Fehlerfreie Ligges ragt im Finale heraus

Reiten:K+K-Cup

Beim Finale des Großen K+K-Preises in der Halle Münsterland hat Springreiterin Marie Ligges kräftig Eigenwerbung betrieben. Bei ihrem ersten S****-Springen blieb sie fehlerfrei und verpasste nur knapp das Stechen. Michael Potthink kam unter die besten 30. Oliver Schaal räumte dagegen zu viele Stangen ab.

WERNE/HERBERN/VINNUM

, 10.01.2016, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marie Ligges und Cassandra haben beim Hallen-Championat in Aachen nur knapp den Gesamtsieg verpasst.

Marie Ligges und Cassandra haben beim Hallen-Championat in Aachen nur knapp den Gesamtsieg verpasst.

Marie Ligges vom RV von Nagel Herbern hat beim Großen K+K-Preis von Münster für die größte Überraschung gesorgt. Fehlerfrei blieb sie auf dem anspruchsvollen Kurs im S****-Springen und klopfte Cassandra nach dem Ritt gleich zweimal ab. "Besser geht es gar nicht! Nur die Zeit war etwas zu langsam, aber das ist kein Problem", sagte Ligges überglücklich und freute sich über den 13. Platz. Nach ihrer Umlaufzeit von 69,64 Sekunden bekam sie 0,5 Strafpunkte aufgebrummt - das störte sie am Ende aber nicht. Für Ligges war es ein perfektes Wochenende: Am Freitag war die 17-Jährige ihr erstes S***-Springen geritten, Sonntag dann ihr erstes S****-Springen.

Michael Potthink vom RV Lützow landete im Mittelfeld. Er hatte sich früh - nämlich am zweiten und dritten Hindernis - Abwürfe geleistet. "Es war etwas ärgerlich, wobei der erste Fehler auf meine Kappe ging, weil wir etwas zu nah am Hindernis waren, sagte Potthink. 70,09 Sekunden benötigte er mit Chacco-Blue-Nachkomme Cicero für den Parcours. 8,75 Strafpunkte bedeuteten Rang 29.

In der 2. Qualifikation, dem Championat von Münster, war Potthink am Samstag 22. geworden. Ein Abwurf in dem S***-Springen verhinderte die Teilnahme am Stechen. Potthink absolvierte den Parcours in 63,36 Sekunden und war zufrieden mit dem Wochenende.

Nicht gut lief es dagegen für Oliver Schaal. Der Reiter vom RV St. Georg Werne räumte im Finale in der Halle Münsterland vier Stangen ab und war wie die anderen beiden heimischen Starter auch noch zu langsam - 16,5 Strafpunkte für ihn.

Lisa Breimann vom RV Lützow mit Aida Luna war mit ihrem elften Platz in der Messehalle Nord zufrieden. "Sie war sehr lieb", sagte Breimann über ihre Stute, "aber es waren einfach zu viele Fehler drin." Beim Preis der Zukunft der Jungen Reiter in einer Dressurprüfung der Klasse S* belegte die 18-Jährige den elften Rang von zwölf Reitern. Mit Aida Luna holte sie in der Finalprüfung 715,5 Punkte und 62,5 Prozent.

Tags zuvor war die Außenseiterin bei der Einlaufprüfung mit 744,5 Punkten auf Platz zwölf gelandet. "In beiden Ritten waren Fehler", analysierte die Lützow-Reiterin. So war Aida Luna in einer Pirouette am Samstag umgesprungen. Den Fehler wiederholte sie gestern nicht, dafür häuftigen sich aber mehrere kleine Fehler. "Ich fand es gut, dass ich überhaupt dabei war. Es hat Spaß gemacht", sagte Breimann.

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