Die SG Selm hat die Tabellenführung dicht vor Augen

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Die SG Selm geht durchaus als Favorit in das langersehnte Topspiel mit der Zweitvertretung des VfL Wolbeck. Der Sieger übernimmt die Ligaspitze. Die Vorfreude auf beiden Seiten ist riesig.

von Nico Ebmeier

Selm

, 21.03.2019, 16:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn die SG Selm am Sonntag um 12.30 Uhr auf den VfL Wolbeck II trifft geht es für beide Mannschaften darum, den Grundstein für den Aufstieg zu legen. Gewinnen die Selmer, führen sie die Tabelle mit einem Spiel weniger, aber drei Punkten mehr an (Brandhoveweg, Münster).

Kreisliga B3 Münster

VfL Wolbeck II - SG Selm

„Es ist das Spiel, worauf wir die ganze Saison gewartet haben.“ So beschreibt der Selmer Trainer Deniz Sahin die Gemütslage seiner Mannschaft vor dem wichtigen Spitzenspiel in Wolbeck. Doch auch im Münsteraner Stadtteil freut man sich auf die Partie: „Wir sind heiß. Wir wollen den Selmern einen optimalen Rahmen für ein tolles Spiel bieten“, sagt VfL-Coach Jörg Eichholt.

Und dabei ist bei Wolbecks Bezirksliga-Reserve zuletzt etwas Unzufriedenheit aufgekommen. Denn der momentane Spitzenreiter konnte nur eines seiner letzten drei Spiele für sich entscheiden, verlor sogar am vergangenen Wochenende überraschend mit 0:2 in Ottmarsbocholt. Deshalb sind beide Kontrahenten nun vor dem Aufeinandertreffen punktgleich und das, obwohl die SG ein Spiel weniger auf dem Konto hat. „Die Stimmung ist zuletzt leider ein wenig gekippt. Aber wir sind sehr fokussiert und wollen unbedingt den Sechs-Punkte-Abstand vermeiden“, so Eichholt.

Logischerweise ist die Gefühlslage auf Selmer Seite genau umgekehrt. „Es läuft momentan sehr gut. Wir sind froh, dass sich die Situation so gewendet hat“, sagt Trainer Sahin.

SG Selm würde auch im Siegesfall noch nicht feiern

Auch aus dem Hinspiel können die Selmer ordentlich Mut schöpfen. Denn trotz des 1:1-Unentschieden sind sich beide Trainer einig, dass ein SG-Heimsieg durchaus verdient gewesen wäre. „Trotzdem hatte Selm auch viel Glück zuletzt und vor eigener Kulisse rechnen wir uns viel aus“, so der Wolbecker Trainer. „Wir werden zu 100 Prozent da sein, alles geben und freuen uns auf einen geilen Fußballsonntag.“

Selbst bei einem Auswärtssieg möchte bei den Gästen aber keiner frühzeitig den Aufstiegs-Champagner öffnen: „Natürlich würden wir uns dann freuen, aber für eine große Feier ist es dann noch zu früh“, mahnt SG-Trainer Sahin. „Man hat bei Wolbeck gesehen, wie schnell mal ein oder zwei Spiele verloren sind.“

Keine Manndeckung für Wolbecks Toptorschützen

Einen wirklichen Leistungsträger will Deniz Sahin bei Wolbeck nicht herausnehmen: „Natürlich fällt Sven Möllman mit 21 Toren auf, aber irgendwie einen Manndecker für ihn abstellen, will ich nicht.“

Dagegen zeigt sich sein Kollege vom VfL schon anders. „Selm ist offensiv und defensiv sehr stark besetzt, aber es sticht besonders Alexander Schwegler im Zentrum heraus. Wie er die Bälle verteilt, ist wirklich stark“, sagt Jörg Eichholt, der am Sonntag auf seinen rotgesperrten Innenverteidiger Andre Mertens verzichten muss. Sahin auf der anderen Seite muss Torwart Nils Böckenbrink ersetzen.

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