Edelmetall für SuS- und FCN-Senioren in Erfurt

Leichtathletik: Deutsche Meisterschaften

Alfred Achtelik vom FC Nordkirchen ist erneut Deutscher Hallenmeister der Altersklasse M55 im Stabhochsprung. Auch für die beiden Athleten des SuS Olfen gab es Edelmetall. Rüdiger Lenz holte im Weitsprung der M50 Bronze. Diese Medaillenfarbe gab es auch für Anita Huber über 400 Meter in der W50 in der Erfurter Halle Am Steigerwaldstadion.

OLFEN/NORDKIRCHEN

, 15.02.2016, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alfred Achtelik scheiterte in Erfurt nur knapp an der Vier-Meter-Marke. Zum ersten Platz reichte es trotzdem.

Alfred Achtelik scheiterte in Erfurt nur knapp an der Vier-Meter-Marke. Zum ersten Platz reichte es trotzdem.

Kurz nachdem Rüdiger Lenz sich am Samstag in Saisonbestzeit (7,73 sek) Rang sieben unter mehr als 30 Sprintern über 60 Meter geholt hatte, bekam er seine erhoffte Medaille: 5,51 Meter sprang Lenz weit und belegte damit Rang drei. "Die Platzierung war okay, die Weite aber nicht so", sagte Lenz, der mit der Anlage nicht gut zurechtkam. Probleme mit der Anlage hatten aber alle. "Keiner ist wohl so richtig klargekommen", stellte Lenz fest. Der Titel ging mit 5,68 Metern weg - eine Weite, die Lenz mit seiner Jahresbestleistung von 5,75 Metern auch schon überboten hatte. "Im letzten Versuch habe ich dann nochmal alles reingelegt, aber 30 Zentimeter verschenkt. Das wäre sonst wohl der Sprung zum Sieg gewesen", sagte der Olfener.

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Zufrieden war auch Anita Huber. Die gebürtige Oberfränkin war nicht nur über die 400-Meter-Bronzemedaille glücklich, sondern auch, dass das Bein mit der gereizten Achillessehne gehalten hat. "Ich habe überlegt, ob ich die 800 Meter überhaupt laufen soll", berichtete Huber. Doch am Ende entschied sie sich für den Doppelstart. Am Samstag verpasste sie über 800 Meter in 2:41,37 Minuten als Vierte das Treppchen noch knapp, holte sich ihr Edelmetall aber in dem mit nur vier Teilnehmerinnen deutlich dünner besetzten 400-Meter-Rennen am Sonntag.

Bei 1:09,23 Minuten blieb die Uhr stehen. "Es war noch Luft nach oben", sagte Huber, "wenn man den dritten Platz sicher hat, läuft man nicht mehr mit letzter Konsequenz." Um die spätere Silbermedaillengewinnerin noch attackieren zu können, hätte sie von Beginn an mehr Druck machen müssen - das sei aber aufgrund der Beschwerden nicht möglich gewesen, sagte sie.

Nur knapp die vier Meter verpasst

Alfred Achtelik kam am Sonntag zwar an die vier Meter heran, aber nicht drüber. 3,90 Meter reichten ihm zur Titelverteidigung. Bei den 4,01 Metern scheiterte der neue und alte Titelträger dann dreimal. "Ich hätte gerne noch diese Höhe drauf gelegt, dann wäre ich auch höher gesprungen als die beiden jüngeren Altersklassen. Ich habe mir die Sprünge nochmal auf Video angeguckt. Da bin ich hauchdünn an der Latte vorbei.

Schon bei 3,70 Metern war der erkältungsgeschwächte Nordkirchener eingestiegen, ließ dann einige Höhen aus und versuchte es erst wieder bei 3,85 Metern. Doch als sein Konkurrent Lutz Herrmann (Vorwärts Falkenberg) die 3,85 Meter im ersten Versuch packte, ging Achtelik aufs Ganze, verzichtete auf die beiden Restversuche über diese Höhe und hob sie sich für die 3,90 Meter auf. Hier klappte es gleich auf Anhieb. Herrmann scheiterte dreimal - Achtelik war Deutscher Meister. "Da musste ich ja pokern", sagte Achtelik, der vor der Hallen-EM Ende März noch bei einem Uerdinger Stabhochspring-Meeting testet.

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