Dem FC Nordkirchen droht der Abstiegsplatz

Fußball: Bezirksliga

Die Derby-Niederlage gegen den Werner SC war eine historische: 15 Jahre lang kassierte Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen keine Heimniederlage gegen den WSC. Im neunten Anlauf gelang es der Mannschaft von Kurtulus Öztürk dann am Sonntag, 4. Dezember, am Schloss zu gewinnen.

SELM/NORDKIRCHEN

, 07.12.2016, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach Schlusspfiff geriet Nordkirchens Trainer Peter Wongrowitz mit einem Werner Journalisten aneinander. Die Meinungen über die Definition von „verdient“ gingen auseinander. Und so ließ Wongrowitz die Presse am Mittelkreis stehen. „Dass Werne die bessere Mannschaft war, darüber müssen wir nicht reden“, sagte Wongrowitz am Montag – doch bei dem Wort „verdient“ widersprach der Nordkirchener Trainer vehement.

„Wäre es unverdient gewesen?“, fragte Wongrowitz. Seine Auffassung: Wenn eine Mannschaft in der Schlussphase noch den Ausgleich schafft, obwohl sie vorher schlechter war, habe sie sich den Punkt durchaus „verdient“. „Das sind ganz andere Ausgangslagen“, so Wongrowitz, „man muss sich das Glück erarbeiten. Es fällt ja kein Ball vom Himmel ins Tor.“

Taktisch war Nordkirchen den Gästen am Sonntag unterlegen. Beim ersten Treffer führte eine Verkettung zum Gegentor. Julian Rohlmann durfte flanken, Julien Dal Canton köpfte den Ball nicht aus dem Strafraum und Jannik Prinz stand frei. „Wir hatten einen Plan, die null lange zu halten, aber der hatte sich schon nach sechs Minuten erledigt. Da fehlt dann einfach die Konzentration“, sagte Wongrowitz.

„Wenn man lange das Unentschieden hält, stehen die Chancen besser, einen Punkt mitzunehmen“, so der Nordkirchener Trainer, der vor allem im defensiven Mittelfeld „riesige Lücken“ beobachtete. Marian Tüns war hier am Sonntag nicht in der Lage, Werne zu stoppen. Doch es war nicht nur der Sechser bei Nordkirchen, der verunsichert wirkte.

Besonders der glatte Untergrund – auf der Seite zur Straße war der Platz nicht aufgetaut – machte den Teams zu schaffen. „So etwas hat man nicht oft. Es war ein schweres Spiel“, sagte Kapitän Florian Fricke. Doch es fiel auf: Torchancen spielte sich Nordkirchen kaum heraus, fand auch Fricke: „Das letzte Spiel darf man nicht als Parameter nehmen. Aber generell müssen wir uns da noch verbessern. Wir predigen seit Wochen, dass wir noch Luft nach oben haben und wir hinter den Erwartungen sind.“

Das Spiel gegen Kirchderne am Sonntag (11. Dezember, 14.30 Uhr, Dernerstraße 423b, Dortmund) bezeichnet der Trainer als „Schlüsselspiel“. Der Drittletzte spielt gegen den Viertletzten. Verliert Nordkirchen das Spiel, überwintert der FCN auf einem Abstiegsplatz.

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