Nach einem eher holprigen Saisonstart mit nur zwei Siegen aus fünf Spielen stabilisierte sich GS Cappenberg zuletzt mit vier Erfolgen in Serie. Für die Rückrunde ist Großes geplant.

von Nico Ebmeier

Cappenberg

, 03.01.2019, 13:20 Uhr / Lesedauer: 3 min

Zum Ende steht eine sehr ordentliche Hinserie für den Fußball-Kreisligisten GS Cappenberg zu Buche. Trotz schon 16 Punkten Abstand auf Ligaprimus TSC Kamen überwintert die Mannschaft von Pascal Harder auf einem sehr ansehnlichen fünften Tabellenplatz. Sollte Grün-Schwarz auch nach der Pause in der Erfolgsspur bleiben, könnte es die beste Saison der jüngeren Vereinsgeschichte werden.

Besonders wohl fühlte sich die Harder-Mannschaft auf den gegnerischen Plätzen. Nur Spitzenreiter Kamen holte auswärts mehr Punkte als Cappenberg, das nur beim 0:1 in Massen eine Niederlage einstecken musste. Am heimischen Kohuesholz dagegen fühlte sich der Ligavierte eher unwohl. Besonders gegen alle drei Kamener Teams hagelte es drei Heimpleiten in Serie.

Der Saisonverlauf

Nach nur einem Punkt aus den Spielen gegen den SV Langschede (2:2) und den SV Bausenhagen (2:4) stand Cappenberg früh im unteren Tabellendrittel. „Mir war klar, dass es schwer wird. Komplett neue Mannschaft und ein neuer Trainer. Es ging darum, nicht die ersten vier Spiele zu verlieren“, sagte GSC-Trainer Pascal Harder. Im Sommer verließen gleich zehn Spieler den Verein, während aber auch zwölf Spieler neu dazu kamen. Danach stabilisierte sich die Harder-Truppe jedoch und etablierte sich langsam im Tabellenmittelfeld. Zuletzt gab es dann sogar fünf Siege aus sechs Partien und zur Winterpause steht GSC mit 29 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz.

Stürmer Tim Jesella (v.l.), Trainer Pascal Harder und Sportchef Philipp Wiesmann.

Stürmer Tim Jesella (v.l.), Trainer Pascal Harder und Sportchef Philipp Wiesmann. © Günther Goldstein

Der Trend

„Unser Problem war, dass wir viel zu oft immer nur eine gute Halbzeit gespielt haben. Meistens haben wir die Anfangsphase verschlafen“, so Harder. Spätestens seit den letzten Siegen hat sich Cappenberg aber stabilisiert. „Es ist mittlerweile so, dass wir einfach konditionell auf einem enorm hohen Niveau sind. Wir können immer wieder zum Ende noch zwei bis fünf Prozent mehr als der Gegner drauflegen“, sagte Harder, der nun mit Cappenberg in seine ersten Rückrunde als Trainer geht.

Die Gewinner

Die Fußstapfen waren groß für Tim Jesella, als Cappenbergs bester Torjäger Marius Mantei seine Fußballschuhe im vergangenen Sommer an den Nagel hing. Mit 13 Toren war er Topstürmer in der letzten Saison. Doch Tim Jesella übernahm diese Aufgabe in der Hinserie mit Bravour. Nach 17 Spielen hat er bereits neunmal das gegnerische Tor gefunden. Damit hat er bereits jetzt nur ein Tor weniger geschossen, als in der gesamten Spielzeit 2017/18. Sollte es Jesella gelingen diese Torquote zu halten, könnte die Nummer 10 seinem Verein im nächsten Jahr viel Spaß bereiten.

Pascal Harder möchte aber auch besonders seinen Linksverteidiger Dennis Markoswski hervorheben, der bisher die meisten Minuten aller Cappenberger auf dem Platz stand. „Dennis macht das wirklich extrem gut. Sogar wenn er einen wirklich schlechten Tag erwischt, ist er noch einer unserer besten drei Spieler“, lobt der Trainer. Für Harder ist allerdings seine komplette Mannschaft ein Gewinner. „Die Jungs zocken alle gut. Die Stimmung ist super und es macht sehr viel Spaß.“

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Die Verlierer

Letztes Jahr musste Benedikt Stiens noch Tobias Schwartz als Kapitän vertreten. In dieser Spielzeit musste er selbst verletzungsbedingt passen. „Er hat einfach ein unglaubliches Pech“, sagte Harder. „Zu Beginn der Saison hatte er Knieprobleme, dann tat sein Rücken weh und nun ist es sein Fuß. Aber ich denke, dass er in den nächsten Wochen zurückkommen und dann umso besser sein wird.“

Die Baustellen

Über vier Tore fallen im Schnitt bei Spielen von GS Cappenberg. Aber leider, aus Sicht des Ligafünften, eben auf beiden Seiten. 38 geschossene Tore entsprechen absolut dem Niveau einer Mannschaft aus dem oberen Tabellenmittelfeld. 34 Gegentore sind dagegen eher unteres Mittelmaß. Unter den ersten neun Mannschaften in der Kreisliga A2 Unna-Hamm hat Cappenberg mit +4 Toren das schlechteste Torverhältnis.

Allerdings sieht Pascal Harder weniger eine spielerische, als mehr eine mentale Baustelle. „Wir bekommen so viele Standardgegentore. Mit Sicherheit mehr als die Hälfte der Tore, die wir einstecken mussten, geschahen durch Elfmeter, Freistöße oder Ecken“, erkannte der GSC-Trainer.

Das Ziel

„Wir wollen und werden noch einmal eine Schippe drauflegen“, so Harder. „Alles zwischen Platz vier und sieben würde mir gefallen. Allerdings geht es besonders um die Vorbereitung für die nächste Spielzeit. Da werden wir dann angreifen.“ Zwei Wünsche hätte Harder aber auch schon für dieses Jahr. Aus den beiden Nachbarschaftsduellen gegen Wethmar II und Bork würde der neue GSC-Trainer gerne sechs Punkte holen.

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