne Ulrich klar und etablierte sich

Dass seine Mannschaft ohne ihn in die Comeback-Saison in die Kreisliga A gegangen sind, ist für Daniel Ulrich gar nicht so schlimm. „Die Jungs haben das ja ohne mich auch gut gemacht“, sagt er lachend. „Aber natürlich wäre ich auch gerne dabei gewesen.“ Da der Abstieg aber sowohl aus sportlicher Sicht als auch wegen der aktuellen Krise abgeschrieben sein dürfte, kann Ulrich dann ja auch im nächsten Jahr wieder auf Torejagd gehen.

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„Keiner weiß wirklich, wie es weitergeht, aber ich bin mir sicher, dass ich zur neuen Saison wieder angreifen werde“, lautet seine Kampfansage. „Wenn das Training wieder losgeht, bin ich mit dabei.“ Nur wo? Die Zusage für die kommende Saison habe er noch nicht gegeben, sagt Ulrich.

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