Fußball-Derby: GW Selm eindeutiger Favorit gegen BV

SELM Die Vorzeichen scheinen eindeutig: GW Selm ist im Fußball-Derby gegen den personell angeschlagenen BV Selm klarer Favorit. Allerdings zitieren die Trainer auch den alten Satz: "Das Derby hat eigene Gesetze."

von Von Malte Woesmann

, 13.03.2009, 18:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Denn gerade in der Favoritenrolle sieht GW-Trainer Egbert Hillmeister auch die Gefahr. "Im Fußball ist es ja oft so, dass man einen angeschlagenen Gegner unterschätzt. Das darf uns auf keinen Fall am Sonntag passieren", appelliert er an seine Spieler. Die BV-Bank wird am Sonntag nämlich gut gefüllt sein: wenn auch nur mit verletzten Spielern. Mit Sebastian Richter, Marc Schnurbus, Helmut Stolzenhoff und Raphael Breetzke können gerade einmal vier Spieler aus dem Hinspiel erneut eingreifen. Acht Spieler werden für Sonntag insgesamt ausfallen. "Da muss ich wieder ein paar große Joker aus dem Ärmel ziehen", sieht BV-Trainer Frank Bidar die Situation mit Galgenhumor. "Wer spielt, wird 120 Prozent geben" Trotzdem sei sein Team nicht chancenlos, so Bidar. "Die Mannschaft ist heiß, jeder, der spielt, wird 120 Prozent geben", ist er sicher. Ähnlich sieht es sein Gegenüber Egbert Hillmeister. "BV wird uns das Leben trotzdem schwer machen wollen." Verstecken will sich der BV nämlich auf keinen Fall.

Während beim BV also die Verletztenliste lang ist, kann Egbert Hillmeister fast auf den kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich Sven Quantefällt für das Spiel aus."Wir dürfen nicht auf die Aufstellung des Gegners blicken"

Die Favoritenrolle schiebt daher auch Frank Bidar gerne an den Ortskonkurrenten. Und auch Egbert Hillmeister weiß um die Bürde, dass eigentlich jeder einen GW-Sieg erwartet. "Das Derby hat eigene Gesetze. Wir dürfen nicht auf die Aufstellung des Gegners blicken, sondern müssen unsere volle Leistung abrufen", mahnt er. Es solle nämlich in diesem Jahr keinesfalls so gehen wie in der vergangenen Saison, als die Grün-Weißen in der Rückrunde abrutschten. Platz neun bis fünf gilt als Ziel. Zwar sind die BVer gerade einmal zwei Plätze und einen Punkt vom morgigen Gegner entfernt. Die Tabelle dürfte jedoch für Frank Bidar aufgrund der personellen Situation das letzte sein, woran er zurzeit denkt.

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