Der PSV Bork kassiert noch zu viele Gegentore

Fußball: Kreisliga A

Mit einem knappen 5:4-Heimsieg über den SV SW Frömern (15.) hat sich der PSV Bork auf den fünften Tabellenplatz katapultiert – und bleibt dort bis zur Rückrunde am 14. Februar gegen den SSV Mühlhausen II (9.). Trotz fünf geschossener Tore: Das Spiel zeigt wo es bei den Borkern noch hakt: Der PSV fängt sich zu viele Gegentore.

BORK

01.01.2016, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Joel Grodowski ballt die Fäuste, im Hintergrund jubeln Daniel Berger (l.) und Jannik Audehm. Im Spiel gegen Frömern holte Bork einen Sieg in letzter Minute. 5:4 – das passte zur Hinrunde: Vorne schoss Bork viele Tore, kassierte aber auch oft zu viele.

Joel Grodowski ballt die Fäuste, im Hintergrund jubeln Daniel Berger (l.) und Jannik Audehm. Im Spiel gegen Frömern holte Bork einen Sieg in letzter Minute. 5:4 – das passte zur Hinrunde: Vorne schoss Bork viele Tore, kassierte aber auch oft zu viele.

Der Saisonverlauf: Die Borker Abwehr ließ schon in der Vorsaison im Altkreis Lüdinghausen zu wünschen übrig: Mit insgesamt 42 Gegentreffern in 15 Partien kassierte der PSV Bork im Durchschnitt 2,8 Tore pro Spiel. In der aktuellen Saison im neuen Kreis Unna-Hamm hat sich daran kaum etwas geändert: Mit 47 Gegentoren in 17 Begegnungen ließen die Borker im Durchschnitt 2,77 Tore zu. Doch der Polizeisportverein kompensierte die Anfälligkeit in der Defensive mit seiner Abschlussstärke: 53 Tore erzielten die Borker in der laufenden Saison. Das sind 22 mehr als noch im Vorjahr. Die Trainersöhne Philipp und Joel Grodowski waren für 36 der 53 Tore verantwortlich.

Der Trend: Durchwachsen war die Hinrunde der Borker: Beim SSV Mühlhausen II (9.) missglückte der Saisonauftakt mit einer 3:5-Niederlage. Aus dem 7:0-Kantersieg über den SuS Kaiserau II schöpften die Borker dann aber viel Selbstvertrauen und gewannen auch die nächsten beiden Partien gegen den TuS Niederaden (14., 3:1) und gegen den BSV Heeren (12., 2:1).

Es folgte ein Tief, nachdem Bork gegen den Holzwickeder Sport Club II (2.) mit 2:9 verloren hatte. Nur vier Punkte sammelte der PSV aus den folgenden fünf Partien. Erst der 6:2-Sieg gegen Rot-Weiß Unna (6.) beflügelte die Borker wieder. So gewannen sie zum Ende der Hinrunde drei Spiele in Folge, verloren nur noch mit 2:4 gegen den Königsborner SV (8.).

Das sagt der Trainer: „Wir sind am Anfang richtig gut gestartet und haben dann eine kleine Schwächeperiode gehabt. Danach haben wir immer wieder gute Spiele gemacht. Wir haben vorne viele Tore erzielt, aber hinten zu viele bekommen. Das fängt natürlich vorne an und hat uns oft das Genick gebrochen. Zum Schluss der Halbserie waren wir bis auf die eine Niederlage (Anm. d. Red.: gegen Königsborner SV: 2:4) richtig gut – wir haben neun Punkte in Serie gesammelt.

Unser Ziel haben wir absolut erreicht. Der Vorstand und ich sind total glücklich darüber, dass wir jetzt auf Platz fünf in die Winterpause gehen. Als ich zwei Spiele vor der Winterpause in der Saison 2014/2015 im Altkreis Lüdinghausen Bork als Trainer übernahm, habe ich alle Spieler zu 100 Prozent konditionell fit gemacht. Und dann war es auch verdient, dass wir in der Liga geblieben sind“, sagte Borks Trainer Ingo Grodowski.

Das beste Spiel: Das beste Spiel machte Bork gegen den SuS Kaiserau II (7:0). „Wenn man mit 7:0 gewinnt, dann muss schon alles funktioniert haben“, sagte Grodowski. Tags zuvor hatte der Verein noch das 70-jährige Jubiläum vom PSV gefeiert und wollte das Spiel verlegen, musste dann aber doch spielen. „Das Team hat sich zurückgehalten und ein super Spiel hingelegt. Wir standen hinten gut, haben das Mittelfeld schnell überbrückt und unsere Spitzen gut ins Spiel gebracht. Joel bekamen die überhaupt nicht in den Griff. Der hatte einen Sahne-Tag mit vier Toren“, sagte Ingo Grodowski.

Das schwächste Spiel: Beim 2:9 gegen den Holzwickeder Sport Club II erwischte Bork einen rabenschwarzen Tag. „Von der Einstellung her war das das schlechteste Spiel. Wenn wir verloren haben, dann meist in der ersten Halbzeit, aber hier waren wir über 90 Minuten schlecht. Durch die Bank durch war die Mannschaft schlecht, keiner hat da die Ärmel hochgekrempelt. Wir waren machtlos“, sagte Grodowski. Holzwickede sei die stärkste Mannschaft gewesen, auf die der PSV getroffen ist. „Da waren wir kein Team, das oben etwas zu suchen hat, sondern einfach schlecht“, sagte der Trainer kritisch.

Der Schlüsselspieler: Er ist Kapitän und übernimmt bei Elfmetern die Verantwortung – und zwar mit einer lupenreinen Statistik: Zwölfmal legte sich Borks Kapitän Philipp Grodowski den Ball auf den Punkt, zwölfmal verwandelte er sicher. Seine vielen Vorlagen und seine 19 Tore für Bork machen ihn zu einem der wichtigsten Spieler im Kader. „Philipp musste weiter nach vorne rücken, um nach meiner Umstellung, die ich machen musste, vorne mehr Druck auszuüben“, sagte Grodowski.

„Das macht er klasse und ist neben unserem Torwart Jens Haarseim absolut unser Schlüsselspieler.“ Borks Keeper Jens Haarseim stand in allen 17 Partien zwischen den Pfosten – und verpasste nicht eine Minute. Ein Schlussmann, auf den sich Bork verlassen konnte. „Jens hat uns viele Punkte gerettet. Zum Beispiel in Niederraden oder mit der Note eins gegen Frömern im letzten Spiel“, sagte Grodowski.  Teri Herrero

Lesen Sie jetzt