Der SC Capelle hat mehr Verletzte als Punkte

Fußball: Kreisliga

Der SC Capelle befindet sich in einer Krise – nur sieben Punkte aus zwölf Spielen konnte der Fußball-Kreisligist bisher für sich verbuchen. Grund dafür ist auch eine Verletzungsmisere, die dem SC-Trainer Martin Ritz zurzeit schlaflose Nächte bereiten müsste – der bleibt aber gelassen und glaubt fest an den Klassenerhalt.

CAPELLE

, 03.11.2016, 11:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der SC Capelle hat mehr Verletzte als Punkte

Als Trainer sitzt Martin Ritz beim Fußball-Kreisligisten SC Capelle fest im Sattel. Die vielen Verletzten und zum Teil unglücklich verlorenen Spiele ärgern ihn dennoch.

Jedoch: Auf dem 14. Platz ist man nicht zwangsläufig vor dem Abstieg gerettet. Die Konstellationen in den anderen Ligen sind letztendlich ausschlaggebend.

Insgesamt fehlen dem SCC acht Spieler. Einige davon seien, so Ritz, „kaum zu ersetzen“. Dennoch freue es ihn, dass die Capeller „jeden Sonntag eine schlagkräftige Truppe auf den Platz“ bringen. Diese Schlagkraft reichte bisher allerdings nur für einen Platz im Tabellenkeller aus. „Das sind natürlich auch Ausfälle auf gravierenden Positionen und teilweise heftige Verletzungen“, sagt Ritz. Aktuell muss er auf folgende Akteure verzichten:

  • Andreas Winkler (Verletzung: Miniskus- und Kreuzbandriss, voraussichtliche Rückkehr: Saison 2017/18)
  • Stefan Moer (Meniskus und Kreuzband seit Oktober 2015, Training ab März 2017)
  • Toralf Streppel (Sprunggelenk, Dezember 2016)
  • Alex Sudholt (Haarriss im Sprunggelenk, Dezember 2016)
  • Alex Reher (Gesäßverletzung, Ende November)
  • Marius Artinger (Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel, Mitte November)
  • Oliver Ritz (Krankheit, Mitte November)
  • Fabrizio Pate (beruflich verhindert, Saison 2017/18)

„Hinzu kommt noch, dass Manuel Lachmann erst seit ein paar Wochen wieder im Training ist. Der ist noch nicht komplett fit“, sagt Ritz. Lachmann war zuvor über vier Monate verletzt.

Der Vorstand, allen voran der Vorsitzende Josef Mertens, steht voll und ganz hinter Ritz. „Wir sehen die Situation entspannt und wissen, dass das Verletzungspech eine große Rolle spielt. An Martin halten wir selbstverständlich fest“, sagt Mertens. „Klar hätten wir gerade mehr Punkte, aber die werden wir uns in der Rückrunde schon holen“, sagt er.

Ritz sieht die Lage ähnlich entspannt: „Mit dem Abstieg beschäftigen wir uns überhaupt nicht. Klar, wir mussten das Saisonziel revidieren und legen den Fokus erstmal auf den Klassenerhalt. Aber am Ende der Saison werden wir irgendwo im Mittelfeld stehen – da bin ich mir sicher.“

Die Winterpause will Ritz nutzen, um die Rückkehrer wieder fest in die Mannschaft zu integrieren. „Wir müssen abwarten, bis der Großteil wieder fit ist und dann eine ordentliche Vorbereitung absolvieren“, sagt er und fügt optimistisch hinzu: „Ich mache mir überhaupt keinen Kopf. Unser Glück in Capelle ist, dass wir einen sehr großen Kader haben. Irgendwie fangen wir das auf.“

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