Das sagen die Vereine zum Fußball-Stopp für den Rest des Jahres

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Der FLVW verkündet, dass dieses Jahr in Westfalen keine Fußballspiele mehr stattfinden. Bei den Vereinen stößt diese Information auf gemischte Gefühle. So fallen die Reaktionen aus.

von Janis Czymoch

Selm, Olfen, Nordkirchen

, 18.11.2020, 15:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der bekanntgegeben wurde, dass Amateur-Fußballspiele frühestens im Januar 2021 wieder stattfinden können. So reagieren die heimischen Teams.

Mario Plechaty, Trainer FC Nordkirchen: „Was in den letzten Wochen auch außerhalb des Fußballs passiert ist, da hat, glaube ich, keiner damit gerechnet, dass es im Dezember weiter geht.

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Die Infektionszahlen sind zu hoch und durch den Lockdown noch nicht großartig besser geworden, deswegen habe ich damit gerechnet, dass wir dieses Jahr kein Fußball mehr spielen. Ich bin froh, wenn es im Januar überhaupt weiter gehen kann.“

Jupp Ovelhey vom SuS Olfen würde gerne die Saison fortsetzen.

Jupp Ovelhey vom SuS Olfen würde gerne die Saison fortsetzen. © Jura Weitzel

Jupp Ovelhey, Trainer SuS Olfen: „Aus sportlicher Sicht finde ich das vollkommen nachvollziehbar. Es gibt schon einige Sportmediziner, die klar geäußert haben, dass die Verletzungsgefahr steigt, wenn es nach einer längeren Trainingsunterbrechung sofort weiter geht.

Hoffentlich können wir diese Saison trotzdem noch einige Spiele bestreiten, alles andere wäre bei unserem aktuellen Punktestand schlecht für uns.“

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Mario Rast, Trainer SG Selm: „Bei uns ist es ein sehr schwieriges Thema, weil die Jungs wegen unserer Corona-Quarantäne schon sechs Wochen pausieren mussten. Da ist die Gefahr von Motivationsverlust natürlich groß.

Wir sind alle Teamsportler und wollen gemeinsam mit den Kumpels kicken, da werden wir auch im Jugendfußball viele verlieren. Aber im Sinne der Allgemeinheit macht es natürlich Sinn.“

Pascal Harder, Trainer GS Cappenberg: „Ob das jetzt gut oder nicht gut ist, sei mal dahingestellt. Überrascht sind wir nicht, weil wenn allgemein gilt, dass nur zwei Haushalte zusammen kommen können, Fußballspielen natürlich keinen Sinn ergibt.

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Hoffentlich geht die Saison nicht bis in den Juli herein, weil wir dann Schwierigkeiten bekommen werden, die neue Saison vorzubereiten.“

Patrick Roser, Sportlicher Leiter Westfalia Vinnum: „Das ist eine Information, mit der wir arbeiten können und die auch abzusehen war, weil sich die Fallzahlen nicht großartig verändert haben.

Ich muss aber auch sagen, dass es sich weiterhin um eine sehr fiktive Aussage handelt, denn niemand kann in die Zukunft schauen und sagen, was im Januar wirklich ist.“

Reinhard Behlert, Trainer des SC Capelle, setzt auf die Eigenverantwortung der Spieler.

Reinhard Behlert, Trainer des SC Capelle, setzt auf die Eigenverantwortung der Spieler. © Jura Weitzel

Reinhard Behlert, Trainer SC Capelle: „Es hatte sich ja schon etwas angedeutet. Meiner Meinung nach hätten wir die Spiele im Dezember mit einer Woche Vorbereitung auch machen können.

So viel Eigenverantwortung, sich fit zu halten, hätte ich den Spielern zugetraut. Wir sind im Amateursport unterwegs und jeder kennt diesen einen Mitspieler, der am Sonntag spielt, ohne die Woche davor trainiert zu haben. Letztendlich müssen es aber die verantwortlichen Staffelleiter entscheiden.“

Franz-Josef Dornhege, Abteilungsleiter SV Südkirchen: „Das ist sehr schade, denn wir hätten gerne weitergespielt, aber wir müssen es jetzt so akzeptieren. Die Infektionszahlen beim Fußball waren ja nicht so nachweisbar, aber das müssen wir so hinnehmen. Wenn das für alle Seiten das Beste ist, nehmen wir das natürlich so hin.“

Sanmi Ojo, Trainer PSV Bork: „Ich finde die Entscheidung total verständlich, das kommt für uns nicht überraschend. Ich habe schon Anfang November nicht damit gerechnet, dass es dieses Jahr noch weitergeht. Ich rechne auch nicht damit, dass wie den Trainingsbetrieb vor Mitte Februar wiederaufnehmen können. Dann könnte der Spielbetrieb frühestens ab März starten.“

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