Ex-Trainer Marco Logemann: „PSV Bork ist auf einem sehr guten Weg“

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Marco Logemann hatte den PSV etwas überraschend im Sommer als Trainer verlassen. Nun gilt sein größtes Augenmerk einer anderen Mannschaft - auch wenn die Füße langsam kribbeln.

Bork

, 03.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Menschenflüsterer hatten die B-Liga-Fußballer des PSV Bork ihren Trainer Marco Logemann beschrieben. Er sei der perfekte Coach für diese Mannschaft im Umbruch gewesen, sagten Andere. Auch deshalb war es ziemlich überraschend, dass „Loge“, wie er in Bork gerufen wird, den Verein im Sommer verließ.

Vor allem aus beruflichen Gründen musste Marco Logemann diese schwerwiegende Entscheidung fällen. Zwei Trainingseinheiten plus ein Spiel am Sonntag waren mit der Arbeit einfach nicht mehr vereinbar. Wirklich weg vom Fußball kommt „Loge“ allerdings nicht - im Gegenteil. „Mein Sohn ist bei Westfalia Wethmar im Tor und dann mache ich schon auch ein oder vielleicht auch zwei Mal in der Woche mit ihm Torwarttraining. Dazu bin ich natürlich auch samstags immer am Sportplatz. Ich komme vom Fußball einfach nicht los“, sagt der Borker Ex-Trainer.

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Da aber auch zuletzt „die Füße ordentlich gekribbelt haben“, hat Marco Logemann sogar mittlerweile selbst mit dem Kicken angefangen. „Ein Kumpel wollte mich seit Ewigkeiten zu den Altherren des VfB Lünen holen. Jetzt, wo ich abends dann doch ein bisschen mehr Zeit hatte, bin ich dann dort auch mal zum Training gegangen und es macht richtig Bock mal wieder selbst zu pöhlen. Samstags kann ich dann bloß eben nicht mitspielen, weil ich dann eben in Wethmar bei meinem Sohn bin.“

Doch auch den Blick zu seiner alten Liebe aus Bork wirft der Ex-Coach immer wieder gerne.

„Generell will ich mich da ja unbedingt raushalten, aber wenn ich dann montags die Berichterstattung in der Zeitung lese, bin ich schon immer sehr gespannt. Ich telefoniere auch durchaus häufiger mit Sammy (Samni Ojo, Trainer des PSV Bork, Anm. d. Red.) und muss wirklich sagen, dass er einen überragenden Job macht. Er ist da genau der richtige Mann“, lobt Marco Logemann in höchsten Tönen.

Marco Logemann: „Die erste Mannschaft ist das Aushängeschild“

Und selbst, wenn die aktuellen Ergebnisse vielleicht noch nicht ganz dem entsprechen, was sich der ein oder andere für die Saison erhofft hatte, sieht Logemann eine rundum positive Entwicklung. „Ich glaube, der ganze Verein ist auf einem richtig guten Weg. Auch wenn die erste Mannschaft in diesem Jahr nicht aufsteigen wird und wohl auch noch nicht im nächsten Jahr. Der ganze Verein macht einen super Eindruck und es macht Spaß, das alles zu verfolgen. Die ersten Meter sind gegangen und jetzt müssen auch eben nur auch einmal Misserfolge akzeptiert werden. Das funktioniert vielleicht noch nicht so gut“, kritisiert der ehemalige Trainer.

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Trotzdem weiß „Loge“ auch, dass der Erfolg der ersten Mannschaft wichtig für den gesamten Verein ist: „Es ist natürlich super, wenn die Damenmannschaft an der Spitze steht und sich beispielsweise die Heavy Kickers immer besser entwickeln. Das Aushängeschild wird aber immer die erste Mannschaft bleiben und da ist eben noch etwas Verbesserungsbedarf. Der PSV gehört ganz sicher nicht in die Kreisliga B.“

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Deutlich kritischer sieht Marco Logemann allerdings die aktuelle Corona-Problematik und den Lockdown. „Das regt mich richtig auf, wenn ich sehe, wie sich manche Leute verhalten. Wir sind dann nachher diejenigen, die dafür die Zeche prellen müssen. Wenn der Fußball und alle anderen Veranstaltungen abgesagt werden und auch die Betriebe schließen müssen, wird hier vieles den Bach untergehen.“

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