Deniz Sahin: „Die Power hat gefehlt“

SG-Trainer zum Saisonstart

Mit einem 2:2-Unentschieden ist Fußball-Kreisligist SG Selm am Sonntag in die Saison gestartet. Zum ersten Mal in einem Meisterschaftsspiel stand Deniz Sahin seit seiner Rückkehr an den Sandforter Weg an der Seitenlinie. Sportredakteur Sebastian Reith sprach mit dem 40-Jährigen über das Auftaktspiel.

SELM

, 28.08.2017, 17:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Wir sind verdient in Führung gegangen und hatten alles im Griff. Dann haben wir einen Gang zurückgeschaltet und den Gegner wieder aufgebaut“, sagte Deniz Sahin im Interview.

„Wir sind verdient in Führung gegangen und hatten alles im Griff. Dann haben wir einen Gang zurückgeschaltet und den Gegner wieder aufgebaut“, sagte Deniz Sahin im Interview.

Herr Sahin, wissen Sie, wann die SG Selm zum letzten Mal ein Auftaktspiel verloren hat?

Ehrlich gesagt nein.

2011 – seitdem hat Selm immer gewonnen oder Unentschieden gespielt. Eine Selmer Spezialität?

Puh, schwer zu sagen. Zur Vergangenheit kann ich nicht so viel sagen, nur zu Sonntag. Und das war ein sehr glücklicher Punkt für uns, obwohl wir mit 2:0 geführt haben. Es war ein hartes Stück Arbeit und Rinkerode hat viel Druck gemacht.

Also sind Sie nicht verärgert darüber, dass Ihre Mannschaft ein 2:0 hergegeben hat?

Nach dem Spielverlauf nein, am Anfang aber schon. Wir sind verdient in Führung gegangen und hatten alles im Griff. Dann haben wir einen Gang zurückgeschaltet und den Gegner wieder aufgebaut. Rinkerode ist dann zu Chancen gekommen und uns hat etwas die Power gefehlt. Trotzdem haben alle gekämpft.

Dass die Kraft am Ende fehlte, hat man auch in einigen Vorbereitungsspielen gesehen...

Joa, in dem Punkt können wir sicherlich noch etwas tun – jeder einzelne. Es hat aber auch damit zu tun, dass einige Spieler urlaubsbedingt gefehlt haben und sich da wohl nicht so viel bewegt haben. Das zeigt sich dann in den ersten drei bis vier Spielen. Alexander Eilers zum Beispiel war in der Woche zuvor grippekrank. Auch so etwas merkt man. Aber ich bin zuversichtlich.

Haben Sie einen Knackpunkt im Spiel gemerkt?

Jan Rabitsch war auf dem Weg zum 3:0 und hat den Torwart angeschossen. Postwendend kriegen wir den Ausgleich. Daran sieht man, wie nah so etwas beieinander liegt.

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Ihr Co-Trainer Tobias Tumbrink, Ihr verlängerter Arm auf dem Feld, hat das erste Saisontor erzielt. Was haben Sie ihm mitgegeben?

Tobias ist Führungsspieler bei mir, nicht nur weil er Co-Trainer ist, sondern auch wegen seiner Erfahrung. Auf den Weg gegeben habe ich ihm, dass er die Mannschaft motivieren soll.

Eine knifflige Szene gab es, als ein Gegenspieler Handspiel begangen haben soll, der Schiedsrichter aber nicht Gelb-Rot gezückt hat. Wie haben Sie die Szene gesehen?

Der Schiedsrichter wollte die Karte zücken und dann wohl gesehen, dass er vorbelastet war und sie stecken gelassen. Bei uns hat er vorher auch eine Gelbe Karte nicht gegeben. Fingerspitzengefühl ist schon wichtig, aber bei einem absichtlichen Handspiel – und das war es – gibt es eine Gelbe Karte. Aber der Schiedsrichter ist auch allein auf dem Platz. Dafür kritisiere ich ihn nicht.

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