Heimische Leichtathleten gegen starke Konkurrenz

Leichtathletik

Ein Leichtathletikwochenende mit Meisterschaften im Doppelpack: Während in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle die Westfalenmeisterschaften steigen, finden in Leverkusen die NRW-Winterwurfmeisterschaften statt. Einige heimische Sportler messen sich bei den Meisterschaften mit der Konkurrenz.

Olfen/Nordkirchen

, 15.01.2016, 15:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hendrik Rössler geht im Kugelstoßen der Männer an den Start. Eine Bestweite ist das Ziel des Olfeners. 13,50 Meter hält er für machbar.

Hendrik Rössler geht im Kugelstoßen der Männer an den Start. Eine Bestweite ist das Ziel des Olfeners. 13,50 Meter hält er für machbar.

Für Hendrik Rössler steht eine Premiere an. Der Kugelstoßer des SuS Olfen startet am Samstag in Dortmund ab 17.20 Uhr erstmals bei Männer-Meisterschaften. Die 7,25-Kilogramm-Kugel ist für den U20-Hallenwestfalenmeister des Vorjahres aber kein Neuland. 13,26 Meter hat er mit dem Gewicht stehen – Fünfter ist er damit in der Meldeliste des Verbandes.

Und die Konkurrenz? Weit weg für den jungen Olfener. „Die Konkurrenz ist stark. Der Nächste vor mir hat anderthalb Meter weiter gestoßen als ich“, sagte Rössler gestern, „da es bei Westfälischen keine U23 gibt und man direkt in der Männerklasse starten muss, ist der Sprung natürlich groß.“

Für Jannick Mandry ist eine Bestzeit das Ziel. Trainer Bernhard Bußmann lässt Mandry nur über 200 Meter laufen (15.35 Uhr). Auf die 60 Meter verzichtet er. „Sonst wird die Belastung zu hoch“, sagt Bußmann. 24,56 Sekunden ist der Olfener U18-Sprinter bereits gelaufen, steht damit im Mittelfeld des 25 Starter umfassenden Rankings. „Da hat er den Start aber total verschlafen und ist angelaufen, als wenn er 400 rennt“, sagt Bußmann.

Kampf auf der Rundbahn

Dabei sind auch noch zwei Staffeln des Kreises Lüdinghausen. Startläufer Jannick Mandry und Rik Amann an Position zwei vom SuS sind bei dem 4x200-Meter-Quartett der männlichen U18 (18 Uhr) vertreten. Bei den Mädels (17.15 Uhr) laufen sogar drei Olfenerinnen: Julia Konietzni, Marla Schröer und Sherin Köller auf den Positionen zwei bis vier. Während bei den Jungs nur acht Staffeln gemeldet sind, hat die weibliche Staffel mit 20 gegnerischen Teams richtig viele Gegner im Kampf um die besten Acht.

Vom FC Nordkirchen ist Altmeister Alfred Achtelik dabei. Der 55-jährige Stabhochspringer ist mit Abstand der älteste im fünfköpfigen Feld der Männer (12.30 Uhr). Mit 4,22 Metern ist er auch nur Außenseiter um einen Podestplatz. „Ich bin froh, dass ich überhaupt mal wieder dabei bin“, sagte Achtelik. Um vier Meter springt der Stabartist derzeit stabil – gut möglich, dass er deshalb erst bei den vier Metern einsteigt.

Höhere Hürden

Dominic Nabakowski vom FC Nordkirchen konzentriert sich auf die 60 Meter Hürden der U18. Mit 13,34 Sekunden hat er den Weg in die Halle gefunden – eine Zeit, die noch aus der Bahnsaison stammt. „Er kommt ja gerade frisch in die U18. Da sind die Hürden höher und die Abstände anders. Ein Traum wäre das B-Finale“, sagte Sportwart Franz-Josef Frie.

Im Leverkusener Stadion Manfort am Moosweg kämpft Julian Brinkmann am Samstag parallel um den NRW-Titel. Ab 11.30 Uhr ist der Hammerwerfer einer von acht U20-Werfern. Mit 61,34 Metern hat Brinkmann als Meldezweiter Chancen.

„Die Trainingsvorbereitung war aber nicht optimal“, warnt Bußmann. Schwierig einzuschätzen ist die Liste allerdings, weil die Meldeweiten mit unterschiedlichen Gewichten erzielt wurden. Jannis Gutschera (40,75m) ist als Achter Außenseiter. Bei der weiblichen Jugend U18 sind Sherin Köller (41,89m) und Kira Schlierkamp (30,96m) am Sonntag ab 10 Uhr im Ring.

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