Heavy Kickers des PSV Bork haben ein ernstes Anliegen, beweisen aber eine Menge Humor

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Wegen des Lockdowns findet derzeit kein Mannschaftssport statt. Auch die Fußballer der Heavy Kickers des PSV Bork sind davon betroffen. Es gibt aber auch gute Nachrichten für die Mannschaft.

Bork

, 02.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich wäre der Spielplan der Fußballer der Heavy Kickers des PSV Bork gut gefüllt gewesen. Doch der Lockdown verhindert die Austragung der geplanten Spiele. Allerdings gibt es auch gute Nachrichten.

Denn die Idee, eine Mannschaft für Übergewichtige zu gründen, verbreitet sich immer weiter. „Dem bayerischen Fußballverband soll diese Idee auch vorgestellt werden“, berichtet Mike Kraus, Gründer der Heavy Kickers des PSV Bork.

RTL und WDR berichten über die Heavy Kickers

Längst sind überregionale Medien auf das Projekt aufmerksam geworden. RTL und der WDR haben bereits TV-Beiträge über die Heavy Kickers gedreht. ProSieben wollte ebenfalls einen Film mit der Mannschaft drehen, die Corona-Pandemie hat diese Pläne aber zunächst auf Eis gelegt, da Training und Spiele abgesagt wurden.

Auch das Sat1-Frühstücksfernsehen hatte ebenfalls einen Beitrag erstellen wollen. Doch dazu kam es nicht. Die Heavy Kickers sagten den Dreh ab. „Die wollten das ins Alberne ziehen“, sagt Kraus. „Beim Training sollte eine Bar aufgestellt werden, an der wir uns etwas zu essen holen sollten. Wir nehmen die Sache aber ernst und wollten uns nicht lächerlich machen.“

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Ihr Anliegen, Sport zu treiben ist den Heavy Kickers wichtig. Allerdings verlieren die Teammitglieder dabei nicht ihren Humor. Auf der Webseite finden sich über die Spieler Beschreibungen wie „Auf dem Feld sieht das immer so aus als ob eine alte Dame hektisch ihren Kinderwagen über den Platz schiebt“ oder „wäre im Tor des Gegners ein gedeckter Tisch, dann wäre er ständig im Strafraum des Gegners präsent“.

PSV Bork gewinnt einen weiteren Sponsor

Neben der Aufmerksamkeit, die die Heavy Kickers bekommen, gibt es aber auch noch einen weiteren positiven Effekt: Die Mannschaft konnte einen weiteren Sponsoren gewinnen. Das IT-Unternehmen GoDaddy stellt den Heavy Kickers Trainingsanzüge zur Verfügung und kümmert sich um die Web-Präsenz der Mannschaft.

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„Der Kontakt ist über eine Agentur in Köln zustande gekommen“, erzählt Kraus. „Die fanden unser Projekt spannend und haben uns angesprochen.“ Das Unternehmen selbst wird über die Heavy Kickers weiter berichten.

Nur spielen oder trainieren können die Heavy Kickers derzeit wegen des Sportverbots nicht. Dabei waren in den kommenden Wochen durchaus Spiele angesetzt. „Es ist schade, dass wir nicht spielen. Wir freuen uns, wenn wir uns bewegen können“, sagt Kraus. Das nächste Spiel ist dann für Dezember geplant. Ob die Partie ausgetragen werden kann, ist allerdings offen. „Da harren wir der Dinge, die da kommen“, erzählt Kraus.

Freundschaftsspiele sind derzeit die einzige Möglichkeit für die Heavy Kickers, sich mit anderen Teams zu messen. „Wir sind eine vollwertige Mannschaft, nehmen aber nicht an einer Meisterschaft teil“, so Kraus.

Mike Kraus würde gerne eine eigene Liga gründen

Wenn es nach dem Gründer der Heavy Kickers geht, soll sich das in Zukunft ändern. „Unser Ziel ist es, andere zu motivieren und dass auch andere Klubs solche Mannschaften aufmachen.“ Gelingt das, soll eine eigene Liga gegründet werden.

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Die Nachfrage besteht jedenfalls. Die Heavy Kickers des PSV Bork haben schon so viele Mitglieder, dass sie kaum noch Spieler aufnehmen können. „Wir sind 25 Leute, mehr geht nicht“, meint Kraus. Und auch bei anderen Vereinen gibt es die Tendenz, Mannschaften für Übergewichtige zu eröffnen, weiß Kraus. Die Idee setzt sich durch.

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